mz_logo

Gemeinden
Freitag, 20. Oktober 2017 19° 3

Baustelle

Linden müssen für Gehweg weichen

Der Platz in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses reicht nicht aus. Später sollen Ersatzpflanze an diese Stelle.
Von Resi Beiderbeck, MZ

Wegen des Gehweg-Baus werden in Höhe des Feuerwehrgerätehauses zwei Linden (rechts im Bild) gefällt. Der Platz reichte nicht aus. Später soll eine Ersatzpflanzung folgen. Fotos: Beiderbeck

Brennberg.Im „Johannisfeld“ sind die Erschließungsarbeiten weitgehend abgeschlossen. Das wurde in der Gemeinderatssitzung in Brennberg am Mittwoch erklärt. Was jetzt noch fehle, sei der Gehweg, der das neue Baugebiet mit dem Dorf verbinden und am Anwesen der Familie Jäger entlang verlaufen wird. In Höhe des Feuerwehrgerätehauses gehe es knapp her, denn es stünden zwei Lindenbäume an so ungünstiger Stelle, dass sie bei den Arbeiten unweigerlich Schaden nehmen würden. Der Gemeinderat beschloss deshalb, die Linden zu fällen und nach Vollendung des Gehweges eine Ersatzpflanzung vorzunehmen.

Gepflanzt wird auch im Oberen Dorf. Dort musste die Holzskulptur am Kirchplatz entfernt werden, weil sie nicht mehr stabil war. Bald sollen an gleicher Stelle zwei Obstbäume stehen, war sich der Gemeinderat einig.

Bei der Teilfortschreibung des Regionalplans ging es im Gemeinderat insbesondere um den Punkt „Gewinnung und Sicherung von Bodenschätzen“. Im Hinblick auf den Aspekt „Steinbruch Wiesent“ sprach sich Brennberg als Nachbargemeinde am Mittwoch erneut gegen das Vorhaben aus. Angesichts des Strukturwandels habe sich die Gemeinde Brennberg zusammen mit Nachbargemeinden innerhalb der AG Vorwald entschieden, sanften Tourismus und Naherholung zu fördern, hieß es.

Gemeinderat gegen den Steinbruch

Gerade auch im Hinblick auf bevorstehende ILE-Projekte und im Sinne der Solidarität mit der Nachbargemeinde Wiesent sei der Erhalt des wertvollen Forstgebietes wichtig. Ein Eingriff dieser Dimension stehe überdies Brennberg´s Identität in der Vorwaldregion entgegen, so ein weiteres Argument „contra“ Steinbruch. Dem Schutz und Erhalt des Naturraums ist Vorrang einzuräumen, findet der Gemeinderat.

Weiter ging es um die „Raumstrukturelle Entwicklung der Region Regensburg“. Hier wurde Brennberg bisher der Status „Raum mit besonderem Handlungsbedarf“ (RmbH) und die damit verbundenen besseren Förderkonditionen verwehrt. Im Landkreis Regensburg wurden fünf Gemeinden dem RmbH zugeordnet: Altenthann, Beratzhausen, Deuerling, Holzheim am Forst und Riekofen. Der unmittelbar an Brennberg angrenzende Landkreis Cham, dessen Siedlungsstrukturen den hiesigen durchaus vergleichbar sind, wurde sogar vollständig als RmbH eingestuft. Der Gemeinderat wiederholte deshalb nun seine Forderung, Brennberg ebenfalls in die Kategorie RmbH aufzunehmen.

Zwei Landwirte planen Bauvorhaben, die der Gemeinderat ohne Ausnahme befürwortete. So möchte Familie Schiegl in Engelsberg eine Halle durch einen Neubau ersetzen. Gleichzeitig möchte Hofnachfolger Christoph Schiegl ein Eigenheim errichten. Auf dem Forsthof nahe Frauenzell möchte Markus Fichtl seinen Betrieb von Milchwirtschaft auf Mutterkuhhaltung umstellen und dazu einen passenden Stall bauen.

Eine neue Schulbushaltestelle wurde in Eichlberg an der R42 angeordnet. Die RVV-Haltestelle in der Reimarstraße soll vom jetzigen Standort gegenüber des Gasthauses Wagner um etliche Meter weiter nach Westen verlegt werden, so dass sie sich künftig direkt gegenüber des Bushäuschens befindet. Hans Höcherl stellte den Antrag, die Strecke von Frauenzell nach Grubfeld auf 50 Stundenkilometer zu beschränken. Der Gemeinderat stimmte zu.

Klostermarkt war voller Erfolg

Als Mitveranstalterin des Frauenzeller Klostermarktes ist die Gemeinde sehr zufrieden mit dessen Entwicklung. Sigfried Lehner betonte, dass heuer mehr als 100 freiwillige Helfer mit anpackten, um das attraktive Programm und die Bewirtung zu stemmen. Gelobt wurde das Verständnis der Anwohner, die alle Beeinträchtigungen klaglos hinnahmen. Franz Löffl sagte, dass dies erneut eine hervorragende Leistung des Dorfes mit großem Zusammenhalt und positiver Außenwirkung für die Gemeinde war. Einig sind sich alle Beteiligten darin, auch im nächsten Jahr einen Klostermarkt abzuhalten, dann als eintägige Veranstaltung am 5. August. Die Zusagen der 40 Fieranten sind bereits vorhanden.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Regensburg lesen Sie hier.

Aus der Gemeinderatssitzung

  • Totenband:

    Die Klosterschützen Frauenzell beantragten im Hinblick auf das Gründungsfest im Juni 2018 die Übernahme der Kosten für das Totenband. Der Gemeinderat genehmigte diese Ausgabe in Höhe von 700 Euro.

  • Mittagsbetreuung:

    Heuer gibt es an der Grundschule Brennberg drei Gruppen mit insgesamt 41 Kindern. Geleitet wird die Mittagsbetreuung von Patrizia Seidl. Sie wird unterstützt von Erika Wittmann, Heidi Weigl, Janin Schambeck, Stefanie Welsch, Xaver Hirschberger, Gabriele Böhm, Maria Prechtner und Lukas Schedlbauer vom Bundesfreiwilligendienst. (lbi)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht