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Mittwoch, 20. September 2017 17° 6

Seminar

Feuerwehr und Ärzte kooperieren

Angehende Katastrophenmediziner informierten sich jetzt in Pentling über ABC-Einsätze. Sie wurden auch in schwere Schutzanzüge gesteckt.

Kein Marsmännchen, sondern eine Medizinstudentin Foto: Eder

PENTLING.Die Schlagkraft der ABC-Einheit der Pentlinger Feuerwehr wurde jetzt den Notärzten von Morgen vorgestellt. Denn die chirurgische Katastrophenmedizin mit Explosionsopfern, Verschütteten oder nach biologischen Ereignissen nimmt immer mehr zu.

Damit junge Mediziner einsatztaktisch in der Lage sind, als zukünftige Notärzte die Lage zu beurteilen sowie schnelle, richtige für die Patienten lebenswichtige Entscheidungen zu treffen, bietet die Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Regensburg jedes Jahr ein einwöchiges freiwilliges Seminar für Medizinstudenten an, das mit einer Prüfung endet. In diesem Jahr traten zehn Prüflinge an, darunter sechs Damen.

Dr. Matthias Amann, Kreisfeuerwehrarzt des Landkreises Regensburg, und Dr. Michael Dittmar leiteten die Ausbildung. Über die Zusammensetzung der Lehrgangsteilnehmer sagte Dr. Dittmar, dass alle das Physikum hinter sich hätten, sich aber in unterschiedlichen Semestern befänden.

Der ABC-Zug der Feuerwehr Pentling baute einen Dekontaminationsplatz auf. 60 Personen können in einer Stunde durch den Platz geschleust werden. Auch das Anlegen der Atemschutzausrüstung wurde geprobt. „Jetzt weiß ich erst. was die Feuerwehrmänner leisten“, so die Teilnehmerin, die mit Hilfe von Dr. Amann und Jakob Schäffer den Anzug überstreifte.

Durch die gewonnen Einblicke lernen so jungen Mediziner die Leistung der freiwilligen Helfer von Feuerwehren, technischem Hilfswerk (THW) und Rettungsdiensten noch mehr zu schätzen. Als zukünftige Ärzte in der Notfall- und Katastrophenmedizin wissen sie jetzt, wie viel Zeit gebraucht wird, um einen Dekontaminationsplatz aufzubauen. Kreisbrandmeister Hans Hopfensperger hob hervor, dass die übenden Feuerwehrmänner gerne für die angehenden Ärzte da waren. Die Ausbildung in der Notfall- und Katastrophenmedizin darf für Mediziner kein Buch mit sieben Siegeln sein, so das Fazit aller. (lje)

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