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Sport

Akrobatik und Spaß für sportliche Kids

Beim Turnen können Kinder fürs Leben lernen, sagt Karola Künzl vom TV Hemau. Davon konnten sich jetzt die Eltern überzeugen.
Von David Santl, mz

Auf der Airtrac-Bahn konnten sich die jungen Turnerinnen des TV Hemau so richtig austoben. Foto: David Santl

Hemau.Jetzt ist sie dran. Die 13-jährige Sophie schaut noch einmal kurz zum Sprungtisch vor ihr und sprintet los. Ehe man sich versieht, springt sie aufs Trampolin, stützt sich auf dem Sprungtisch ab und zeigt einen perfekten Salto. „Super gemacht“, lobt Karola Künzl und streckt den Daumen in die Höhe. „Keine Ahnung wie oft ich das schon gesagt habe“, lacht Künzl, die die Turnabteilung des TV Hemau leitet. „Aber es stimmt.“ Gut 30 Mädchen im Alter von fünf bis 21 Jahren sind es, die am Turncamp des TV teilnehmen. Den ganzen Samstag haben sie trainiert, um den Eltern am Sonntag ihr Können zu beweisen.

Laura (10): „Ich finde es toll, weil man viele Geräte hat, mit denen man gut arbeiten kann und an denen man sehr viel lernt. Mir gefällt beim Kinderturnen alles, aber die Geräte sind am besten.“Foto: David Santl

Während die einen Pause machen, üben andere den perfekten Überschlag. Karola Künzl und ihre Töchter Sarah (21) und Sonja (20) geben Hilfestellung. „Das haben die Kleinen voll gut gemacht“, geben sie ihrer Mama Rückmeldung. Sarah und Sonja Künzl sind die ältesten Turnerinnen hier – und gehören zu den erfolgreichsten. Sarah trat im Juli für den TV Hemau beim „Turn10 Wettkampf“ in Regensburg an und belegte Platz drei in ihrer Altersgruppe. Auch Sophie Meister, Kristin Meier, Antonia Schneider und Sarah Liebl haben gute Ergebnisse im Mittelfeld erzielt, berichtet Künzl stolz.

Besser, als vor dem PC sitzen

Laura (7): „Ich finde beim Kinderturnen alles super. Es ist einfach schön. Ich mache gerne mit, weil ich sehr sportlich bin. Am schönsten sind für mich der Schwebebalken und der Sprungtisch.Foto: David Santl

Nach zwei Stunden Training steht die Mittagspause im Jugendheim an. Derweil nehmen sich Künzl und ihre Stellvertreterin Elke Spangler Zeit, um den Sinn des Kinderturnens zu erklären. „Man lernt Basics, die man für’s spätere Leben braucht“, informieren sie. Und es sei auf jeden Fall besser, als stundenlang vor Computer und Handy zu sitzen. „Zudem macht es allen Spaß – das ist die Hauptsache“, sind sich beide einig.

Lena (10): „Wenn man etwas noch nicht so gut kann, lernt man es ganz leicht. Kinderturnen macht mir einfach Spaß. Die Airtrac-Bahn und der Schwebebalken gefallen mir immer noch am besten.“Foto: David Santl

Im Jugendheim ist schon alles vorbereitet. „Oh, es gibt ja lauter Gemüse“, freut sich die zehnjährige Antonia. Wie ihr das Turnen gefällt? „Ich liebe Turnen“, schwärmt sie. In der Küche geben Hermine Fick, Renate Langer und Gerlinde Waldhier Spaghetti aus. „Für’s Turnen ist das super wegen der Kohlenhydrate“, erklären sie. Fick und Langer leiten die Eltern-Kind-Gruppe für Drei- bis Fünfjährige, Waldhier die Erwachsenengruppe. Alle drei können auf eine lange „Berufserfahrung“ zurückblicken. Fick und Langer sind seit 35 bzw. 40 Jahren als Leiterinnen aktiv, Waldhier seit 45 Jahren.

Am Reck ist Kraft wichtig

Sarah (21): „Das Turnen dient auch der Prävention. Bei mir in der Ausbildung haben zum Beispiel alle Rückenschmerzen – außer mir. Zudem hält man sich dadurch fit und es macht einfach Spaß.“Foto: David Santl

Nachdem alle gestärkt sind, geht das Training weiter. Ein Hingucker ist die „Airtrac-Bahn“, ein langes Luftkissen, das man ausleihen kann. „Hier lassen sich zum Beispiel Saltos gut trainieren“, sagt Künzl. Am Reck zeigt sich Elke Spangler sehr zufrieden mit dem, was ihre Schützlinge leisten. „Die haben vieles gut drauf“, freut sie sich, „da kommt es auf Kraft in den Armen an.“ „Hoffentlich haben wir morgen Power“, lachen ein paar Turnerinnen. Dass sie damit Recht behalten, wird am Sonntag um 14 Uhr klar. Die Schulturnhalle ist gut gefüllt mit Eltern und Verwandten. Auch die Kleinen vom Eltern-Kind-Turnen sind dabei und führen das „Fliegerlied“ auf. „Das hat toll ausgeschaut“, kommentiert Karola Künzl.

Turncamp TV Hemau

Dann sind die Fünf- bis Achtjährigen mit ihrer Betreuerin Marion Wein dran. „Am Reck turnen wir nicht wie Elefanten, sondern wie Elfen“, weist sie ihre Gruppe lachend an. Danach stellt die Gruppe von Elke Spangler und Karin Reisinger ihr Können am Schwebebalken und am Reck unter Beweis. „Ihr seid super“, lobt Reisinger schon während der Vorführung. Das sieht auch ein älterer Herr auf der Tribüne so: „Die machen das einwandfrei.“ Schließlich geben die „Großen“ noch Saltos auf der Airtrac-Bahn zum Besten und erfreuen die Zuschauer mit einer Choreographie, die mit tosendem Applaus belohnt wird. „Mensch, ihr habt so toll geturnt“, lobt eine Mama danach ihre Tochter – ein Satz, der sicher nicht nur einmal gefallen ist.

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