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Feuerwehr in Regensburg
Dienstag, 19. September 2017 16° 5

Brandschutz

Mit Feuereifer beim Löscheinsatz

19 Feuerwehrfrauen übten bei der Diesenbacher Wehr mit dem Schaumtrainer. „Interessant und informativ“, lautet das Fazit.
Von Theresia Luft, MZ

Die Brandbekämpfung mit Schaum war Thema der Frauenübung in Diesenbach. Foto: Theresia Luft

Diesenbach.Daniela Stadlbauer, die Kreisfrauenbeauftragte der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Regensburg, lud die Frauen der Wehr zur Übung mit dem Schaumtrainer nach Diesenbach ein. 19 Damen aus dem ganzen Landkreis waren gekommen.

Los ging es mit einer theoretischen Einweisung zum Thema Brandbekämpfung mit Schaum an Flüssig- und Feststoffen. Anschließend wurde das Erlernte in die Praxis umgesetzt und jede der Teilnehmerinnen durfte selbst mit dem Schaum löschen. Zum Einsatz kam der Schaumtrainer des Kreisfeuerwehrverbands.

Theorie und die praktische Einweisung in die Geräte übernahm Kreisbrandmeister Rainer Stadlbauer, der sich über das rege Interesse der Damen freute. Die Teilnehmerinnen sahen in der Realität, wie die Flammen auf den Schaum reagieren und welche Probleme dabei auftreten können.

„Es war eine heiße Übung, also Feuer und Rauch entstanden, und die weiblichen Brandschützerinnen sahen, wie lange es dauert, bis solch ein Feuer gelöscht war. Daniela Stadlbauer freute sich über die rege Beteiligung und wünschte den Teilnehmerinnen eine einsatzfreie Zeit.

Regelmäßige Übungen wichtig

Manuela Wagner und Marlies Sedlmeier, beide von der FFW Viehhausen, fanden die Übung recht gut. Das Löschen mit Schaum wird in der Praxis nicht so oft geübt. „Bei den Einsätzen handelt es sich eher um technische Hilfeleistungen als um Brandeinsätze. Das Wichtigste für uns sind die regelmäßigen Übungen. Bei dieser speziellen Übung war viel Neues dabei.“ Eine solche Trockenübung fanden beide gut und das Duo ist sicher, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.

Von der Brunner Feuerwehr waren Jutta Wagner, Barbara Hierl und Ilse Stiegler zur Übung gekommen. „Wir sind eine relativ kleine Wehr und haben bis dato die Brandbekämpfung mit Schaum noch nicht gekannt. Es war sehr interessant und informativ“, sagt das Trio unisono. Angefangen haben die drei mit 16 Jahren bei der Ortswehr und die Ausbildungen absolviert. Nach Hochzeit und Kindererziehung sei die Feuerwehr ein wenig in den Rückstand geraten. „Jetzt sind die Kinder groß und wir Frauen haben uns zusammengetan und wieder den aktiven Dienst übernommen.“

Eine reine Frauenübung sei sehr wichtig. „Man traut sich eher mal nachfragen oder lässt sich eine Situation noch mal erklären“, sagt Wagner.

Marion Kirmeier von der Sünchinger Wehr fand den Ausbildungsabend sehr interessant und hat viel Hintergrundwissen mitgenommen. „Die Übung war äußerst positiv und ich kann sie nur empfehlen“, teilt Kirmeier unserem Medienhaus mit. „Das wichtigste ist, bei einem Einsatz richtig helfen zu können. Jeder Handgriff muss bei uns genauso sitzen, wie bei den Männern“, lautet ihr Fazit.

Die Ausrüstung ist oftmals zu groß

Ein Manko gibt es aber noch bei vielen Feuerwehren. Die Ausrüstungen wie beispielsweise Stiefel und Handschuhe sind nur für Männer vorgesehen. „Wobei mittlerweile immer mehr Feuerwehren bei der Beschaffung von Ausrüstungen auf die Belange der Frauen eingehen“, weiß Stadlbauer zu berichten. Martin Baumstark, Kommandant der Diesenbacher FFW, fand die Frauenübung sehr gut, weil bei den meisten Übungen der Männeranteil überwiege.

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