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Montag, 20. November 2017 7

Unterhaltung

Bei Saitenwind swingt die Volksmusik

Die Gruppe gibt es über zehn Jahre. Die sechs Virtuosen setzen auf Melodien-Vielfalt. Am Samstag ist Konzert in Kirchroth.
Von Nadine Gross, MZ

Die Gruppe Saitenwind in der aktuellen Besetzung. Foto: Gross

Wörth.Ein bunter Mix von Oper über Blues und Tango bis hin zu bayerischen Klängen wird am Samstag im Kirchrother Mehrzweckgebäude zu hören sein. Im Rahmen der Kulturmix – Veranstaltungen bietet Saitenwind den Besuchern einen musikalischen Abend mit einem facettenreichen Programm im Gepäck. „Von Rock bis hin zur Klassik ist alles dabei“, erzählt Saitenwind-Mitglied Gabi Groß. Das Repertoire ist bei diesem Konzert das bisher bunteste der Gruppe.

Saitenwind gibt es mittlerweile seit über zehn Jahren. Angefangen hat es damals mit einem Zeitungsinserat einer Zitherspielerin, die Gleichgesinnte zum gemeinsamen Musizieren suchte. Auf diese Anzeige haben sich damals die Schwestern Bärbel und Christine Karl aus Kruckenberg und Gabi Groß aus Zinzendorf gemeldet – und somit Ende 2006 die Gruppe „Saitenwind“ ins Leben gerufen. „Wir waren bei unserem ersten Treffen auf Anhieb auf einer Wellenlänge“, erinnert sich ein Gruppenmitglied.

Ein Beginn mit Volksmusik

Am Anfang spielten die Frauen auf der Zither lediglich bayerische Volksmusik und Folklore. Als man nach einiger Zeit einen Gitarristen mit ins Boot geholt hat, wurden die Stücke allmählich immer rhythmischer. „Wir fingen an, immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Alles, was mit der Zither möglich ist“, schildert Gabi Groß. So wurde das Repertoire der Gruppe im Laufe der Zeit immer größer und vielseitiger. Seit ihrem ersten Auftritt im April 2007 bei einem Heimatabend in Bach an der Donau hat Saitenwind schon zahlreiche Konzerte gegeben, immer mit frischem Wind im Programm. „2010 haben wir uns sogar an ein reines Klassikkonzert gewagt“, schildert Gabi Groß die Bandbreite der Gruppe. In den ersten Jahren unterstützten die Kinder der Zitherspielerinnen die Gruppe noch mit Flöten- und Gesangseinlagen.

Mittlerweile ist Saitenwind in der Region dafür bekannt, aus der Zither mehr als nur ein Volksmusik-Instrument gemacht zu haben. Wer noch nie bei einem Saitenwind-Konzert gewesen ist, hat keine Ahnung, was sich aus der Zither alles herausholen lässt. „Bei uns hört sich auch die Volksmusik ein bisschen anders an“, sagt eine Saitenwindlerin mit einem Schmunzeln. Von einem Moderator beim Zwieseler Fink wurde der Musikstil folgendermaßen eingeordnet: „Swinging Volksmusik“.

Seit Anfang 2016 ist Saitenwind nun in der jetzigen Zusammenstellung: Gabi Groß, Bärbel und Christine Karl an den Zithern, Gabriele Groß aus Wörth an Trommel, Cajon und weiteren Percussion-Instrumenten, Edi Bauer aus Falkenstein an der Gitarre und Uwe Gewald aus Falkenfels am Kontrabass. Sie treffen sich meist einmal in der Woche, um gemeinsam zu proben. Für das Konzert in Kirchroth am Samstag ist Saitenwind am vergangenen Wochenende in den Bayerischen Wald gefahren, um sich dort in einem Ferienhaus intensiv auf den Auftritt vorzubereiten. Etwa fünf bis sechs Auftritte hat die Gruppe im Jahr, dazu kommen noch die Weihnachtsfeiern.

Eines des bisherigen Highlights war für die Mitglieder der Auftritt bei einem Oldies-Festival in der Stadthalle Neutraubling, bei dem sie mit fünf Rock-Bands auf der Bühne gestanden sind. „Wir haben uns mit den ‚Mystic Eyes‘ die Garderobe geteilt, das war cool!“, erinnert sich Gabi Groß an den Tag zurück. Ein weiterer Höhepunkt war 2013 die Teilnahme am Zwieseler Fink. Zudem ist Saitenwind alle zwei Jahre auf dem ‚Drumherum‘, dem größten Volksmusikfestival im Bayerischen Wald vertreten.

Eine neue CD ist inPlanung

Für das Konzert am Samstag hat sich Saitenwind wieder viel Mühe gegeben, um ein abwechslungsreiches neues Programm zu bieten. Dieses Mal gehen sie auch mal „back to the roots“ und spielen ganz ohne die Rhythmusabteilung, wie zu den Anfängen von Saitenwind. Bei ein paar Stücken bekommt die Gruppe sogar Verstärkung von einer Sängerin. Mehr will Saitenwind jedoch nicht verraten, da die Zuhörer sich auf einige Überraschungen freuen dürfen. Eine CD mit einem bunten Mix von Volksmusik, Klassik, Folklore, Blues und Rock kann auf dem Konzert erworben werden. Die nächste CD ist bereits in Planung. „Die Aufnahmen wollen wir schon im November in Angriff nehmen“, erklärt Gabi Groß.

Die Eintrittskarten für das Konzert gibt es im Getränkemarkt Graf in Kirchroth oder an der Abendkasse. Am Samstag um 19.30 Uhr geht es dann los.

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