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Montag, 20. November 2017 7

Kirche

Bauarbeiten in St. Salvator sind beendet

Die Sanierung der Donaustaufer Kirche ist abgeschlossen. Gefeiert wird das am Sonntag mit Führungen und einer Festmesse.
Von Petra Schmid, MZ

  • Pfarrer Erich Renner erklärt die verschiedenen Arbeiten, die in der Wallfahrtskirche St. Salvator gemacht wurden. Foto: Petra Schmid
  • Das Schild informierte während der Bauzeit über die Arbeiten. Foto: Petra Schmid
  • Der Altar bekommt den letzten Schliff. Foto: Petra Schmid

Donaustauf.Die Wallfahrtskirche St Salvator wurde in den vergangenen drei Jahren saniert. Am Sonntag um 9.30 Uhr feiert die Pfarrgemeinde mit einem Pontifikalamt in St. Salvator den Abschluss der Renovierung. Hauptzelebrant ist Kardinal Gerhard Ludwig Müller, verkündete Pfarrer Erich Renner beim Ortstermin in der Wallfahrtskirche stolz. Der Kardinal habe verwandtschaftliche Beziehungen zur Markgemeinde und sei hier gerne zu Gast, erklärte Pfarrer Renner.

Nach drei Jahren Bauzeit müssten nur noch einige Restarbeiten erledigt werden. Vieles sei in der Hostienwallfahrtskirche während der Außen- und Innensanierung geschehen. Die Kosten liegen bei rund zwei Millionen Euro. Erfreulicher Weise seien auch Fördermittel aus verschiedenen Töpfen geflossen.

Kirche birgt künstlerische Schätze

Unter anderem habe es Zuwendungen für die spätgotischen Wandmalereien und barocken Fresken gegeben, die bei der Restaurierung der Salvatorkirche in den 1970er Jahren freigelegt wurden, hob der Ortsgeistliche hervor und sagte weiter: Da die Wallfahrtskirche dadurch kunsthistorisch sehr bedeutsam sei, seien außerordentliche Förderungen durch den sogenannten Entschädigungsfonds geflossen.

So sah es während der Sanierungsmaßnahme in der Wallfahrtskirche aus. Foto: Petra Schmid

In diesem Zusammenhang dankte der Pfarrer allen Spendern. Bereits zur Außensanierung der Pfarrkirche St.Michael seien viele Spenden eingegangen – und auch für die Salvatorkirche hätten die Donaustaufer und Sulzbacher bereits ihre Spendenbereitschaft bewiesen. Mit einem Augenzwinkern verwies er darauf, dass die Spendenkonten bei Raiffeisenbank und Sparkasse noch immer geöffnet seien – auch wenn die Sanierung sich in den letzten Zügen befinde.

Viele Schäden durch den Holzwurm

Heuer sei die Raumschale neu getüncht worden und vorher habe man die durch Schäden am Dachstuhl entstandenen Risse im Innern der Kirche ausgebessert. Darüber hinaus seien die Fresken einer Reinigung unterzogen worden. „Sie erstrahlen jetzt wieder in kräftigen Farben“, zählte der Geistlichen die erfolgten Arbeiten auf.

Letzte Handgriffe ei den Holztafelgemälden Foto: Petra Schmid

Ein großes Kapitel sei die Restaurierung der Holztafelbilder gewesen, die die Entstehung der Wallfahrt beschreiben. Nach aufwändigen Voruntersuchungen habe man unter sachkundiger Begleitung durch das Landesamt für Denkmalpflege ein Reinigungs- und Überarbeitungskonzept erstellt, das nun umgesetzt werden könne.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Stabilisierung und Restaurierung von Hochaltar, Kanzel und Orgelgehäuse. Diese waren vor allem aufgrund des massiven Holzwurmbefalls dringend notwendig. Inzwischen seien die neuen Kirchenbänke eingebaut, die die lose Bestuhlung ersetzen, die bei der Sanierung in den 1970er-Jahren eingeführt worden ist. Der Treppenaufgang und die Rosenkranzstationen mit Mosaiken beim Aufgang wurden ebenfalls in Stand gesetzt.

Festmesse auf Leinwand übertragen

Er freue sich, dass der Abschluss des „Riesen-Projekts“ gebührend mit einem Eröffnungsgottesdienst gefeiert werde. Freilich sei der Platz in der St.Salvatorkirche sehr beschränkt und er befürchte, dass mit den Ehrengästen die rund 50 Plätze in den neuen Kirchenbänken wohl schon gefüllt seien. Aber man wolle alle Pfarreimitglieder am Festgottesdienst mit Kardinal Müller teilhaben lassen und übertrage die Festmesse deshalb auf Leinwand in die Pfarrkirche St. Michael.

Mit einem Festgottesdienst und Kirchenführungen wird das Ende der Renovierungsarbeiten gefeiert. Foto: Petra Schmid

Nach dem Gottesdienst ziehe ein kleiner Festzug mit der Blaskapelle an der Spitze sowie Ehrengästen und Fahnenabordnungen der Vereine zu einem Stehempfang in den Pfarrsaal. „Dazu sind alle eingeladen“, betont Pfarrer Renner.

Wer sich ein persönliches Bild von der Sanierung und den Veränderung der Wallfahrtskirche machen möchte, hat dazu am Sonntag ab 14.30 Uhr bei einer Kirchenführung Gelegenheit. Um 16 Uhr lädt Pfarrer Renner zu einer Schlussandacht ein. Bei passender Witterung besteht voraussichtlich am 5. und 12. November nochmals Gelegenheit, sich in der St. Salvatorkirche zwischen 14 und 17 Uhr umzusehen. Dann gehe die Kirche wohl in die „Winterpause“, gab Renner an. Denn über eine Heizung verfüge das Gotteshaus auch nach der Renovierung nicht. Dies sei wohl auch der Grund, weshalb es weitgehend in gutem Zustand erhalten sei. Nach Ostern sollen im nächsten Jahr wieder regelmäßig Gottesdienste stattfinden – und vor allem soll die Wallfahrt wieder belegt werden, kündigte der Geistliche an.

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