mz_logo

Landkreis
Montag, 25. September 2017 19° 3

Engagement

Feuerwehr war 24 Stunden im Einsatz

In Pentling probten Einsatzkräfte den Ernstfall. Eine so große Übung rund um die Uhr war Premiere für die Floriansjünger vor Ort. Sie war erfolgreich.
Von Josef Eder, MZ

  • Flächenbrand bei Hölkering – die Feuerwehr Pentling und Großberg haben alles im Griff. Fotos: Eder
  • Schwerer Verkehrsunfall bei Nacht: die Feuerwehr geht ans Limit.

PENTLING. ,,Funkalarm für die Feuerwehr Pentling, Person in Wartungsgrube, Einsatz für die Pentlinger Löschfahrzeuge mit den Funkrufnamen 14/1 (Mannschaftstransportwagen), 40/1 und 40/2 (beide Tanklöschfahrzeuge 16/25)“. So schallt es um 9.46 Uhr aus den Lautsprechern im Pentlinger Feuerwehrgerätehaus.

Kurz darauf rücken alle drei Fahrzeuge in Richtung Großberg zum Gelände der Firma GHT aus. Beim Eintreffen erwartet sie der unter Schock stehende Geschäftsleiter, der wie wild zwischen den Einsatzkräften umherläuft und nach schneller Hilfe schreit. Einer seiner Mitarbeiter wurde von einem Lkw überrollt und fiel anschließend bewusstlos in die danebenliegende Wartungsgrube.

Ordentliche Man- und Frauenpower

Dieses Szenario war der Auftakt der ersten 24-Stunden-Übung der Pentlinger Feuerwehr, an der fünfzehn Aktive und Jugendliche im Rahmen der diesjährigen Feuerwehraktionswoche teilnahmen. Der Ablauf war dem Dienst in einer Berufsfeuerwehr nachempfunden. Deshalb war als Übungsbeginn auch 8 Uhr morgens angesetzt. Der Tag begann mit einer Fahrzeugeinteilung. Zwischen den Einsätzen wurden die anstehenden Wartungsarbeiten am Gerät durchgeführt.

Weitere Einsätze folgten. Ein Flächenbrand bei Hölkering, bei dem Strohballen kontrolliert abgebrannt wurden. Es folgte der Wassertransport über eine B-Schlauchstrecke von der Hauptstraße zum Weiler Kohlenschacht. Dazu wurde die FF Großberg mitalarmiert. Beide Wehren übten mit ordentlicher Man- und Frauenpower. Es war ein enormer Kraft- und Zeitaufwand, denn die zwei B-Schlauchleitungen hatten je eine Länge von 1500 Metern und verliefen teils über Feldwege. Das zu den Anwesen führende Wasserleitungssystem wird zunächst zwar eine sichere Wasserzufuhr gewährleisten, bei einem größeren Schadensfall mit großen Abnahmemengen wird die Leistungsgrenze aber schnell erreicht.

Kaum Verschnaufpausen

Beim nächsten Einsatz, dem simulierten Forstunfall, hatten rollende Baumstämme eine Person eingeklemmt. Mit Hebekissen konnte die Person befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. Dann war das Alarmstichwort: Personensuche bei der Walba! Es folgte ein First-Responder-Einsatz im anliegenden Altenheim. Zum Verschnaufen blieb aber nicht lange Zeit, da um 22.26 Uhr ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person die Mannschaft aufs Neue ausrücken ließ. Ein Auto war bei Dunkelheit gegen einen Baum geprallt, der Insasse eingeklemmt.

Rettungsschere und Spreizer kamen zum Einsatz. Noch vor dem Morgengrauen hieß es: Lkw-Brand nähe Rastanlage! Nach einer Suche auf dem betreffenden Autobahnstück stellte sich der Einsatz, wie so oft in der Praxis, aber als Fehlalarm heraus. Die Bilanz: Es war ein Erlebnis und Stress für die Übungsteilnehmer, denn so oft heißt es nicht: Die Pentlinger Feuerwehr war 24 Stunden im Einsatz.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht