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Sonntag, 22. Oktober 2017 19° 3

Sitzung

Gemeinderat diskutiert über Verkehr

Die beiden Themen im Gemeinderat betreffen den Verkehr: Die einen fordern ein Überholverbot, alle wollen Entlastung im Ort.
Von Peter Luft, MZ

Die B 15 bei Zeitlarn war Thema im Gemeinderat. Strecke, wo Überholverbot bei Neuhof gewünscht wird. Foto: Peter Luft

Zeitlarn.Die Weichen für einen Bahnhaltepunkt im Gemeindebereich Zeitlarn wurden im Gemeinderad gerade gestellt. Über Details bei der Formulierung des Antrags der CSU-Fraktion entfachte sich in der Sitzung des Gemeinderates mit fünf Zuhörern am Donnerstag eine längere Debatte. Das Projekt sollte im Rahmen der Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Weiden einher gehen.

Mit 18:0-Stimmen winkten die Mitglieder des Gemeinderates den Tagesordnungspunkt zur Errichtung einer Kindergruppe mit verlängerter Betreuungszeit von 14 auf 15 Uhr im Kindergarten St. Bartholomäus durch.

Bürgermeister Franz Kröninger (SPD) verlas ein Schreiben der „Parteilosen Wählergemeinschaft“ (PWG) als Antrag zur Errichtung eines Überholverbotes auf einer Teilstrecke der B 15. Das Überholverbot sollte zwischen der Baustelle an der Unterführung und der Bedarfsampel im Ortsteil Neuhof, Fahrtrichtung Norden nach Regenstauf, angeordnet werden, lautet der Antrag. „Es kann doch nicht sein, dass ein Überholverbotsschild auf dieser Strecke nur einseitig in der Gegenrichtung Dorf einwärts aufgestellt werde“, sagte Thomas Klein (PWG).

Überholverbot für mehr Sicherheit

Klein verwies auf die Anlieger auf der Bahnseite, die mit der Verkehrssicherheit konfrontiert werden. „Denn es ist schon möglich, dass ein genervter Autofahrer nach der Baustellendurchfahrt, zum überholen mal gern aufs Gas tritt, sagte Klein. „Könnte man das Schild jetzt schon ohne großen behördlichen Umweg aufstellen“, fragte Gerhard Lautenschlager (CSU). Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Antrag mit Dringlichkeit an die Fachbehörden weiter zu geben.

Zum Sachstand der Resolution an das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung und der Deutschen Bahn AG, zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg – Hof von 2012, stellte ebenfalls die PWG-Fraktion den Antrag mit der Bitte zur Info. „Wir sind hier nicht untätig. Hier können wir auch schon Glücksschritte verzeichnen“, sagte Franz Kröninger. „Es gibt schon eine mündliche Zusage über Lärmschutz. Federführend sind hier sämtliche Landkreise. Ab 2018 ist eine öffentliche Bürgerbeteiligung zugesichert, die dann 2023 überarbeitet werde“ so der Bürgermeister. „Die Sache ist also nicht eingeschlafen. Die Oberpfalz zieht da an einem Strang. Das ist erfreulich“, sagte Thomas Klein.

Bürgermeister Franz Kröninger verlas das Schreiben als Antragstellung der CSU, den früheren Bahnhaltepunkt in der Gemeinde zu aktivieren. Im Schreiben erinnerten Josef Weinmann und CSU-Fraktionssprecher Gerhard Lautenschlager an den Versuch von 2008, den stillgelegten Haltepunkt (Früher Regendorf) wieder zu beleben. Der Haltepunkt auf Schiene könnte den Verkehr in der Ortsdurchfahrt entlasten, so eine der Begründungen. „Die Gemeinde sollte bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft BEG, die derzeit ein Gutachten zum Bahnangebot im Raum Regensburg erstellt, nachhaltigen Druck ausüben“, sagte Josef Weinmann und erinnerte an den Dobrindt-Besuch.

„Wir reden alle zum selben Anliegen. Da sind wir uns einig. Aber mir gefällt im Antrag das Wort Regendorf nicht. Ich möchte einen Haltepunkt namentlich nicht festschreiben. Im Gutachten ist von Überprüfung von Haltepunkten im Gemeindebereich die Rede“, sagte Franz Kröninger. Er riet der CSU den Antrag zurück zu nehmen. „Die Gemeinde sollte den Haltepunkt mit einstimmigen Beschluss wollen“, sagte Dr. Matthias Pregler (CSU).

Alle einig: Verkehr wird entlastet

„Der Haltepunkt sollte zentral sein. Wir wollen da nichts wegwischen“, sagte Josef Weinmann. Er zog den Antrag zurück, formuliert ihn zur nächsten Sitzung mit neuem Text um. „Wir wollen hier schon ein Signal schaffen und favorisieren zwei Ortsnamen als Punkte“, sagte Thomas Klein. „Wir reden um des Kaisers Bart und wollen alle das selbige“, sagte Johann Kröninger von der „Aktiven Bürger Gruppe“ (ABG). „Wir wollen alle Verkehr Entlastung“, beendete der Bürgermeister die lange Diskussion.

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Aus der Gemeinderatssitzung

  • Kasse:

    Zur überörtlichen Rechnungsprüfung der Jahre 2014 bis 2016 gab die Kämmerin und stellvertretende Geschäftsführerin Melanie Kraus die Infos in der Gemeinderatssitzung.

  • Denkmal:

    Die Räte haben in der Sitzung beschlossen, dass die Renovierung des Kriegerdenkmals in Regendorf unter Auflagen des Denkmalschutzamtes erfolgen wird.

  • Regionalplan:

    Die 13. und 14. Änderung des Regionalplans Region Regensburg, wertete Bürgermeister Franz Kröninger in der Situation der Naherholung, als für Zeitlarn positiv ausfallend.

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