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Unterhaltung

Das Fest der 100 Biere hatte Nachklang

Beim Helferfest in Wolkering wurden 13 Institutionen bedacht. 7500 Besucher ließen sich 95 Hektoliter schmecken.
von gabi Hueber-Lutz, MZ

Strahlende Gesichter bei der Scheckübergabe: Das Fest der 100 Biere war auch finanziell ein toller Erfolg. Fotos: Hueber-Lutz

Obertraubling.Wenn ein Fest toll war, wenn es den Leuten gefallen hat, wenn man gemeinsam gefeiert hat, dann ist das viel wert. Wenn es dann noch ausstrahlt und für viele andere Früchte trägt – umso besser. Beim Fest der 100 Biere ist genau das der Fall.

Ein Teil des Geldes im Umkreis

Stefan Seitz und Christian Wild, die Vorsitzenden vom Veranstalter „Dorfgemeinschaft Wolkering und Umgebung“ übergaben am Wochenende insgesamt 13 000 Euro an Spendengeldern an 13 verschiedene Institutionen. Gleichzeitig hatte der Verein zum Helferfest geladen, damit es sich auch all diejenigen gut gehen lassen konnten, die bei dem viertägigen Fest am Pfingstwochenende gearbeitet hatten. Sie durften sich nun über den Rest der 700 verschiedenen Biersorten hermachen, der noch übrig war.

Ein „Vergelt`s Gott“ ging an diesem „fünften Tag des Festes“ an Hans Biener und seine Frau Claudia, die ihren Stadl zur Verfügung stellen, in dem die Dorfgemeinschaft schalten und walten kann, wie sie möchte. Seitz zog Bilanz in Zahlen: 6500 Besucher über 16 Jahren, also zirka 7500 Besucher insgesamt, waren an Pfingsten gekommen, 40 Prozent mehr Besucher als im Jahr davor. 95 Hektoliter Bier gingen weg. „Selbst eine gute, viertägige Fahnenweihe schafft das nicht“, meinte Seitz.

Über eine Tonne Lebensmittel wurde vertilgt. Johannes Treintl von der Dorfgemeinschaft hatte einen eigenen Song fürs Helferfest dabei und sang ihn mit der Band Alarmstufe Rock: „Ja das Fest der 100 Biere, da dadirscht ned, da haut`s di viere!“ Übersetzung für Nicht-Bayern: „Ja das Fest der 100 Biere, da verdurstest du nicht, das gibt dir einen Kick.“ Der Dank war groß und stand beim Helferfest im Mittelpunkt, doch auch einen Wermutstropfen gab es: „25 000 Euro Steuer, bevor wir überhaupt spenden können“, rechnete Seitz vor.

Trotzdem toppte die Dorfgemeinschaft ihre Spendensumme. 10 000 Euro waren es letztes Jahr, satte 13 000 Euro in diesem Jahr. 13 Begünstigte gingen jeweils um 1000 Euro reicher an diesem Abend nach Hause. Ein Teil des Geldes bleibt im Umkreis. Bei den Kindergärten in Thalmassing, dem Förderverein Grundschule, dem Lebenshilfezentrum Gebelkofen, der Caritas Obertraubling, der Bischof-Wittmann-Tagesstätte in Regensburg und dem Team Bananenflanke. Unterstützt werden aber auch die Stiftungen von Antenne Bayern, Charivari Einzelschicksale und die Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks. Der VKKK Ostbayern, die Leukämiehilfe Ostbayern und Donum Vitae standen ebenfalls auf der Liste der Begünstigten.

Einladung an Horst Seeehofer

Die Vertreter all dieser Vereine und Institutionen hatten ein dickes Dankeschön an die Macher des Festes dabei. In der Grundschule Thalmassing werden zum Beispiel Nachmittagskurse für die Kinder überwiegend von diesem Geld finanziert. Wie Katrin Angerer vom Förderverein Grundschule berichtete, ist der Erfolg riesig. Rund 70 Prozent der Kids nehmen an diesem freiwilligen Angebot teil. Übrigens: Christian Wild arbeitet schon an der Lösung des Steuer-Problems.

Er hat Ministerpräsident Horst Seehofer zum Fest eingeladen, um mit ihm über das Thema zu reden. Öfter schon. Der Ministerpräsident hatte nur noch nie Zeit. Jetzt will sich Wild mal an Markus Söder wenden. Der Finanzminister wäre da grade der richtige Ansprechpartner.

Das Fest

  • Name:

    Mittlerweile müsste die Veranstaltung eigentlich Fest der 700 Biere heißen. Denn so viele verschiedene Sorten bekommen die Wolkeringer inzwischen von Bayerischen Brauereien gespendet.

  • Verein:

    Die „Dorfgemeinschaft Wolkering und Umgebung“, die das Fest der 100 Biere ausrichtet, hat über 120 Mitglieder. Auch viele Nicht-Mitglieder unterstützen sie. Wer beim Fest durch seinen Einsatz geholfen hat, bekommt jeweils für sein Dorf einen Punkt gutgeschrieben.

  • Spenden:

    Zusätzlich zu den 13 000 Euro für soziale Zwecke werden von den Vedranstaltern noch 3 000 Euro an die Dörfer verteilt, je nach Punktestand, den die Helfer für ihr ganzes Dorf gesammelt haben.

  • Spendenempfänger:

    Bischof-Wittmann-Tagesstätte, VKKK Ostbayern, Team Bananenflanke, Kindergärten Bonifaz Wimmer und St. Nikolaus in Thalmassing, Förderverein Grundschule, Lebenshilfezentrum Gebelkofen, Charivari Einzelschicksal, Sternstunden, Donum Vitae, Leukämiehilfe Ostbayern, Antenne Bayern hilft, Caritas Obertraubling.

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