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Pfarrer wirbt für Indien

Dr. Jerome Mariadhasan vertritt im Ulraub den katholischen Priester.

Dr. Jerome Mariadhasan ist auch dieses Jahr wieder die Urlaubsvertretung für Pfarrer Johann Baier. Foto: Groß

Wörth.Zum fünften Mal ist Dr. Jerome Mariadhasan die Urlaubsvertretung für Pfarrer Johann Baier. Seit Anfang August hält sich der indische Seelsorger wieder in Wörth auf und übernimmt dort die Aufgaben des Pfarrers. Er hält Gottesdienste, Beerdigungen, Taufen und Trauungen ab. „Natürlich bin ich auch im Büro aktiv und nehme Anrufe entgegen“, erzählt Jerome Mariadhasan von seiner Arbeit in der Kirche und im Pfarrbüro.

Was ihm aber eigentlich am Herzen liegt, ist seine Heimat in Südindien. Jerome kommt aus Salem, einer Stadt im Bundesstaat Tamil Nadu. Salem und viele umliegende Dörfer sind von Not und Elend geplagt. Um die Umstände dort zu bessern, wurde das Pallottiner Sozialfürsorge-Zentrum in Salem gegründet, das Gleichheit und Gerechtigkeit schaffen soll, vor allem für Frauen und Kinder.

Ein besonderes Augenmerk liegt auch bei den Frauen, die in der Gesellschaft diskriminiert werden. Ihnen soll durch den Kauf von Nähmaschinen in Schneiderzentren eine bessere und auch privilegiertere Zukunft ermöglicht werden. Neben diesen Themen widmen sich die Pallottiner auch noch dem Bau von angemessenen Häusern und Toiletten und der Hilfe für erkrankte Erwachsene und Kinder, die mit HIV oder AIDS infiziert sind.

Vergangenen Samstag wurden die Projekte der Pallottiner in Wörth bereits präsentiert und haben damit auf die nicht hinnehmbaren Zustände in Salem aufmerksam gemacht. Für die Umsetzung dieser Hilfsmaßnahmen werden jedoch weiter Gelder benötigt. Deswegen erhofft sich Dr. Jerome Mariadhasan auch dieses Jahr wieder großzügige Spenden, mit denen er den Menschen in seinem Heimatland helfen kann. Letztes Jahr wurde so viel gespendet, dass unter anderem zwei Toiletten gebaut werden konnten.

Pater Jerome wird Anfang Oktober zurück nach Indien reisen, wo er sich vorerst um seine Projekte kümmern will. Doch er hat schon seinen nächsten Schritt im Kopf. Neben seinem Engagement in der sozialen Arbeit hat der Seelsorger einen großen Wunsch. Er hofft, in Indien als Professor an einer Universität unterrichten zu können. Ob dieser Wunsch erfüllt wird, steht noch in den Sternen. Fest steht aber, dass Dr. Jerome Mariadhasan nach seinem abgeschlossenen Studium in Münster und seiner Doktorarbeit wohl die besten Voraussetzungen dafür hat. Auf die Frage, ob Pater Jerome nächstes Jahr auch wieder die Urlaubsvertretung sein wird, kann er nur sagen, dass er sich sehr darüber freuen würde. Andernfalls wird er Wörth sicher das ein oder andere Mal besuchen. (lng)

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