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Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Ferienprogramm

Das Drachenfest regt Anwohner auf

Parken Besucher „wild“ in der Gegend rum? Der Lappersdorfer Bürgermeister versucht, die Gemüter zu beruhigen.
Von Jürgen Scharf, MZ

Drachen steigen lassen macht Spaß. Anwohner regen sich nun aber wegen angeblicher „Wildparker“ beim Drachenfest mächtig auf. Archivfoto: ldk

LAPPERSDORF.Es ist mittlerweile fast eine Traditionsveranstaltung. Immer am letzten Sonntag in den Schulferien veranstaltet die Marktgemeinde zum Abschluss ihres Kinderferienprogramms ein großes Drachenfest auf der Tremmelhauserhöhe. Bis zu 600 Besucher versammlen sich dann auf den Wiesen rund um die Gaststätte „Huf“ und lassen Drachen steigen. Für die Besucher ist das Fest ein Tag der Familienidylle – ein paar Anwohnern geht es dagegen mächtig auf den Geist. Diese haben gemeinsam einen Brief an die MZ verfasst, in dem sie sich über „Wildparker“ und „Ganzjahres-Drachenflieger“ beschweren.

Lappersdorfs Bürgermeister Erich Dollinger schätzt das Drachenfest: „Es ist jedes Jahr ein schöner Abschluss unseres Ferienprogramms.“ Der Ort habe sich quasi von selbst ausgesucht, denn die Tremmelhauserhöhe ist der höchste Punkt der Gemeinde. Die Windbedingungen sind ideal zum Drachen fliegen. Die Kritik einiger Anwohner überrascht Dollinger: „Bei uns auf der Gemeinde hat sich in all den Jahren noch kein einziger beschwert.“

Dollinger war selbst beim Drachenfest oft vor Ort. Er kennt die Parksituation. In dem Beschwerdebrief wird moniert, dass durch „wildes“ Parken Privatgrundstücke beschädigt werden. „Natürlich ist an diesem Tag einiges los“, sagt Dollinger. Allerdings sei jeder Autofahrer – mit oder ohne Drachenfest – verpflichtet, sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten, ordnungsgemäß zu parken und die Mindestabstände einzuhalten. Bei Verstößen werden von der Polizei Bußgelder verhängt. „Diese Regeln gelten aber an jedem Tag. Ich bin mir sicher, dass an einem schönen Sommersonntag auf der Tremmelhauserhöhe mehr los ist, als beim Drachenfest.“ Dass dieses den „Dorffrieden stört“, wie es in dem Beschwerdebrief heißt, kann sich Dollinger nicht vorstellen. „Wer da oben so idyllisch wohnt, kann sich ohnehin glücklich schätzen.“ Dollinger versucht die Gemüter zu beruhigen: „Im Sinne der Kinder sollte man einmal im Jahr die Augen zudrücken.“

Der Forderung der Anwohner, das Drachenfest zu verlagern, etwa „auf die weiten freien Fluren der Karether, Oppersdorfer oder Hainsackerer Höhen, wo ungestört geflogen werden könnte“, wird die Gemeinde laut Dollinger nicht nachkommen: „Wir schauen gerne nach dem Rechten, ob man etwas verbessern kann. Aber das Drachenfest findet unserer Meinung nach am idealen Platz statt.“

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