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Donnerstag, 23. November 2017 10° 4

Unglück

Brand auf Bauernhof in Thonlohe

Beim Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Thonlohe bekämpften 130 Wehrmänner das Feuer. Die Solaranlage behinderte den Einsatz.

  • Brand in Thonlohe (Foto: Waller)
  • Brand in Thonlohe
  • Brand in Thonlohe

Thonlohe.Als am Mittwochfrüh gegen 4.40 Uhr im Raum Hemau die Feuerwehrsirenen heulten, loderten schon die Flammen in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Thonlohe weithin sichtbar in den Morgenhimmel. Kreisbrandmeister Bernhard Ziegaus sah den Einsatzort schon als er in Hemau in sein Auto stieg. Entweder schwelte das Feuer schon lange vor sich hin oder es hat sich unheimlich schnell ausgebreitet, schließt der Einsatzleiter aus dem weit fortgeschrittenen Großbrand, an dem die Thonloher Wehrleute schon fünf Minuten nach dem Alarm einsatzbereit waren.

Rund eine Dreiviertelstunde brauchten die aus allen Himmelsrichtungen zum Brand geeilten 130 Einsatzkräfte um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Zu dem Zeitpunkt war allerdings die Scheune schon komplett abgebrannt – und mit ihr die landwirtschaftlichen Geräte, darunter zwei Traktoren und ein Gabelstapler. Das angebaute Wohnhaus wurde im Dachbereich schwer in Mitleidenschaft gezogen und im Nachbarhaus zersplitterten einige Fensterscheiben durch die extreme Hitzeentwicklung. Aus Hemau, Thonlohe, Jachenhausen, Langenkreith, Dietfurt, Pellndorf, Otterzhofen und Riedenburg waren die Feuerwehren angerückt, mit Drehleitern aus Hemau, Beratzhausen und Riedenburg. Für genügend Löschwasser sorgte noch die Feuerwehr Beratzhausen mit ihrem Tanklöschfahrzeug.
Verletzt wurde bei diesem Großbrand zum Glück niemand – zumindest nicht schwer. Nur der 48-jährige Eigentümer der Hofstelle, die er mit seiner Lebensgefährtin und zwei erwachsenen Kindern bewohnt, verbrannte sich die Hand. Er wollte den Anhänger seines Autos wegschieben, der aber vom Feuer glühend heiß war.

Als problematisch erwies sich bei diesem Brand die Photovoltaikanlage auf dem Dach der landwirtschaftlichen Halle. „Die Gefahr ist bekannt“, verwies Kreisbrandrat Waldemar Knott im Gespräch mit der MZ auf Erfahrungswerte. Solange Licht auf die Module kommt – egal ob von der Sonne oder von Scheinwerfern – stehe die Anlage unter Spannung. Zum Löschen der Halle sei deshalb ein Mindestabstand von zehn Metern einzuhalten gewesen. Die Einsatzkräfte seien für solch neue Gefahren extra geschult. Ganz klar stehe die Sicherheit der Menschen vor eventuellem Sachschaden, betonte Knott. In Thonlohe hätten die Rettungskräfte hervorragende Arbeit geleistet, lobte er die Helfer am Brandort.
Der Sachschaden dürfte 100.000 Euro übersteigen, so die ersten Schätzungen der Polizei. Wie von Pressesprecher Thomas Plößl zu erfahren war, haben Beamte der Kriminalpolizei Regensburg die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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