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Feuerwehr in Regensburg
Sonntag, 22. Oktober 2017 12° 7

Feuerwehr

24-Stunden-Übung begeistert Jugend

Geislinger Floriansjünger schulten 22 Mädchen und Buben. Dadurch sollen sie gezielt an die Tätigkeiten herangeführt werden.
Von Hans Biederer, MZ

Yvonne Mayer wurde von Johanna Leyerer in Ersthilfe ausgebildet. Foto: Biederer

Pfatter.Derzeit verfügt die Ortsfeuerwehr Geisling über die stolze Anzahl von 22 Jugendlichen. Dass das Angebot für die Jungfeuerwehrler attraktiv bleiben muss, darüber sind sich die Jugendbetreuer, allen voran Stefanie Loidl, einig. Wie aber kann man Jugendliche für die Arbeit in der Feuerwehr begeistern und sie auch langfristig halten? Dieser Frage stellten sich die Verantwortlichen um FF-Vorsitzenden Klaus Gerlach und stellten aus diesem Grund ein attraktives Rahmenprogramm für eine 24-Stunden-Jugendübung auf die Beine. Auch Daniel Baumer von der Berufsfeuerwehr Regensburg holten sie sich zu diesem Zweck mit ins Boot.

Nach einem ausgiebigen Frühstück erkundeten die teilnehmenden Jugendlichen zunächst die beiden Feuerwehreinsatzfahrzeuge. Beim Löschen eines Kleinbrandes mittels einer Kübelspritze machten die Teilnehmer den ersten Kontakt mit dem Feuer. Johanna Leyerer, die erst vor kurzem eine Ausbildung zur Sanitäterin vollzogen hat, vermittelte den Jugendlichen Grundtechniken in Ersthilfe.

Schon bald das Leistungsabzeichen

Neben der Wiederbelebung stand vor allem das richtige Verbinden der erlittenen Verletzungen nach verschiedenen Unfällen im Fokus. „Wir haben aber auch die stabile Seitenlage und das Abtransportieren von Verletzten mit einer Trage geübt“, informierte etwa die 17-jährige Yvonne Mayer. Für sie ist besonders wichtig, anderen Menschen helfen zu können. So kümmerte sie sich beim simulierten Gebäudebrand um den in Sicherheit gebrachten Verletzten.

Am Nachmittag wurden die Jugendlichen zu einer „Rauchentwicklung in einem Einfamilienhaus“ alarmiert. Zusammen mit aktiven Atemschutzträgern trafen sie am „Brandherd“ ein. „Die Einsatzkräfte dürfen erst vom Fahrzeug absitzen, wenn der Gruppenführer nach der Lageerkundung dies angeordnet hat“, erklärte der 14-jährige Luca Zirngibl. Die Einsätze faszinieren ihn: „Wenn ich erwachsen bin, mache ich auch die Atemschutzausbildung. Ich bleibe der Feuerwehr auf alle Fälle treu“, ist sich der Schüler sicher.

Beim Aufbau der Löschwasserversorgung war Antonia Weickl aktiv. „Ich finde es cool, die verschiedenen Einsätze erproben zu dürfen. Derzeit treffen wir uns auch wöchentlich, denn wir legen in Kürze das erste Leistungsabzeichen ab“, meinte die 16-Jährige. Zurück im Gerätehaus hieß es als erstes, die Einsatzgerätschaften wieder auf Vordermann zu bringen, um für den nächsten Einsatz wieder gerüstet zu sein. Zur Förderung des Gemeinschaftssinns durften bei diesem langen Übungsprogramm für Jugendwartin Stefanie Loidl auch lockere Spiele nicht fehlen.

Ölspur am frühen Morgen

„Neben dem Schlauchkegeln und Seilhüpfen wurde beim Eisessen und beim abendlichen Grillen viel gelacht“, erzählte die engagierte junge Frau. Wer von den Jugendlichen gedacht hatte, die Nacht im Schlafsack in Ruhe zu verbringen, wurde um 5.30 Uhr eines Besseren belehrt. Unweit vom Gerätehaus meldeten die Führungskräfte eine Ölspur, die beseitigt werden musste. Ausgerüstet mit Bindemittel und Besen war die Rutschgefahr schnell beseitigt.

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