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Freitag, 21. Juli 2017 30° 8

Historie

Alter Brunnen unter Schlossberg entdeckt

Die Anlage hinter dem alten Hauser-Anwesen soll ebenso erhalten bleiben wie die beiden Gewölbe. Von deren Existenz wussten nur wenige Wörther.
von walter schiessl, mz

wörth.Die Sache ist nicht ganz einfach. Denn die Stadt hat die zwei ehemaligen Hauser-Häuser an der Straubinger Straße gekauft, um eines davon abzureißen und um das andere in ein Archiv umzubauen. Doch bei der Untersuchung der Gebäude stellte sich heraus, dass an der Südseite zwei uralte Gewölbe und ein Brunnen errichtet sind. „Das alles sollte erhalten werden“, sagt der städtische Bauamtsleiter Siegfried Stadler. Der Stadtrat werde gefragt sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen, merkt Stadler an.

Den Experten staunten nicht schlecht, als sie in den Wochen nach dem Hauskauf die Räumlichkeiten unter die Lupe nahmen. Denn man stieß im und neben dem südlichen Teil auf schön gemauerte Gewölbe, teilweise mit einem alten Ziegel-Boden ausgestattet. Die beiden Gewölbe, in denen vor Jahrhunderten wohl Eis gelagert sein musste, sollten auf alle Fälle erhalten werden, sind sich viele Wörther inzwischen einig. Die Keller gehören zu einer Reihe von Lagerstätten, in denen vor längerer Zeit Brauereien Bierfässer und Eis deponiert hatten. An die 30 soll es davon gegeben haben.

Wird der Keller geöffnet?

Eigentlich hatte die Stadt die Hauser-Häuser gekauft, um im nördlichen davon das Archiv einzurichten. Doch das gestaltet sich wohl schwieriger als erwartet (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe), so dass es auf einen Neubau hinauslaufen könnte. „Dieser sollte die Form und den Stil des Gebäudes aber behalten“, sagt Siegfried Stadler. Denkbar könnte auch der Abbruch des nördlichen Häuschens ein und die Errichtung eines Hauses an gleicher Stelle. Der südliche Teil sollte aber deutlich verkleinert werden, um die Kurve der Straubinger Straße übersichtlicher zu gestalten. „Zwei Meter sollte der Straßenbereich an dieser Stelle vergrößert werden“, sagt der Bauamtsleiter. Seinen Worten nach könnte eine der Folgen davon sein, dass die Außenmauer eines Gewölbeteils wegfällt und das Innenleben somit einen immer offenen Zugang erhält.

Von dort könnte man sogar eine Treppe in Richtung Schlossberg bauen, so dass man den Fußweg zur Veste hinauf praktisch von der Stadtmitte führen lassen könne. „Die Stadträte müssen darüber nachdenken, wie viel Geld für den Um- und Neubau ausgeben werden kann“, sagt Siegfried Stadler. Die Planungen für das Vorhaben seien inzwischen angelaufen.

Ein historisches Areal

Der Brunnen, den die Experten entdeckten, ist gut acht Meter tief gegraben. Er könnte die Versorgung mit Wasser gesichert haben. Aufzeichnungen, wie alt die Anlage wirklich sei, gebe es laut Stadler wohl nicht. Aber Wörth erhalte durch den Brunnen und die Gewölbe eine historische Bereicherung, wissen nicht nur die Experten. Das Areal werde dann wesentlich angereichert, vor allem dann, wenn die Treppe von dort zum Schloss beginnen würde. „Das wäre schon toll“, schwärmt Heimatpfleger Jörgl.

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