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Dienstag, 26. September 2017 19° 5

Projekt

Friedhofssanierung ist abgeschlossen

Kirche und Gemeinde investierten in Graßlfing 120 000 Euro. Zuvor hatte es in den 70er-Jahren größere Arbeiten gegeben.
Von Josef Eder, MZ

  • Der Friedhof um die Graßlfinger Kirche ist saniert. Unser Bild zeigt einen Blick aus der Hebebühne. Foto: Eder
  • Die Kirche St. Nikolaus mit dem Seelenhaus Foto: Eder

Pentling.Der Graßlfinger Friedhof im Umfeld der Kirche St. Nikolaus ist saniert: Die Wegeführung ist nun neu und zudem behindertengerecht, weil es keine Stufen mehr gibt. Sechs Urnenerdgräber sind unweit des Seelenhauses samt Erweiterungsmöglichkeiten angelegt worden. Bei der Sanierung wurden auch Sträucher und Bäume, die zu groß waren bzw. sich verbuschten, entfernt, sodass das Grabfeld um Körpergrablegen vergrößert werden kann.

120 000 Euro wurden hier zu gleichen Teilen von der katholischen Kirchenstiftung Graßlfing, der der Gottesacker rechtlich gehört, sowie der Gemeinde Pentling, die ihn seit zwei Jahrzehnten verwaltet, investiert.

Die Arbeiten im Gottesacker, die die Großberger Pflasterbaufirma Franz Kreil ausführte, zogen sich über mehrere Monate hin. In dieser Zeit war es nicht immer leicht für Kirchgänger und die Friedhofsbesucher. Auftragserweiterungen und der strenge Winter zogen die Arbeiten in die Länge. Lob findet die neugestaltete letzte Ruhestätte jetzt nicht nur von den Einheimischen, sondern auch von auswärtigen Besuchern.

Vor der Aussegnungshalle ist ein großer halbrunder Aufstellungsplatz für die Trauerfeiern angelegt. Der ebenerdige Zugang ist dem neuen Niveau angepasst. Neue Wasser- und Abwasserleitungen mit den entsprechenden Schächten und die Stromversorgung sind eingebaut worden. Zwei steinerne Wassertröge mit den dementsprechenden Gießkannenhaltern sind aufgestellt. Der Entsorgungspunkt für Grünabfälle hat einen neuen Standort.

„Wir haben für die Zukunft gebaut. Die Geh- und Fahrwege sind stärker eingefasst, damit die immer schwerer werdenden Maschinen und Fahrzeuge zum Errichten der Gräber oder Grabdenkmäler nicht sofort wieder Fahrspuren hinterlassen“, erklärt Kirchenpfleger Willi Stark.

Das letzte Mal sind hier in den 70er-Jahren größere Arbeiten ausgeführt worden. Damals wurde unter anderem das Kriegerdenkmal an seinen heutigen Standort umgesetzt. Die Friedhofsanierung ist laut Stark der zweite Bauschnitt. Der dritte wäre die Innenraumsanierung der um das Jahr 1200 errichteten Kirche.

Weiter wurde am Gotteshaus die dringend benötigte Außensanierung durchgeführt. Das Mauerwerk war ständig durchfeuchtet. Trotz der fachgerechten Sanierung ist im westlichen Bereich der Sakristei und des Kirchenschiffs im Herbst 2016 wieder an einigen Stellen auf Sockelhöhe der neue Putz abgefallen. Kritisch beäugen die Graßlfinger, dass der Humus bis an die Mauern der St. Nikolauskirche reicht. Bei Regenwetter spritzt das Erdreich auf die frisch getünchten Außenwände. Sie hätten sich wie an den anderen beiden Seiten eine einzeilige Pflasterreihe gewünscht. Des Weiteren findet der verwendete Lehmschlag zur Trockenlegung des Mauerwerks der Kirche nicht aller Zustimmung. Auf Nachfrage sagte Dipl.-Ing. Hanshans vom bauausführenden gleichnamigen Büro vor einer Gemeinderatssitzung, dass das Bauamt der Diözese dieses vorgeschrieben hätte. Ansonsten wären Zuschüsse verloren gegangen.

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