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Donnerstag, 23. November 2017 10° 3

Gesellschaft

Große Debatte um den Wertstoffhof

In der Bürgerversammlung in Thalmassing wurden Wertstoffboxen und eine extra Ausfahrt angeregt. Doch Haase lehnte dies ab.
Von Petra Schmid, MZ

Für den Wertstoffhof wünschen sich Bürger eine verbesserte Einfahrtsituation. Foto: Schmid

Thalmassing.Bei der Bürgerversammlung in der Gaststätte Sperger nutzten die Thalmassinger die Gelegenheit zu sagen, wo sie der Schuh drückt und sie äußerten Wünsche. Zunächst jedoch informierte Bürgermeister Helmut Haase übern aktuelle Entwicklungen. Er befasste sich mit Haushaltslage und Einwohnerentwicklung. Auch die Einrichtungen zur Kinderbetreuung sowie die Schule waren Themen, bevor er zum aktuellen Stand des Breitbandausbaus kam und die geplanten Baugebiete vorstellte.

Bürger schlägt Boxen vor

Im Anschluss kamen die Bürger zu Wort. Der Wertstoffhof sei jetzt ausgebaut, dort lagere die Gemeinde unter anderem auch Kies und andere Materialien. Aus seiner Sicht sei es sinnvoll, für die Lagerung Boxen zu verwenden, dann wäre es eine saubere Angelegenheit und es würde Platz gespart, erklärte ein Bürger. Seines Wissens sei das Thema bereits im Gemeinderat angesprochen worden, aber es herrsche immer noch ein „Kuddelmuddel“, kritisierte der Thalmassinger. Zudem herrsche im Einfahrtsbereich oft Chaos.

Dies liege daran, dass alle Bürger immer sofort auf das Gelände einfahren wollten, entgegnete Bürgermeister Haase. Wenn absehbar sei, dass sich bereits zu viele Autos im Wertstoffhof befinden, müssten andere eben draußen warten. „Eine Welt, die für jeden passt, kann man nicht schaffen.“ Man müsse aufeinander Rücksicht nehmen. Das könne kein Bürgermeister regeln, das müssten die Verkehrsteilnehmer untereinander schaffen.

Auch den Vorschlag eines anderen Bürgers, zur Einfahrt eine separate Ausfahrt zu schaffen, hielt Haase nicht für umsetzbar: Er habe nicht die Absicht, am Wertstoffhof, in den viel Geld investiert worden sei und der zu 90 Prozent funktioniere, etwas zu verändern.

Kies und ähnliches in Boxen zu lagern, davon halte er nichts, sagte Haase weiter. Denn es werde unterschiedliches Material gelagert und jede Box müsse über eine ausreichende Größe verfügen, damit sie mit einem Lader bearbeitet werden könne. Er gehe davon aus, dass der Platzbedarf dann eher steige.

Außerdem kritisierten einige Bürger, dass die derzeit vielen Baustellen wegen des Breitbandausbaus im Ortsbereich von den ausführenden Unternehmen teilweise nicht genug abgesichert seien – und dadurch gerade die Kinder auf dem Schulweg gefährdet würden. Die Verwaltung und er könnten leider nicht jede Baustelle überprüfen, antwortete der Bürgermeister. Er befürchte, solche Missstände ließen sich nicht abstellen. Haase versprach aber, der Sache nachzugehen und bat um Geduld.

Leere Hofstellen sind ein Ärgernis

Was mit dem sogenannten Homeier-Grundstück geschehe und was aus den leerstehenden Hofstellen werden soll, wurde ebenfalls gefragt. Wo in Zukunft größere Veranstaltungen stattfinden, wenn es keine Gastronomie mehr gebe, fragte ein Thalmassinger in Hinblick auf das Wirtshaus Sperger, welches derzeit nur am Freitag geöffnet hat. Das Pfarrheim werde wohl rasch zu klein werden, erklärte der Bürger und bat darum, dass man sich bald mit dem Thema befasse.

Die leerstehenden Hofstellen hätten alle einen Eigentümer und er könne diese nicht zwingen, die Gebäude zu nutzen, sagte Bürgermeister Haase. Auch gebe es Schwierigkeiten wenn die Gemeinde ein neues Baugebiet ausweisen wolle, denn dann müsse nachgewiesen werden, dass der Bedarf innerorts nicht gedeckt werden könne.

Verkehrsüberwachung

  • Zählung:

    Bürgermeister Helmut Haase hat die Ergebnisse aus den Verkehrsmessungen im Mai und Juli dieses Jahres an der Wolkeringer und Hausinger Straße bekannt gegeben.

  • Zweckverband:

    Der Gemeinderat muss überlegen, ob die Gemeinde für die Verkehrsüberwachung Zeiten buchen will oder Mitglied in dem Zweckverband werden möchte.

  • Gemeinderat:

    Für ihn sei das Feedback, das er in den Bürgerversammlungen erhalte, wichtig, sagte der Rathauschef. Im November oder Dezember werde dann im Gremium darüber beraten.

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