mz_logo

Gemeinden
Donnerstag, 14. Dezember 2017 7

Renovierung

Plan für den Rathaus-Umbau steht

Im Frühjahr 2018 beginnen die Baumaßnahmen. Ein neues Dach soll günstiger sein, als die Sanierung des alten Gebälks.
Von Hans Biederer, MZ

Das Pfatterer Rathaus wird für knapp zwei Millionen Euro umgebaut. Foto: lbb

Pfatter.Der Umbau des Rathaus in Pfatter nimmt konkrete Formen an. Nachdem Architekt Andreas Schleich vom Architekturbüro „querluft“ im Mai detailliert den Umbau des Rathauses den Räten und der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, mit dem im Frühjahr 2018 begonnen werden soll, brachten die Räte noch eigene Vorstellungen und Anregungen mit ein.

Anhand eines überarbeiteten Plans zeigte Bürgermeister Jürgen Koch in der letzten Gemeinderatssitzung die Änderungen auf. Der Aufzug wurde leicht versetzt. Durch die Änderung des Treppenaufgangs liegt dieser nun unmittelbar daneben. Im Dachgeschoss wird auf der Süd-Ostseite eine Loggia eingebaut. Diese dient im Brandfall als möglicher Zufluchtsort, von dem mittels Leitern die Personen gerettet werden könnten. Im Dachobergeschoss soll ebenfalls ein Raum für das Archiv angelegt werden.

Dachstuhl bleibt Diskussionsthema

So soll das Rathaus nach den Umbaumaßnahmen aussehen. Foto: lbb

Mit einer neuen Information überraschte der Bürgermeister sein Gremium: „Wie der Architekt errechnet hat, kommt eine komplette Erneuerung des Dachstuhls wesentlich günstiger als die Renovierung des Gebälks“. Ob eine Betondecke im Dachgeschoss verwirklicht werden kann, so wie diese gefordert wurde, ist jedoch aufgrund von Statikproblemen fraglich. Manfred Lichtl regte an, im Obergeschoss eine zweite Tür in das große Trauungszimmer einzuplanen. Dies sei für eine spätere Umnutzung sinnvoll. „Diese ist bereits vorgesehen“, entgegnete Jürgen Koch. Für Lichtl wäre es weiter erforderlich, bereits jetzt mit den Verantwortlichen der Ortsvereine zu sprechen. Er sieht hier einen möglichen Platzbedarf etwa für die Lagerung von Fahnen, Akten und Gerätschaften.

Dem widersprach jedoch der Rathaus-Chef. Koch möchte hier den gesetzten Kostenrahmen durch zusätzliche Ein- und Umbaumaßnahmen nicht übersteigen. Er plädierte dafür, erst den ersten Bauabschnitt wie geplant durchzuführen und später eine Bedarfermittlung durchführen.

Dem pflichteten Margit Althapp und Gerd Zirngibl bei. Beide führten an, dass für mögliche Erweiterungen die Anschlüsse gesetzt werden, so dass eine spätere Nutzung durch einen Trockenausbau jederzeit durchführbar sei. Dies sei dann ein separater Bauabschnitt, so Zirngibl.

Christoph Ebner stellte heraus, dass die Vereinsgruppen, die bislang im Rathaus ihre Heimat hatten, auch nach dem Umbau wieder hier einziehen möchten. Dem Bauantrag wurde einstimmig zugestimmt, so dass im Frühjahr mit dem Umbau, der mit knapp zwei Millionen Euro kalkuliert wurde, begonnen werden kann. Ende 2019 soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Gemeinderatssitzung

  • Mutter-Kindgruppe:

    Räume für die Gruppe gibt es im Schulgebäude. Dem Antrag der Mutter-Kindgruppe konnte Bürgermeister Jürgen Koch nach Rücksprache mit dem Schulleiter eine Zusage erteilen. Im Schulgebäude kann ein Raum im Erdgeschoss genutzt werden.

  • Asyl:

    In der Gemeinde Pfatter leben derzeit 39 Asylsuchende sowie 34 anerkannte Flüchtlinge.

  • Breitbandausbau:

    Die bisher geplanten Hochleitungen im Bereich Gmünd und Irling werden jetzt als Erdverkabelungen verlegt.

  • Bankett Maiszanter Weg:

    Der Gemeinderat hat beschlossen, dass das Bankett wieder hergerichtet wird. Für den Betrag in Höhe von 2836 Euro wird das Bankett des 2,4 Kilometer langen Maiszanter Weges saniert werden. (lbb)

Kanal wird weiter saniert

Eine weitere Kanalsanierung wird für Straßenabschnitte in der Haidauer Straße, Goethestraße, Zehentstraße und im Schleusenweg erforderlich. „Eine Befahrung mit einer Videokamera hat ergeben, dass hier Wassereintritte und mehrere Schadstellen vorliegen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Koch. Im Haushalt seien hier aber bereits 55 000 Euro eingestellt.

Mit der letzten Vergabe zur Errichtung der Zaunanlagen beim Kindergartenneubau können die Arbeiten fristgerecht abgeschlossen werden. Den Zuschlag zur Errichtung des Gitterzaunes mit einer Höhe von 125 Zentimeter und dem Volumen von 12 183 Euro erhielt die Firma Dobsch Bau GmbH aus Regenstauf.

Dringend benötigt wird ein neuer Schneepflug für den Traktor des Bauhofs. Hier erhielt die Firma Carl Beutlhauser aus Hagelstadt den Zuschlag über 12 971 Euro. Der alte Pflug wird öffentlich ausgeschrieben und an einen privaten Bieter in der Gemeinde veräußert.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Regensburg lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht