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Regensburg-Land
Sonntag, 19. November 2017 3

Autos

Die Schmuckstücke blitzten in der Sonne

Liebhaber präsentierten bei ihrem 25. Treffen in Wörth über 100 VW Käfer. Und Schlagerstar Nicki sang „I gib wieder Gas“.
Von Melanie Bäumel-Schachtner, MZ

Auch viele sehr eigenwillig Umbauten von VW-Fahrzeugen waren am Wochenende im Wörther Gschwelltal zu bewundern. Fotos: Bäumel-Schachtner

Wörth.Es ist wie Musik in den Ohren der Käferfans. Dieses „Brumm-Brumm-Brumm-Ratter-Ratter“. „Allein schon der Sound der luftgekühlten Motoren macht den Käfer zu etwas ganz Besonderem“, schwärmt Jan Philips aus Berchtesgaden. Er ist mit der ganzen Clique zum Stelldichein der Kultautos im Wörther Gschwelltal gekommen. In Reih und Glied stehen sie auf dem Festplatz, die Schmuckstücke mit der runden Schnauze. Auf Hochglanz poliert, stetig umsorgt und heiß geliebt. Ob als Cabrio oder mit Dach, ob strahlend weiß oder himmelblau – die Vielfalt der Modelle ist beim Käfertreffen riesig.

Schon am Freitag sind sie angereist, aus allen Himmelsrichtungen, die über 100 Käferfreunde, die sich in Wörth versammelt haben. Kein Wunder, ist das alljährliche Treffen ja doch etwas ganz Besonderes: Es findet heuer zum 25. Mal statt.

Ein eigenes Großereignis

Angereist mit Kind und Kegel – und natürlich mit dem Käfer.

Peter Fischer ist der Vorsitzende der Käferfreunde Bayerwald, die 1987 gegründet wurden. Zusammen mit seinen Helfern hält er die Fäden beim Käfertreffen fest in der Hand. Früher, da fuhren die Wörther Käferfreunde oft im Pulk zu Käfertreffen auswärts. Das tun sie zwar noch heute, aber jetzt haben sie auch ihr eigenes Großereignis, einmal im Jahr und mit Teilnehmern aus ganz Deutschland, Österreich, der Slowakei, Holland und der Schweiz sowie natürlich aus sämtlichen Teilen Bayerns.

Heuer waren ganz besondere Programmpunkte geboten. Als am Samstag die Temperaturen ein wenig sanken, heizte die Band „Kir Royal“ den Käferfreunden so richtig ein. Und Schlagerstar Nicki sang mit „I gib wieder Gas“ quasi die Hymne der Käferfahrer.

Walter Röhrl verloste einen Käfer

Bereits zuvor waren Muskelkraft und Ausdauer beim traditionellen Käferziehen gefragt. Und Rallye-Legende Walter Röhrl verloste am letzten Tag des Treffens einen feuerroten VW-Käfer. Beim Schlendern durch den auf Hochglanz polierten Fuhrpark erlebten die Besucher aus Wörth und Umgebung vor allem eines: Dass Käferfreunde lässig sind. Sie reisen mit ihren Schmuckstücken an und verlangen gar nicht mehr als einen schönen Parkplatz für ihre vierrädrigen Schnuckis und einen trockenen Platz für ihre Zelte – und zwar in dieser Reihenfolge.

Schon am Freitag brannte die Sonne gleißend vom Himmel, sodass die erste Tat der Käferfahrer, die insgesamt drei Tage lang campierten, war, die Pavillons für den Schatten aufzubauen und die Klappstühle darunter aufzustellen. Während die verschiedenen Käfer – zwischendrin aufgelockert mit dem ein oder anderen VW-Bulli¨ – in der Sonne blitzten, campierten ihre Besitzer im Schatten, tranken das ein oder andere kühle Bier, mancher Grill rauchte und die gelöste Stimmung zog sich quer über den ganzen Festplatz. Junge und alte Käferfans waren gekommen, viele mit Tattoos, die Männer in Bermudas und mit nacktem Oberkörper, die Mädels mit Sonnenbrille, Bikinis und Flip-Flops.

25. Käfertreffen im Wörther Gschwelltal

Immer Zeit für Fragen

Die Besucher, die zwischen den Fahrzeugen schlenderten, lernten schnell, dass die Käferfreunde auch beim Grillvergnügen immer gestört werden dürfen, dann nämlich, wenn es um Details zu ihren Fahrzeugen ging. Gelöst plauderten die Käferbesitzer mit den Besuchern und präsentierten stolz ihre mit viel Liebe zum Detail restaurierten Fahrzeuge. Schmuckstücke wie ein weißer Käfer mit weiß-schwarz-karierten Sitzen und einem weißen Lacklenkrad sorgten für Begeisterung.

Am Sonntag, als die Käferliebhaber wieder auseinandergingen, konnten sich die meisten sicher sein, neue Freundschaften geschlossen und vielleicht die ein oder andere technische Finesse über ihren geliebten fahrbaren Untersatz gelernt zu haben.

Gegründet wurden die Käferfreunde Bayerwald Wörth 1987. Da zu Käfertreffen auswärts immer ein ganzer Fuhrpark aus Wörth kam, wurde beschlossen, so ein Treffen auch in der Donaustadt auf die Beine zu stellen. 1990 wurde aus dem Zusammenschluss ein eingetragener Verein.

Vorsitzender der Käferfreunde Bayerwald Wörth ist Peter Fischer, der mit seiner Mannschaft auch zum 25. Käfertreffens alle Hände voll zu tun hatte und fest die Fäden in der Hand hielt, so dass das Wochenende wieder reibungslos und erfolgreich über die Bühne ging.

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