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Dienstag, 16. Januar 2018 6

Advent

Weihnachten wie in alten Zeiten

Das Sünchinger Heimatmuseum erinnerte an frühere Gebräuche – vom Kerzenziehen bis zur Herstellung von Klosterarbeiten.
Von Gabriele Thomann

Erika Holzer demonstrierte im Heimatmuseum Sünching die Kunst der Herstellung von Fatschenkindeln. Foto: Thomann

Sünching.Die schön geschmückten Stuben im Sünchinger Heimatmuseum erinnerten am 3. Adventssonntag an alte Zeiten, als die Vorweihnachtszeit noch besinnlich und Weihnachten ein großes Fest der Familie war. In einem der ersten Räume traf man Bürgermeister Robert Spindler mit seiner Frau Bettina, die den Kindern und natürlich auch den Erwachsenen die Kunst des Kerzenziehens vermittelten. Dafür braucht man viel Geduld, denn bis eine Bienenwachskerze entsteht, muss der Docht immer und immer wieder in das heiße Wachs getaucht werden. Die Mühe lohnte sich aber und so manche Kerze durfte dann auch mit nach Hause genommen werden.

Beim Bürgermeister durften die Kinder Kerzen ziehen. Foto: Thomann

Beim Rundgang durch die Stuben trafen die Besucher auch auf Erika Holzner, die die Herstellung von filigranen Klosterarbeiten und Fatschenkindeln vorstellte. Auch in den nächsten Räumen wurde fleißig gebastelt, ob Schmuck, Weihnachtsterne oder Filzen. Wahre Kunstwerke erschuf der Glasbläser aus dem Bayerischen Wald.

Verließ man die Museumsbunker, roch es draußen herrlich nach Knackersemmeln und Glühwein. In der alten Hofwirtschaft wurde ein großes Kuchenbuffet offeriert. So gestärkt war die Fortsetzung des nachmittäglichen Spaziergangs durch das ehemalige Munitionsdepot ein Leichtes. Und wer die Augen offenhielt, sah dann auch den Heiligen Nikolaus in seinem Gefährt oder das nette Hexenhäuschen. Wer da wohl drinnen wohnt?

Das Sünchinger Heimatmuseum

  • Lage:

    Im Wald zwischen Sünching und Geiselhöring. Zufahrt über die Abzweigung zum ehemaligen Munitionsdepot.

  • Öffnungszeiten:

    Jeden 2. Sonntag im Monat von 14 Uhr bis 16 Uhr oder auf Anfrage beim Museumsleiter. Eintritt frei, Spenden sind willkommen.

  • Ansprechpartner:

    Ortsheimatpfleger Willibald Zölch, Tel. (0 94 80) 6 19.

  • Aktionstage:

    In der Regel dreimal jährlich im Frühling, Herbst und an Weihnachten. Dabei werden Arbeitsweisen gezeigt. An diesen Tagen ist dann auch für die Bewirtung der Besucher gesorgt. (ltg)

Die Weihnacht im Heimatmuseum zog wieder zahlreiche junge und ältere Besucher aus der ganzen Umgebung an, die gerne in alten Erinnerungen schwelgten. Willi Zölch erklärte ihnen gerne die schön geschmückten Stuben. Zu den Abendstunden hin verzauberte sich der Wald in ein kleines Lichtermeer und bot so den perfekten Ausklang zum 3. Advent.

Der Erlös der gelungenen vorweihnachtlichen Veranstaltung geht wieder an die San Joe Puram Kinderhilfe. (ltg)

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