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Landkreis
Sonntag, 30. April 2017 13° 2

Flutpolder

Seehofer: Das Modell entscheidet

Der Ministerpräsident sagt beim Gespräch mit der Delegation aus dem Landkreis in München ergebnisoffene Prüfungen zu.
Von Thomas Kreissl, Mz

Die Polderpläne im östlichen Landkreis sind heftig umstritten. Hier zeigt Josef Feuchtgruber, der Leiter des Regensburger Wasserwirtschaftsamts, bei einem Termin in Wörth die Standorte der Polder. Archivfoto: Jaumann

München.Die Grundwassersituation und die Wirksamkeit von Poldern im östlichen Landkreis Regensburg werden ergebnisoffen geprüft. Das sagte Ministerpräsident Horst Seehofer gestern Nachmittag der Delegation aus dem Landkreis zu, die zu einer Gesprächsrunde in die Staatskanzlei gekommen war. Eine zentrale Bedeutung wird dabei dem Grundwassermodell zukommen, bei dem mit modernsten Methoden die Situation im südöstlichen Landkreis untersucht werden soll. Steht als Ergebnis dabei eine Verschlechterung der Grundwassersituation, werden die geplanten Polder nicht gebaut. Diese Zusage machte der Ministerpräsident nach Aussagen von Landtagsabgeordneter Sylvia Stierstorfer und Landrätin Tanja Schweiger. Beide zeigten sich auf telefonische Anfrage der MZ mit dem Verlauf des Geprächs insgesamt zufrieden. Sie bewerteten es auch als positiv, das noch einmal in den Fokus rücken soll, ob die beiden geplanten Polder bei Wörth, Geisling und Eltheim tatsächlich notwendig sind. Mit Ergebnissen zum Grundwassermodell und zur Wirksamkeit der Polder rechnen die beiden Politikerinnen allerdings nicht vor Anfang 2017.

„Im nächsten Jahr werden damit keine Fakten geschaffen“, machte Schweiger deutlich. Sie zweifelt allerdings daran, dass die Gutachten letztlich eindeutige Ergebnisse bringen werden, die dann auch klare Entscheidungen zu Folge haben. Ihren Beobachtungen zufolge zeigte sich Seehofer vor allem von den Schilderungen von Stefan Kramer von „Interessengemeinschaft zur Verhinderung der Flutpolder“ beeindruckt. Er hatte sehr emotional von den Belastungen der Region durch den Donauausbau berichtet.

Sylvia Stierstorfer wertete es als gutes Zeichen, dass sich der Ministerpräsident statt der vereinbarten 60 Minuten eineinhalb Stunden Zeit nahm. Ihr ist es wichtig, dass die Verhältnismäßigkeit und die Sinnhaftigkeit der Polder geprüft werden sowie eine Gesamtschau auf die Hochwassermaßnahmen erfolgt. Zudem habe Seehofer ein neuerliches Gespräch nach Abschluss der Gutachten zugesagt.

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