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Mittwoch, 20. September 2017 17° 6

Investition

Die Mehrzweckhalle muss saniert werden

Brandschutzvorkehrungen der Sporteinrichtung in Tegernheim sind unzureichend. Das Dach hat Mängel. Die Instandsetzung kostet rund vier Millionen Euro.
Von Petra Schmid, MZ

Der Bau am Am Hohen Sand ist Sporthalle und Versammlungsstätte zugleich – bleibt dieser Status in Zukunft? Foto: Archiv/Schmid

Tegernheim.Die Mehrzweckhalle in Tegernheim war bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses großes Thema.

Architekt Joachim Gutthann informierte, dass aufgrund fehlender oder nicht ausreichender Brandschutzeinrichtungen und gravierender Mängel im Dach und an den Fenstern mit einer Investitionssumme von vier Millionen Euro zu rechnen sei.

Die Frage nach Regressansprüchen

Im Zusammenhang mit verschiedenen Auflagen in Sachen Brandschutz und der Sanierung der Hallenfenster sei gesamte Gebäude untersucht worden und auch ein Brandschutzgutachten erstellt worden, sagte der Architekt. Die im Brandschutzgutachten geforderten Maßnahmen betreffen sowohl den Keller, Halle, Kegelbahn, Umkleiden und auch die Gaststätte. Umfangreiche Nachbesserungen seien gefordert, diese würden am besten abschnittsweise durchgeführt, erklärte Gutthann.

Unter anderem müsse bei einem Großteil der Decken der Brandschutz erhöht, Gänge verbreitert und verschiedene Wände brandschützend umgebaut werden. Erforderlich sei es zudem ein weiterer Fluchtweg im Untergeschoss, neue verbreiterte Türen beim Tribünenabgang sowie Verbesserungen bei den verschiedenen Alarmeinrichtungen vorzunehmen, zählte der Planer auf.

Ein größeres Problem stelle ferner der Rauchabzug in der Sporthalle dar. Aus Sicht des Architekten sei eine Sanierung des rund 3400 Quadratmeter großen Daches auch aus energetischen Gründen notwendig. Bereits im Jahr 2006 sei nach Feuchtigkeitsschäden in einem Gutachten das Fehlen einer ausreichenden Dampfsperre und dadurch Schäden an der Dämmung festgestellt worden.

Die Kosten für die gesamten Maßnahmen bezifferte der Planer auf rund 3,1 Millionen Euro reine Baukosten. Dazu kämen noch Kosten für die Planung sowie für haustechnische Anlagen.

Alfred Federl (CSU) fragte nach, ob die Gemeinde gegen den damaligen Planer oder die ausführenden Firmen noch Regress anmelden könne, da die Halle noch keine 30 Jahre alt sei. Gutthann entgegnete, er könne keine rechtliche Bewertung abgeben. Fakt sei jedoch, dass das Dach saniert werden müsse. Man kam überein, alternativ die Kosten für eine Hallensanierung mit dem Status einer Sportstätte ermitteln zu lassen. Dann könne man entscheiden, ob die Halle weiterhin Versammlungsstätte sein solle.

Gespräche mit dem Landratsamt

Nach längerer Diskussion sorgte der Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Doppelhauses im Tegelweg. Ein früherer Antrag sei abgelehnt worden, da die Front zur Straße hin drei Vollgeschosse aufwies. Nach Gesprächen mit der Verwaltung, der Bauabteilung des Landratsamts und der Kreisbaumeisterin habe der Antragsteller nun diesen Entwurf eingereicht.

Das Landratsamt habe sich damit einverstanden erklärt, da nach dessen Ansicht nur zwei Geschosse sichtbar seien, gab Bürgermeister Max Kollmannsberger bekannt. Letztendlich wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt, allerdings dürfe die Mauer zur Erhöhung des Grundstückes an der Straße nur eine Höhe von 1,20 Meter aufweisen.

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