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Bildung

Leseratten fühlen sich hier pudelwohl

Die Ehrenamtler der Kallmünzer Bücherei bekamen eine Sach- und eine Geldspende als Dank für ihre Arbeit.
Von Martina Neu, MZ

  • Nicht nur technikbegeisterte Leser finden in der Blbliothek Lesestoff. Fotos: Neu
  • Daniel Pangerl übergab die Bücherkiste an Bürgermeister Ulrich Brey und die Bibliothekshelferinnen Margret Nunhofer und Elisabeth Hübl. Foto: Neu

Kallmünz.Die Kallmünzer schmökern gerne in Büchern, das beweisen die Zahlen der Schul- und Marktbibliothek. Elisabeth Hübl und Margret Nunhofer, die beiden Bibliotheksleiterinnen der Schul- und Marktbibliothek, stecken viel Herzblut in ihre ehrenamtliche Arbeit. Zu der zählt nicht nur die Bücherausleihe dreimal die Woche – zwischendurch müssen die Bücher durchgeschaut und zum Teil repariert und neue beschafft werden. Arbeiten, die der Bibliotheksbesucher nicht mitbekommt. Gleichermaßen setzen sie sich für Leseförderung ein.

Dieser ehrenamtliche Einsatz wurde im Sommer vom Bayernwerk besonders gewürdigt. Die Kallmünzer Schul- und Marktbibliothek wurde mit dem Kinderbibliothekspreis ausgezeichnet, der mit 5000 Euro dotiert ist. Ein Betrag, mit dem Elisabeth Hübl und Margret Nunhofer einiges auf die Beine stellen können.

Lesen ist wichtig für Kinder

Nun besuchte Daniel Pangerl, Kommunalmanager in der Region Ostbayern beim Bayernwerk, die Bibliothek und übergab eine Kiste randvoll mit aktuellem Lesestoff. Im Beisein von Bürgermeister Ulrich Brey wurde nun das Angebot der Bibliothek mit rund zwei Dutzend Kinder- und Jugendbüchern aufgestockt. Die Bücher in dieser Kiste wurden von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. bewertet und mit dem Prädikat „Buch des Monats“ ausgezeichnet. Außerdem erhielt die Bibliothek ein Türschild, das Besucher auf die diesjährige Auszeichnung der Einrichtung mit dem Kinderbibliothekspreis hinweist.

Daniel Pangerl erkärte: „Die Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen ist eine bedeutende Aufgabe. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist es wichtig, junge Menschen für das Lesen zu begeistern.“ Deshalb unterstütze das Bayernwerk Bibliotheken in Bayern, die mit ihrem Engagement bei Kindern den Spaß an Büchern und Literatur wecken. Mit dem Kinderbibliothekspreis wolle man die Mitarbeiter würdigen, die sich für die Leseförderung einsetzen.

Das Bibliotheksteam kann auf viele Jahre erfolgreicher Bibliotheksarbeit zurückblicken. Elisabeth Hübl sagte: „Wir engagieren uns besonders für ein abwechslungsreiches und animierendes Veranstaltungsprogramm. Monatlich laden wir zu Kinderveranstaltungen in Form von Bilderbuchkinos oder Vorlesestunden auch in englischer Sprache ein.“ Jedes Jahr finden in den Sommerferien eine Lesenacht sowie Bastelnachmittage statt.

Die Leseförderung, die bereits im frühen Kindesalter beginnt, liegt dem Team besonders am Herzen. Daher appellieren Hübl und Nunhofer an alle jungen Eltern, so früh wie möglich mit dem Vorlesen zu beginnen und so die Kinder auf vielen Ebenen zu fördern.

Dank an engagierte Helfer

Vorlesen macht den Kindern und den Eltern Spaß. Elisabeth Hübl verweist auf ein Zitat von Astrid Lindgren: „Ich weiß zwar nicht, was ihr euch für euer Kind erträumt und erhofft, aber ich weiß, dass es für alle Wechselfälle des Lebens besser gerüstet ist, wenn es lesehungrig ist.“ Die Bibliothek nimmt zudem am bundesweiten „Lesestart“-Programm teil. Eine wichtige Dienstleistung für Schüler, Studenten und die berufliche Weiterbildung ist die Fernleihmöglichkeit. Es können aber nicht nur Bücher ausgeliehen werden, es gibt auch ein umfangreiches Zeitschriftenangebot, das erst heuer wieder den Interessen der Leser angepasst wurde. Zudem ist der Onleihe-Verbund eMedien Bayern ein Schwerpunkt der Bibliothek.

Bürgermeister Ulrich Brey sprach dem Bayernwerk einen großen Dank für die finanzielle Unterstützung aus. Es ist wichtig und positiv für den Markt Kallmünz, eine Bibliothek aufweisen zu können mit zwei engagierten Mitarbeiterinnen, die diese Art der Kommunikation des Lernens und der Weiterbildung der Bürgerschaft weitergeben können.

Einen Wunsch haben die Elisabeth Hübl und Margret Nunhofer noch: mehr Platz, um den Buchbestand und sonstige Medien noch ansprechender präsentieren zu können. Sie hoffen, dass nach Abschluss der Turnhallensanierung die dringend notwendige Erweiterung der Bibliothek noch erfolgen kann.

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