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Montag, 29. August 2016 27° 8

Besondere Intensität beim Zeltfestival

Ereignis Schmidbauer, Kälberer & Pippo Pollina begeisterten das Publikum in Lappersdorf. Das Künstlertrio fühlte sich wohl.
Von Josef Dummer, MZ

Schmidbauer, Kälberer & Pippo Pollina war ein Höhepunkt der Veranstaltung. Foto: Dummer

LAPPERSDORF. Das hat Spaß gemacht! Sowohl den Besuchern beim Auftritt der italienisch-bayerischen Liedermacher-Liaison Schmidbauer, Kälberer & Pippo Pollina im ausverkauften Rund des Lappersdorfer Zeltfestivals, wie auch den Künstlern selbst. Das Dreigestirn aus Vollblutmusikern erledigte seine „Arbeit“ mit sichtbarer Freude und legte am Schluss eines die Zuhörer begeisternden Konzerts auch noch fünf Zugaben drauf.

Bestätigt hat die Faszination für die besondere Atmosphäre im Lappersdorfer Zirkuszelt Werner Schmidbauer selbst, als er ebenso in einem Gespräch der MZ seinen geheimen Wunschtraum verriet (siehe Interview nebenstehend). Wie schnell die Musiker jeweils aus dem „Süden“ ihrer Heimatländer eine neue Fangemeinde gewinnen, zeigte sich bei einer Frage von Schmidbauer an das Publikum, wer heute zum ersten Mal ihr Konzert besucht. Gut ein Drittel „outete“ sich, nicht zuletzt ein Beweis für Veranstalter Alex Bolland dafür, dass das Zeltfestival immer mehr Freunde findet.

Vor gut zehn Jahren lernten Werner Schmidbauer und Martin Kälberer den sizilianischen Cantautore Pippo Pollina eher durch Zufall bei einem Konzert in Bad Aibling, dem Heimatort von Schmidbauer, kennen. Eine Saite seiner Gitarre war dem italienischen Barden gerissen, und er fragte eher aus Spaß, ob jemand im Publikum ihm helfen könne. Werner Schmidbauer meldete sich, und eine einzigartige Musikerfreundschaft war geboren, die jetzt mit der neuen CD „Süden“ ihren Höhepunkt erlebt.

Den Grundstein legte 2007 ein „Jubiläumskonzert mit Freunden“ von Schmidbauer/Kälberer im Münchner Zirkus Krone, als sie erstmals mit Pollina bei „Camminando“ und „Im Süden von meim Herzen“ Liedteile des anderen in ihrer jeweils eigenen Sprache interpretierten. Auch das Publikum in Lappersdorf spürte diese enorme Intensität von künstlerischer und menschlicher Symbiose, mit der sie ihr Zwiegespräch in italienisch-bayerischen Liedern zum Ausdruck bringen.

Alles in allem eine begeisternde musikalische Reise jeweils in den Süden zweier Länder, wo in einem Fall das Meer und im anderen Fall die Berge warteten, und auf der die Künstler auch kritische Zeichen setzten, beispielsweise mit dem Lied „Die ganz große Kunst“ aus ihrer neuen CD über die Bootsflüchtlinge aus Afrika. Ein Höhepunkt war das musikalische Spiel von Pollina auf dem Tamburin, Kälberer mit dem Hang und Schmidbauer auf der Gitarre. Und jeder nahm es ihm ab, als am Ende Werner Schmidbauer meinte: „Des war fei sche bei eich heit“.

Zum Abschluss des Lappersdorfer Zeltfestivals kommen heute, Dienstag, um 20 Uhr „Da Huawa, da Meier und i“ ins Zirkuszelt nach Pielmühle.

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