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Feuerwehr in Regensburg
Samstag, 21. Oktober 2017 19° 3

Großbrand

Firmenhalle in Regenstauf brennt nieder

Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Ursache aus. Den Schaden schätzt sie auf etwa eine Million Euro.
Von Stefan Gruber und Julia Ried, MZ

Regenstauf.Die Mauern stehen zwar noch. Doch das Dach hat das Feuer, das in der Nacht zum Freitag in einer Betriebshalle in Regenstauf ausgebrochen war, zerstört. Und auch die Maschinen und Geräte, die sich darin befanden, sind kaputt. Das Feuer war gegen 1.45 Uhr Uhr in dem metallveredelnden Betrieb Dorfner in der Bayernstraße ausgebrochen.

Wie Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer an der Brandstelle unserem Medienhaus erklärte, habe der Firmenbesitzer selbst bemerkt, dass etliche Kunststoffbehälter in Brand geraten waren und die Feuerwehr alarmiert. Auch andere Anwohner hatten das Feuer gemeldet, berichtete die Polizei. Bei Eintreffen der Feuerwehren wenige Minuten später stand die rund 300 Quadratmeter große Halle bereits im vollem Brand.

Den knapp 80 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren Regenstauf, Diesenbach, Laub und Regendorf gelang es zu verhindern, dass das Feuer auf das benachbarte Wohnhaus übergriff. Darin lebt die Eigentümerfamilie des Galvanisationsbetriebs. Es handelt sich um ein mittelständisches Unternehmen, das schon sehr lange in Regenstauf ansässig ist, wie Bürgermeister Siegfried Böhringer sagte.

Die Halle brannte allerdings trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr aus. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass da noch etwas zu erhalten ist“, sagte der Bürgermeister. Für die Eigentümerfamilie sei es das Wichtigste, „dass keiner zu Schaden gekommen ist“. „Alles andere muss geklärt werden.“

Hier sehen Sie Bilder von der Brandstelle.

Großbrand in Regenstauf

Als der Brand ausbrach, war nach Polizeiangaben ein Arbeiter in der Halle tätig. Der Mann blieb unverletzt. Eine Feuerwehreinfrau wurde beim Löscheinsatz leicht verletzt und musste an Ort und Stelle ärztlich behandelt werden, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte. „Das war nur ein kleiner Schwächeanfall“, erklärte Harald Richter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Regenstauf.

Da in der Halle auch Säuren und Laugen gelagert waren, überprüfte die Feuerwehr auch, ob Salzsäure oder Gase ausgetreten waren. Danach konnte sie Entwarnung geben. „Es gab nie eine Gefahr für die Anwohner“, sagte Feuerwehrkommandant Richter.

Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa eine Million Euro. Zur Brandursache teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz gestern am frühen Nachmittag mit: „Bislang gibt es keine Hinweise auf eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung. Die Ermittler konzentrieren sich derzeit auf eine mögliche technische Ursache für die Brandentstehung.“ Diese liege wohl in einer elektrischen Leitung, ergänzte Polizeisprecher Peter Merold auf Nachfrage. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Regensburg. Die Brandfahnder hatten noch in der Nacht die Arbeit in Regenstauf aufgenommen.

Erst in einer Nacht Anfang April hatte ein Feuer eine Scheune in Asing bei Regenstauf innerhalb weniger Minuten vernichtet. Darin befanden sich landwirtschaftliche Maschinen, Heu und Stroh. Menschen und Tiere blieben unverletzt. Es entstand ein Schaden in Höhe von 300 000 Euro. Nach letzten Erkenntnissen der Polizei war ein technischer Effekt die Ursache.

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