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Landkreis
Samstag, 19. August 2017 22° 6

Ehrenamt

Mobile Werbung für die Feuerwehren

Busunternehmer Meier aus Aichkirchen unterstützt die Kampagne des Landesverbands. Damit soll Nachwuchs für die Rettungskräfte gewonnen werden.
Von Ingrid Kroboth, MZ

Ehrensache: Landrat Herbert Mirbeth, Bürgermeister Gert Schmid, Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer und seine Führungscrew stellten den Kampagnebus des Unternehmens Meier in Aichkirchen vor. Foto: Kroboth

Aichkirchen.„Ehrensache! Mach mit!“ steht in großen weißen Lettern unter einem Feuerwehrhelm auf rotem Grund. Das ganze ist in den kommenden zwei Jahren sozusagen als bewegliches Werbebanner im Landkreis und darüber hinaus unterwegs. Das Busunternehmen Meier in Aichkirchen hat eines ihrer Fahrzeuge für die Image-Kampagne des Landes-Feuerwehr-Verbandes – unterstützt vom Bayerischen Innenministerium – zur Verfügung gestellt. Immerhin ist Tobias, der Sohn des Unternehmerpaares Marianne und Paul Meier, stellvertretender Kommandant der Aichkircher Feuerwehr.

„Weil das Ehrenamt allgemein wichtig ist“, wollte das Unternehmerpaar einen Beitrag zur Werbung neuer Helfer leisten. Wie Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer betonte, „müssen wir heute die Weichen für morgen stellen, damit die Aufgaben auch Übermorgen noch bewältigt werden können“. Zwar hätten die Feuerwehren im Landkreis Regensburg noch keine Nachwuchssorgen. Aber mit Blick auf den demografischen Wandel gelte es, schon heute tätig zu werden. Die Werbeaktion solle in der Bevölkerung einen Anstoß geben, sich mit dem Thema Ehrenamt und freiwillig helfen auseinander zu setzen. „Ehrenamtliches Engagement fühlt sich gut an“, versicherte Scheuerer, und gab damit die Bestätigung all jener weiter, die sich freiwillig und unentgeltlich für das Gemeinwohl einbringen. Für viele sei das eben „Ehrensache“. Die Kampagne bringe die Wertschätzung für alle Feuerwehr-Dienstleistenden zum Ausdruck und solle sie in ihrem Engagement stärken. Zugleich solle sie den Bürgern bewusst machen, dass in Bayern über 320 000 ehrenamtliche Kräfte das Feuerwehrwesen tragen, uneigennützige Hilfe leisten und damit einen wichtigen, stabilen Pfeiler zum Bevölkerungsschutz bieten. Die Imagekampagne sei Bekenntnis und Aufforderung zugleich – Aufforderung an Frauen, Männer, Mädels, Buben, sich als aktives Mitglied der örtlichen Feuerwehr anzuschließen.

Landrat Herbert Mirbeth wies dazu auf ein nachdenklich machendes Missverhältnis hin: Als der Landkreis Regensburg vor 40 Jahren gerade mal 130 000 Einwohner zählte, hätten sich rund 12 000 Feuerwehraktive „dem Nächsten zur Wehr“ eingesetzt. Heute lebten im Landkreis 185 000 Menschen, doch die Zahl der Feuerwehr-Aktiven sei auf 7200 geschrumpft. Diese Entwicklung liege wohl an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in unsrem Land: weniger Kinder, verlängerte Arbeitszeiten, Schichtdienst … Deshalb sei die Kampagne für das Ehrenamt wichtig – und mit dem Bus sicherlich auch wirksam: Als Werbemittel, das durch die Gegend fährt – und aus der Sicht von Hemaus 2. Bürgermeister Gert Schmid – auch den Namen der Stadt Hemau hinaus in den Landkreis trage.

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