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Energie

In Kiefenholz entsteht ein Solarpark

Ein Landwirt will zwischen seinem Hof und der Autobahn auf einer Fläche von 1,3 Hektar Strom aus Sonne erzeugen.
von Walter Schiessl, MZ

  • Georg Kramer möchte auf der Wiese neben seinem Hof einen Solarpark errichten. Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag darüber. Foto: Schießl
  • Eine Photovoltaik-Fläche von 1,3 Hektar wird bei Kiefenholz errichtet. Foto: dpa

Wörth.Georg Kramer hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Der Landwirt will neben seinem Hof eine große Photovoltaikanlage errichten. „Ich hoffe, wir können auf einer Fläche von 1,3 Hektar noch im September starten“, sagt der 40-jährige Agrarier, der schon Lieferanten für das Aufstellen und Installieren an der Hand hat.

„Der Staat will ja alternative Energien und stellen Grundstücke neben den Autobahnen zur Verfügung“, sagt Georg Kramer zu seiner Entscheidung, unmittelbar neben seinem Hof und der Autobahn die Solaranlage zu errichten.

Laufzeit von 30 Jahren

Die erste öffentliche Auslegung zur Änderung des Flächennutzungsplans ist bereits über die Bühne gegangen. Die Fläche sei als landwirtschaftliches Areal eingestuft gewesen und und soll nun in ein Sondergebiet „Solarpark“ umgeändert werden. Die Behörden hätten im Rahmen der öffentlichen Auslegung keine großen Einwände erhoben, sagt Georg Kramer. Jetzt, bei der nächsten Stadtratssitzung am Donnerstag (19.30 Uhr im Rathaus) stehe die Bauleitplanung auf der Tagesordnung. Nach Abschluss dieses Verfahrensschritts werden die eingegangenen Stellungnahmen vom Gremium behandelt. Dann, so verrät die Tagesordnung weiter, soll ein Feststellungsbeschluss zur Flächennutzungsplanänderung getroffen werden und schließlich der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan erlassen werden. Ist dies alles über die Bühne, wird der Antrag von Georg Kramer auf Errichtung einer Photovolktaikanlage behandelt.

die Investition amortisiert haben.

„Ich gehe davon aus, dass dasalles passt“, sagt Georg Kramer. Für zwanzig Jahre sein ihm die Einspeisevergütung schon mal garantiert, aber es könne durchaus sein, so hofft der Landwirt, dass sich diese Frist einmal verlängern wird. Er rechnet damit, dass der Kiefenholzer Solarpark 25 bis 30 Jahre funktionieren wird. Was dann geschehe, wisse man heute noch nicht. Entlang der Autobahnen seien in den letzten Jahren immer mehr Solarparks entstanden, etwa entlang der Strecke Regensburg-Holledau. Eine große Solar-Anlage ist auch auf der anderen Donauseite bei Eltheim zu sehen. Die Zellen, die im Kiefenholzer Solarpark angebracht werden, dürften 1,50 mal einen Meter groß sein. „Ich denke, dass wir damit auf der Gesamtfläche auf eine Einspeisung von 750 kw im Jahr kommen werden“, sagt Georg Kramer. Seinen Worten nach sei es wichtig, auf alternative Energien zu setzen. „Der Staat gibt Grundstücke dafür ab“, sagt der Vollerwerbs-Landwirt, und das sei auch gut so, dass Alternativen zu Atom- und Kohlestrom aufgebaut würden. Eingespeist wird der Strom dann in das Heider-Netz über einen Zugang beim Kiefenholzer Kreisel. Die Einspeisevergütung wird als fester Vergütungssatz, abhängig von dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme, für einen Zeitraum von 20 Jahren gezahlt. Das heißt, wurde eine Photovoltaikanlage Anfang 2017 in Betrieb genommen, erhält der Betreiber bis Anfang 2037 eine Vergütung in Höhe von 12,70 ct/kWh. In etwa zwei bis drei Jahren müsste

Vergütung gestiegen

Im Januar 2017 trat die letzte EEG Novelle in Kraft, aus der sich die zweite Erhöhung der Einspeisevergütung in Folge ergab. Bereits im Oktober 2016 stieg die Vergütung für Dachanlagen auf Wohngebäuden mit einer maximalen Nennleistung von 10 Kilowattpeak (kWp)von 12,31 auf 12,50 Cent/Kilowattstunde an.

Photovoltaik

  • Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, in elektrische Energie mittels Solarzellen. Ende 2016 waren weltweit Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 303 GW installiert. Es wird erwartet, dass der jährliche Zubau bis 2020 auf 100 GW steigt und die installierte Leistung bis 2030 zwischen 3000 und 10 000 GW erreicht.

  • Markt:

    2014 betrug der weltweite Marktanteil von kristallinen Siliziumzellen etwa 90 Prozent. Prognosen gehen davon aus, dass Siliziumzellen auch langfristig die dominierende Photovoltaik-Technologie bleiben werden.

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