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Montag, 20. November 2017 7

Auszeichnung

Politik und Sport sind sein Leben

Obertraubling zeichnete Konrad Hetzenegger als Ehrenbürger aus. Er ist der Vierte, der diesen Titel trägt.
Von Peter Schmid, MZ

Der neue Obertraublinger Ehrenbürger Konrad Hetzenegger im Kreise der Gratulanten Foto: Schmid

Obertraubling.Nun hat Obertraubling ein Quartett: Nach Georg Gattinger, Pius Detterbeck und Franz Rieger wurde nun Konrad Hetzenegger zum Ehrenbürger der Großgemeinde ernannt. Bürgermeister Rudi Graß eröffnete seine Festansprache mit den Worten: „Wenn in einem Wirtshaus festlich gedeckt ist, das Goldene Buch ausliegt, vor der Begrüßung die Musik gespielt hat, wenn viele festlich gekleidete Gäste sich eingefunden haben, dann ist es ein besonderer Abend.“ Die Gemeinde Obertraubling ehre einen besonderen Menschen und vergebe dabei die höchste Auszeichnung, welche die Gemeinde zu vergeben habe, betonte der Rathauschef.

Graß freute sich, dass neben der Familie, Freunden und Wegbegleitern auch Vertreter aus den sportlichen Reihen, wie etwa aus dem Bayerischen Landessportverband, dem Sportverein Obertraubling sowie Vertreter der Schiedsrichterzunft gekommen waren. Denn der Sport, genauer gesagt, der Fußballsport, ist eine lebenslange Leidenschaft von Hetzenegger.

Er kann die Menschen überzeugen

In seiner Laudatio auf den neuen Ehrenbürger zählte Graß die Gründe auf, weshalb einem Bürger die Ehre zu Teil wird. Man müsse Anstand haben, sollte ein vorbildliches Verhalten im privaten, im beruflichen und auch im öffentlichen Leben vorweisen können, zählte der Bürgermeister auf. „Und das kannst du sicherlich, lieber Konrad“, sagte er an Hetzenegger gewandt, und weiter: Um ein Ehrenbürger zu werden bedürfe es herausragender Leistungen, für eine und mit einer Gemeinde. Ein Ehrenbürger solle sich in herausragender Weise um das Wohl der Bürger und um das Ansehen des Ortes verdient gemacht haben, nannte er die Kriterien. Dies alles treffe auf Hetzenegger zu, hob der Rathauschef hervor und nannte die Eckdaten aus dem Leben des neuen Ehrenbürgers.

Auch das kommunalpolitische Wirken und das sportliche Engagement über die Gemeindegrenzen hinaus sprach er an. Als Gemeinderat habe er kein Blatt vor den Mund genommen und sei immer ein Vorbild für Disziplin gewesen. Er habe es in seiner ruhigen Art und mit seinen klaren Worten verstanden, die Kollegen des Rates von einer guten Sache zu überzeugen, lobte Graß. Für sein unermüdliches Engagement zum Wohle der Gemeinde habe er 2006 die Verdienstmedaille der Gemeinde Obertraubling erhalten, blickte Graß zurück. Für sein Engagement im Jugendwohlfahrtsausschuss des Landkreises sei er zwei Jahre zuvor von Monika Hohlmeier in München mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet worden, sagte er.

Auch auf den Fußballsport ging Graß ein und wusste so manche Anekdote zu erzählen, schließlich habe auch er bei Hetzenegger Fußballspielen gelernt.

Ehrenbürger dankt der Verwaltung

Nach der Verleihung der Ehrenbürgerwürde und dem Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde zeigte sich Hetzenegger gerührt: Er wolle sich zuerst bei seiner Frau und seinen Kindern bedanken, die ihn immer unterstützt haben. Ohne die Hilfe wäre vieles nicht möglich gewesen. Für viele seiner Mitstreiter und Weggefährten hatte Konrad Hetzenegger persönliche Worte des Dankes.

Barbar Mullen, die in der Verwaltung Obertraubling die Feierstunde vorbereitet hatte, nannte er liebevoll „Chefin“ und hatte sogar ein kleines Präsent als Dank mitgebracht. Sie habe schließlich die meiste Arbeit gehabt, sagte er augenzwinkernd in ihre Richtung.

Weitere Berichte über Obertraubling finden Sie hier.

Das Leben Konrad Hetzeneggers

  • Vita:

    Konrad Hetzenegger ist am 29. September 1936 in Obertraubling geboren. Nach der Volksschule machte er eine Lehre als Maurer. Ab dem Jahr 1964 war er bei der Stadt Regensburg beschäftigt. Nach dem Einsatz im Tiefbauamt wurde er im Jahr 1999 stellvertretender Bauhofleiter.

  • Partei:

    Hetzenegger gilt als Mitbegründer der Freien Wähler, die 1981 entstanden.

  • Kommunalpolitik:

    Ab März 1980 gehörte Hetzenegger 22 Jahre lang dem Gemeinderat an. Schließlich war er von 1996 bis 2002 dritter Bürgermeister.

  • Sport:

    Im Jahr 1969 übernahm er beim SVO in der Fußballabteilung mit zwölf Buben die C1-Mannschaft. Von 1978 bis 1980 Jugendspielgruppenleiter, von 1980 bis 2006 Kreisjugendleiter, von 1978 bis 2006 Jugendausschuss im Bayrischen Fußballverband.

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