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Dienstag, 21. November 2017 7

Marktrat

Laaber setzt auf mobiles Tempomessgerät

Die Meinungen über Nutzen derartiger Kontrollen gingen auseinander. In Ried schrumpft die Dorferneuerung zur Straßensanierung
Von Ingrid Kroboth, MZ

Die Dorferneuerung Ried ist auf die Sanierung der Kieferstraße – vom Ortsschild bis zur Abfahrt Anger – reduziert. Die Maßnahme soll gut 90 000 Euro kosten. Foto: Kroboth

Laaber. Auf den Kauf eines mobilen Geschwindigkeit-Messgeräts einigte sich der Marktrat in seiner Sitzung, nachdem es das Für und Wider solcher Anlagen diskutiert hatte. Eigentlich hatten die Freien Wähler den Kauf eines solchen Geräts für die Schernrieder Straße beantragt. Aber wenn da so eine Anlage stehe, müsse sie bald überall aufgestellt werden, gab Bürgermeister Hans Schmid (CSU) zu bedenken. Eva Kuttenberger (FWG) verwies auf die Wirksamkeit eines in jüngerer Zeit in der Schernrieder Straße aufgestellten Testgeräts: „Die Autos sind deutlich langsamer gefahren.“

Gegen ein Messgerät sprach sich Karl Kreitinger (CSU) aus, denn „solange die Autofahrer nicht zahlen müssen, ändert auch das Gerät nichts“. Klaus Meier (FWG) entgegnete, die alten Geräte hätten zwar keine so große Wirkung, aber wenn ein Smiley oder ein Lobspruch auftauchten, werde merklich abgebremst. Steffi Goss (CSU) verwies auf einen „gewissen Abnutzungseffekt“. Schließlich einigten sich die Räte auf den Kauf eines mobilen Messgeräts im kommenden Jahr. Karl Kreitinger wollte zudem geklärt wissen, ob man auf der Schernrieder Straße 30 oder 50 km/h fahren darf.

Die einst angestrebte „Dorferneuerung Ried“ ist über die Jahre eingeschnurrt – auf die „Sanierung der Kieferstraße“. Die Planung dazu stellte Franz Wutz vom gleichnamigen Ingenieurbüro dem Marktrat vor. Grundlage sei die Kostendeckelung auf 92000 Euro, um so den Anliegern – wie bisher im gesamten Gemeindegebiet praktiziert – eine finanzielle Beteiligung möglichst zu ersparen. Nach dem Bau der Ortsumfahrung, Abschluss der Kanalisation und der Zurückstufung der einstigen Staatsstraße auf eine Gemeindestraße hatte das Ingenieurbüro 2014 eine Dorferneuerung geplant, die nie umgesetzt wurde. Die jetzt aufgezeigte Sanierung weiche auf dem rund 150 Meter langen Straßenstück – vom Ortsschild bis zur Abzweigung Anger – nicht weit von den ursprünglichen Plänen ab, so Wutz. Lediglich beim Material müsse man auf eine günstigere Variante zurückgreifen: Beton statt Granit. So könne die „magische Zahl 92000“ eingehalten werden. Jetzt müsse man nur noch eine Baufirma finden, die den Plan auch umsetze. Die Ausschreibung soll noch im November laufen, die Bauarbeiten sollen im Frühjahr kommenden Jahres starten. Der Marktrat stimmte geschlossen zu.

Marktrat in Kürze

  • Schilderwald:

    Den Werbe-Schilderwald bei der Spitalmühle will Brauereibesitzer Michael Plank ordnen. Das erstaunte Oliver Engl (SPD): „Warum Plank und nicht die Gemeinde?“ Das könnte zwar auch die Gemeinde übernehmen, räumte Bürgermeister Schmid ein. Er freue sich aber über diese Privatinitiative und sei damit auch grundsätzlich einverstanden.

  • Ideen:

    Franz Wurmstein (SPD) und Steffi Goss (CSU) hatten auch gleich ein paar Ideen, wie das bestehende Schilder-Durcheinander zu einem einheitlichen und leicht zu aktualisierenden System umgebaut werden könnte. (lik)

Noch bis 2022 läuft der Wartungsvertrag für die Straßenbeleuchtung mit dem Bayernwerk. Jetzt hat der Stromlieferant eine Preiserhöhung angekündigt. Das wollte Rudolf Straubinger (FWG) als Energiebeauftragter des Markts nicht so stehenlassen. Für ihn „sieht Wartung anders aus“. Beim neuen Wartungsvertrag müsse man „genauer hinschauen“.

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