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Sonntag, 22. Oktober 2017 12° 7

Kultur

Über 900 Besucher im Kloster

Die Ausstellung „Reformation – Zeit des Umbruchs“ wurde gut besucht.
Von Resi Beiderbeck, MZ

Mehr als 900 Besucher kamen nach Frauenzell. Foto: lbi

FRAUENZELL.. Dass die Ausstellung rund um „Frauenzell zur Zeit der Reformation“ ein ambitioniertes Projekt ist, war schon vor deren Eröffnung deutlich geworden. Aber dass man am Ende über 900 Besucher gezählt haben würde, hätte wohl niemand für möglich gehalten.

Beim „Tag des offenen Denkmals“ war die Zusammenstellung uralter Schriften, seltener Bibeln und anderer Raritäten, kombiniert mit moderner Kunst von Maria Maier, am Sonntag letztmals zu sehen. Und als Bernhard Kutzer am Ende seine Strichliste addierte, waren mehr als 900 Gäste zusammengekommen. Sie hatten seit 6. August die Gelegenheit wahrgenommen, den Ort Frauenzell mitsamt dem Kloster zu besuchen und sich die Ausstellung dort anzusehen. Das Gemeinschaftsprojekt des Vereins „Freundeskreis des ehemaligen Benediktinerklosters Frauenzell“, der Staatlichen Bibliothek Regensburg und der Gemeinde Brennberg mit Unterstützung des Landkreises kann für sich in Anspruch nehmen, die einzige derartige Präsentation im Raum Regensburg gewesen zu sein.

Die meisten Gäste nutzten gerne das Angebot, eine Führung zu genießen, die unter der Regie von Hans Rudolph und Olga Brandl zu einem zweistündigen Erlebnis wurde. So glücklich die beiden über die enorme Resonanz sind, so dringend haben sie jetzt eine Verschnaufpause nötig, denn die Besucher kamen nicht nur sonntags, sondern sechs Wochen lang jeden Tag, was den Verantwortlichen enorme Durchhaltekraft abverlangte. Anfahrtswege von fast 300 Kilometern nahmen manche Besucher in Kauf. Die Interessierten kamen nicht nur aus den Nachbargemeinden, dem Raum Regensburg und Landkreisorten wie Beratzhausen, sondern bis aus Ingolstadt, München und Bamberg. Aus dem Kloster „St. Ottilien“ fuhr eigens ein Dutzend Mönche nach Frauenzell. Fachleute wie Dr. Werner Chrobak, Stadtheimatpfleger von Regensburg, und Alfons Huber, Stadtheimatpfleger von Straubing, zeigten sich begeistert.

Am meisten gefreut haben sich die „Klosterfreunde“ jedoch darüber, dass auch sehr viele Einheimische die Gelegenheit nutzten, sich von der Vergangenheit des eigenen Ortes im Kontext der nationalen Reformations-Umbrüche ein Bild zu machen. Weil kein Eintritt verlangt wurde, legten viele Gäste spontan eine Spende ins Körbchen, so dass auch die Vereinskasse der „Klosterfreunde“ ein wenig profitieren konnte. Glücklich über das enorme Interesse der Besucher und deren positive Rückmeldungen will sich Initiator Hans Rudolph jetzt ein wenig ausruhen, aber nicht zu lange. „Wir haben schon drei neue Ideen für weitere Ausstellungen“, freut sich Olga Brandl auf die Zukunft.

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