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Montag, 20. November 2017 7

Soziales

Mühlschlager spenden an Einrichtungen

Die Dorfgemeinschaft spendete 2000 Euro aus dem Mühlstockfestival. Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt und fördert einen guten Zweck.

Das Geld aus dem Mühlstockfestival geht an verschiedene soziale Einrichtungen. Foto: lsn

KALLMÜNZ-MÜHLSCHLAG. 2000 Euro spendete die Dorfgemeinschaft Mühlschlag an verschiedene soziale Einrichtungen. Das Geld stammt aus den Mühlstockfestivals, die im zweijährigen Turnus in dem 59-Seelenort veranstaltet wurden. Die Idee wurde geboren, als vor einigen Jahren die Sanierung der Dorfkapelle anstand. Man wollte das kostbare Schmuckstück wieder in seinem alten Glanz erstrahlen lassen. Um für die Gemeinde die Kosten möglichst gering zu halten, kam von Harald Haneder, einem begeisterten Musikanten, die Idee ein Musikfestival zu organisieren. Gesagt – getan, und schon ging es ans organisieren. Bands wurden eingeladen, ein Tanzboden gezimmert und für die Verpflegung gesorgt. Das 1. Mühlstockfestival fand 2009 statt, es traten seither Musikgruppen verschiedener Stilrichtungen auf. Alle Musiker verzichteten auf ihre Gage. Nachdem das Festival bei den Besuchern so gut ankam, konnte die Kapelle schneller saniert werden als geplant. Die Marktgemeinde musste am Ende nur die Materialkosten aufbringen, die Handwerkerleistungen und vieles mehr kamen von der Dorfgemeinschaft, berichtete Ortssprecherin Lina Bayerl. Aber wohin jetzt mit dem restlichen Geld? Schnell war man sich einig, dass der Erlös an soziale Einrichtungen gehen solle. Über jeweils 500 Euro durften sich nun der Verein Zweites Leben, das Johannes-Hospiz in Pentling, der Donaustrudl und das Children’s Center in Semonkong in Lesotho freuen. Bei der Spendenübergabe stellte sich jeder Verein kurz vor. Karl Brunnbauer vom Verein Zweites Leben sagte, dass der Betrag in ein geplantes Wohnprojekt fließen soll. Melanie Pauli berichtete von den Aktionen des Donaustrudls und dass mit den Projekten die Personen wiedereingegliedert werden soll. Sabine Sudler vom Johannes-Hospiz sagte, dass beim Hospiz 10 Prozent der Kosten vom Träger zu schultern sind, das sind jährlich rund 200 000 Euro, die aufgebracht werden müssen. Im Children‘ s Center in Lesotho werden Kinder von zwei bis 14 Jahren betreut, die misshandelt bzw. von ihren Eltern abgegeben wurden, da sie die Kinder nicht mehr ernähren können. Der Kontakt kam hier durch den Mühlschlager Günter Lorenz zustande, der das Center während eines Urlaubes kennenlernte und das Geld direkt an die Betroffenen schickt. Am Ende war sich die Dorfgemeinschaft einig, dass die richtigen Einrichtungen ausgewählt wurden und alle freuen sich schon jetzt auf das Mühlstockfestival, das dann zum 5. Mal stattfindet, im kommenden Jahr. (lsn)

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