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Sport

Der Lärmschutz wird mit Holz errichtet

Bevor die Tribüne im Donaustaufer Stadion in Betrieb geht, muss die Schallschutzwand stehen. Sie kostet 95 000 Euro.
Von Resi Luft und Petra Schmid, MZ

Die ersten Tribünensitze am Sportplatz in Donaustauf stehen schon. Foto: Resi Luft

Donaustauf.Der Traum der Donaustaufer Fußballer scheint in greifbarer Nähe. Bald kann wohl die Tribüne stehen. Der SV Donaustauf hatte schon vor längerem den Bau der 380 Zuschauer fasssenden Tribüne beim Landratsamt ordnungsgemäß beantragt und mittlerweile auch genehmigt bekommen.

Tatkräftig machten sich die Fußballer daran, gleich mit den notwendigen Arbeiten für den Tribünenaufbau zu beginnen. Allerdings übersahen die Sportler dabei, dass sie eine Genehmigung für die Fällung der betroffenen Bäume benötigt hätten und sorgten damit für einigen Wirbel bei den Naturschützern. Nun müssen sie mit einer Strafe wegen der Ordnungswidrigkeit rechnen.

Jetzt geht es wieder einen Schritt vorwärts in Sachen Zuschauertribüne. Der Marktrat beschloss nun, in welcher Variante der Lärmschutz ausgeführt werden soll. Dieser muss nämlich errichtet sein, bevor die Tribüne in Betrieb genommen werden darf.

Niemand ahnte, dass es so ein zeitaufwendiges Projekt wird, als im Frühjahr vergangenen Jahres der Marktrat mit einer knappen Mehrheit von 9:7 Stimmen dem Antrag auf Errichtung einer Zuschauertribüne zustimmte. Diverse Gespräche der Vereinsverantwortlichen mit der zuständigen Fachstelle im Landratsamt folgten.

Schallschutzgutachten notwendig

Unterlagen und Gutachten musste der SVD nachreichen. Unter anderem forderte das Landratsamt auch ein Schallschutzgutachten. Da dieses Gutachten erneut zu dem Ergebnis kommt, dass die bereits bei der Aufstellung des Bebauungsplans „West II/Sportanlagen“ im Jahr 1983 zur Auflage gemachte Schallschutzmaßnahme in Richtung Arnulfstraße/Tassilostraße notwendig sei, beschloss der Marktrat einstimmig, dass am Sportplatz in Richtung Arnulfstraße/Tassilostraße eine Schallschutzwand nach den Vorlagen des Schallschutzgutachtens errichtet wird. Der Schallschutz ist bis dato nicht umgesetzt worden.

Seit der April-Sitzung beschäftigte sich der Marktrat mehrfach mit diesem Thema. Verwaltungsleiter Stefan Unertl und ein beauftragter Planer stellten in mehreren Sitzungen Varianten zur Ausführung vor. Während erste Angaben von Kosten für den Lärmschutz bei rund 50 000 Euro lagen, waren es bald zwischen 100000 und 140000 Euro bei einer etwa 2,5 Meter hohen Wand auf 90 Meter Länge.

Zu beachten ist bei den Planungen, dass es einen bereits teilweise aufgeschütteten Erdwall gibt. Der beauftragte Experte stellte fest, dass der vorhandene Erdwall zum einen nicht tragfähig sei und zum anderen Bauschutt enthalte. Er gehe jedoch davon aus, dass zumindest ein Großteil des Materials wieder verwendet werden könne. Er zeigte die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten auf: Neben einem hohen Erdwall könne man auch eine Gabionen- oder Holzwand oder eine sogenannte begrünte Wand errichten, stellte der Planer die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten vor.

Wand kostet etwa 95000 Euro

In der jüngsten Sitzung zeigte er die Möglichkeit, mittels Schraubfundamenten den Lärmschutz zu verankern. Nach weiteren Diskussionen wurde einstimmig beschlossen, die Ausschreibung für eine Holzbauweise des Lärmschutzes als billigste Lösung mit Kosten in Höhe von etwa 95000 Euro durchzuführen. Die Alternativen Gabionenwand (140000 Euro) oder „Grüne“ Wand (130000 Euro) sind aufgrund der höheren Kosten und des höheren Zeitaufwands aus dem Rennen.

Gemeinderat kompakt

  • Christkindlmarkt:

    Der Krieger- und Soldatenverein Donaustauf stellte im Marktrat den Antrag, vier weitere Verkaufsbuden für den Christkindlmarkt in Donaustauf anzuschaffen. Bisher seien die fehlenden Buden von der Gemeinde Obertraubling ausgeliehen und geliefert worden. Künftig könne Obertraubling die Buden nicht mehr liefern, hieß es. Einstimmig wurde die Anschaffung beschlossen.

  • Verkehrsüberwachung:

    Umfangreich war die Beratung des Marktrats, wo Messstellen zur Verkehrsüberwachung, beispielsweise in der Maxstraße oder anderen neuralgischen Straßen, eingerichtet werden sollen. Dabei geht es auch um den ruhenden Verkehr. Laut Zweckverband sei eine Erhöhung der Messstellen und Stunden wünschenswert. Vorerst wurden 20 Stunden pro Woche festgelegt. (lps)

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