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Samstag, 18. November 2017 5

Kultur

Eine Nacht der gewaltigen Stimmen

Fünf Chöre bescherten den Zuhörern in Nittendorf einen besonderen Abend. Aus dem Erlös wird ein guter Zweck unterstützt.
Von Paul Neuhoff, MZ

Den Kirchenchor St. Katharina der Nittendorfer Pfarrkirche gibt es schon seit Jahrzehnten. Foto: Neuhoff

Nittendorf.Auch die zweite „Nacht der Chöre“ in der Grundschule Nittendorf war ein voller Erfolg. Insgesamt etwa 130 Sängerinnen und Sänger von fünf Chören unter der Gesamtleitung von Joao Batista Panosso boten dem Publikum in der vollen Aula Lieder aus Europa auf hohem Niveau. Durch das Programm führte humorvoll Dr. Gerhard Bawidamann. Der Erlös aus der Veranstaltung in Höhe von 1000 Euro geht zu gleichen Teilen an die Pfarrei Nittendorf für die Sanierung des Pfarrheims und an den Burgenverein Loch für die Erhaltung der dortigen Burgruine.

Als Moderator fungierte Dr. Gerhard Bawidamann. Foto: Neuhoff

Wie Chorleiter Panosso, der unter anderem auch Chef des Nittendorfer Kirchenchores ist, der Mittelbayerischen erklärte, war es schon lange sein Wunsch, den verschiedenen Chören in der Marktgemeinde einmal im Jahr eine gemeinsame Plattform für einen Auftritt zu bieten. Im vergangenen Jahr war der Wunsch das erste Mal Wirklichkeit geworden und sofort ein durchschlagender Erfolg mit begeisterten Akteuren und Zuhörern.

Vom All zurück nach Bayern

Die heuer dargebotenen Lieder deckten eine große Bandbreite der gesanglichen Stilrichtungen ab. Der etwa 50-köpfige Kinderchor „Kolibri“ machte zur Freude der vielen anwesenden Eltern mit Ausschnitten aus dem Kindermusical „Leben im All“ den Anfang. Die nur aus weiblichen Stimmen bestehende Sangesgemeinschaft „Fortepiano“ aus Thumhausen blieb mit ihren Stimmen in Bayern und bot unter der Führung von Angelika Ixmeier mit „Leitl, miassds lustig sei“ oder dem gesungenen Zweifachen „Hinter meim Voda sein Stodl“ frische Mundartstücke, die man nicht jeden Tag zu hören bekommt, wie ein Zuhörer erfreut anmerkte.

Der Kinderchor Kolibri brachte Stücke aus dem Kindermusical „Leben im All“ zu Gehör. Foto: Neuhoff

Ebenfalls ein Schmankerl hörten die Gäste vom Kammerchor Nittendorf unter der Leitung von Joao Batista Panosso. Der Text der bekannten „Forelle“ von Franz Schubert wurde von den Sängern nicht nur in der Originalversion vorgetragen, sondern in andere Kompositionen – wie etwa der „Kleinen Nachtmusik“ von Mozart – eingebettet und zur „Nachtforelle“ umbenannt. Den Zuhörern gefiel der ungewöhnliche und frische Vortrag und sie sparten nicht mit Applaus.

Ohrwürmer zum Mitsingen

Für eine Überraschung sorgten die „Choryphäen“, der Gastchor aus Beratzhausen. Die knapp dreißig Frauen und Männer begaben schlichen sich mit heiteren, leichten Schlagermelodien in die Herzen der Gäste. Ohrwürmer wie „Zwei kleine Italiener“ und „Griechischer Wein“ animierten so manchen zum Mitsingen. Aber auch Anspruchsvolleres wie „Ja“ von Silbermond mit einer kräftigen Pianobegleitung kam sehr gut an.

Sein gleichbleibend hohes Niveau stellte zum Abschluss der Kirchenchor St. Katharina unter der Leitung von Panosso sowie mit Monika Panosso und Gabriella Auer am Klavier unter Beweis. Mit dem Stück „Gabrielles Lied“ von Stefan Niels erwartete die Zuhörer ein variantenreiches und beeindruckend vorgetragenes Klangwerk. Der etwa fünfzigstimmige Chor beendete den offiziellen Teil aber dann leise mit dem Dialektstück „Kommt scho hoamli die Nacht“.

Noch einmal richtig kräftig wurde es bei der Zugabe: Der Gesamtchor aus allen anwesenden Erwachsenenchören verabschiedete sich von den begeisterten Zuhörern mit „Als wir jüngst in Regensburg waren.“

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Nacht der Chöre in Nittendorf

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