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Samstag, 18. November 2017 5

trinkwasser

Gebiet um 38 Hektar erweitert

Die Stadt Wörth hat die Fläche um die beiden Brunnen vergrößert.
VON PETER LUFT, MZ

Das Wasserschutzgebiet bei Giffa wurde um ein Drittel größer. Foto: dpa

WÖRTH.Zum Schutz und zur künftigen Sicherung der öffentlichen Wassergewinnung hat die Stadt das bestehende Wasserschutzgebiet „Giffa“ erweitert. Die aus 1976 stammende Wasserschutzverordnung Stadt wurde aktualisiert. Es umfasst die Brunnen Giffa I und II in der Gemarkung Oberachdorf. Das Wasserschutzgebiet erstreckt sich ausschließlich auf den Gemeindebereich Wörth.

Das neue Terrain betrifft Grundstücke vor der Brunnenanlage nordöstlich bis zur Autobahn sowie westlich bis zur Staatsstraße 2146 nach Pfatter in der Gemarkung Kiefenholz. Das Wasserschutzgebiet erfolgt per Verordnung durch die Aufsichtsbehörde. „Das Gebiet erstreckt sich auf zwei Zonen und ist von 100 Hektar auf 138 Hektar erweitert worden“, sagte Siegfried Stadler beim Ortstermin im Rathaus Wörth. „In beiden Zonen sei die Aufbringung organischer Düngemittel ausgeschlossen, also keine Gülle, Mist oder Gerstenstreu.

Erlaubt sind nur mineralische Düngung mit genauer Dosierung. Was Einschränkungen bei der Bewirtschaftung mit sich bringe“, sagte der Sachbearbeiter und Bauhofleiter der Stadt. „Wir haben mit der eigenen Trinkwasserversorgung gute Werte. Wir unterliegen auch strengen Kontrollen.“ Für Planung und Ausweitung mit neuer Verordnung hat die Stadt bisher ungefähr 35 000 Euro ausgegeben, sagte Stadler. „Hierzu entstehen für die Bürger keine Kosten. Es gebe auch keine Erhöhung des Wasserpreises. „Wasser ist das höchste Gut für den Menschen“, sagte Anton Rothfischer. „Mit der neuen Verordnung und Ausweitung des Wasserschutzgebietes „Giffa“ sei ein großer Wurf für die Stadt mit ihren Gemeindeteilen gelungen. „Es ist ein wichtiges Ergebnis in zwei Jahren Arbeit“, sagte der Bürgermeister.

„Mit jährlichen Besprechungen halten wir auch guten Kontakt zu den betroffenen Landwirten. Gespräche wird es weiterhin geben. Das neue Wasserschutzgebiet regelt, was man darf und was man nicht darf.“ Man sei da auf gutem Weg und in Begleitung mit dem Landratsamt, WWA und dem BBV. „Es geht nur gemeinsam mit den Landwirten. Das Verständnis der Bewirtschafter ist erfreulicherweise vorhanden. Wir haben auch im Wassertrupp des Bauhofes gute und umsichtige Leute. Der Bürger braucht sich also keine Sorgen machen. Eine Düngeverordnung wartet noch darauf, in Kraft zu treten“, sagte Rothfischer.

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