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Literatur

Rolf Peter Sloet schreibt und schreibt

Der Wörther verfasste schon seinen siebten Thriller „Tödliche Diamanten“. Zwei weitere Werke sind im Entstehen.
von Walter Schiessl, MZ

Rolf Peter Sloet ist ein unermüdlicher Schreiber. Sein Buch „Tödliche Diamanten“ ist jetzt auf dem Markt. Foto: ws

Wörth. Das neue Buch, das der Wörther Pensionist Rolf Peter Sloet verfasst hat, ist nach neun Monaten fertig. Der ehemalige Lehrer an der Grund- und Hauptschule nennt das 350 Seiten fassende Werk „Tödliche Diamanten“. Damit setzt der 69-Jährige seine 2006 begonnene Krimi-Reihe fort. Erschienen ist das neue Werk, das 14,90 Euro kostet, im Gietl-Verlag der MZ.

Rolf Peter Sloet stammt eigentlich aus Dinslaken am Niederrhein, wo er nach seiner Schulzeit Zeitsoldat wurde und schließlich durch sein darin integriertes Studium zunächst nach Eichstätt und später nach Regensburg kam. „Dort studierte ich Lehramt für Grund- und Hauptschulen“, erzählt er. Seine Stelle trat er schließlich nach einem kurzen Intermezzo im Landkreis Schwandorf 1980 in Wörth an, wo er sich schließlich ein schmuckes Wohnhaus baute.

„Die Ideen entstehen im Kopf“

Hier kam er am Ende seiner Berufsjahre auf die Idee, doch Kurzgeschichten zu verfassen. „Das hat mich schnell gepackt“, erzählt der Lehrer, der vor 30 Jahren den Tauchsportclub in Wörth gegründet hat. Es mussten immer Kriminalgeschichten sein, die Rolf Peter Sloet verfasste. „Die Ideen entstehen in meinem Kopf“, erzählt der Autor, der 2008 ein erstes Buch fertig hatte. Er liebt es, dramatische Geschichten zu Papier zu bringen. Die ersten drei Bücher, die 2008, 2013 und 2016 auf den Markt kamen, nannte er Zeitmaschinentrilogie mit den Titeln „Kaliber 501 T-Rex“, „Projekt Waikiki Beach“ und das „Gold der Maya“. Um das erste Werk drucken zu können, hatte Rolf Peter Sloet noch 30 Verlage angeschrieben und und nur Absagen erhalten. Schließlich lernte er eine Regensburger Lektorin kennen, die ihm den Tipp für einen Verlag gab, der sich für das Buch des Wörthers interessierte.

„Da kann man im Augenblick gar nichts ausschließen!“

Rolf Peter Sloet

2015 erschien das erste Sloet-Buch im MZ-Buchverlag. „Der Verkauf entwickelte sich immer besser“, sagt der Autor. Fünf bis zehn Seiten bringt der Auto in fast jedem Tag zu Papier. Das Schöne, so sagt er, an seinen Werken sei es, dass sich die handelnden Personen immer weiter entwickeln. So würde der Kommissar aus dem ersten Buch inzwischen im fünften Buch zum Oberkommissar befördert, lacht er und denkt auch schon daran, dass sich der Polizeibeamten in einem seiner nächsten Werke mit einer Frau aus einem Frühwerk verloben werde. „Da kann man im Augenblick noch gar nichts ausschließen“, sagt er augenzwinkernd.

Um die Handlungen seiner Bücher abzustimmen, hat Rolf Peter Sloet einige Freunde und auch seine Frau „in Diensten“. Sie lesen einzelne Kapitel oder Passagen, um dem Autor dann Rückmeldung zu geben. „Wenn meine Frau sagt, diese Handlung erscheint ihr unlogisch, dann ändere ich das“, sagt der 69-Jährige, der geradezu an Energie sprüht, wenn er von seinen nächsten Plänen erzählt. „Die Geschichten gehen weiter“, kündigt er an und lässt wissen, dass er in seine Werke viele Aufenthalte in fernen Ländern einbezieht. „Wenn ich von Bali erzähle, dann war auch schon dort“ sagt der sportliche Wörther, der schon Tauchgänge im Atlantik, im Pazifik, im Roten Meer, der Karibik und im Mittelmeer absolviert hat. Er könne seine Erfahrungen aus zahlreichen Reisen in seine Bücher einbringen, ebenso Personen, die er irgendwann mal kennengelernt hat, aber für die Bücher natürlich verfremdet werden.

Sloets Kriminalgeschichten gehen nicht immer gut aus, sie erzählen seinen Worten nach zunächst einmal Realitäten, werden dann meist in seiner Fantasie fortgeschrieben. „Der Stoff ist aber nichts für Zartbesaitete“, macht der Autor klar, der aber keine Verkaufszahlen preisgibt. „Diese sind ein Geheimnis des Verlags“, sagt er.

„Ein Hochgefühl für den Autor“

Das Schreiben, so sagt der Wörther, der 2013 im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand ging, halte ihn fit. Man ist geistig einfach gefordert und es halte ihn jung, sagt der Autor, der sich 1988 mit Frau und Tochter in Wörth angesiedelt hat. Zudem sei es schon eine schöne Sache, in irgendeinen Buchladen zu gehen und dort seine Werke in den Regalen zu sehen. „Das gibt jedem Autor ein Hochgefühl“, sagt Rolf Peter Sloet, der inzwischen sein achtes Buch, eine Dystopie, schon fertiggestellt hat und es zur Bearbeitung im Verlag schon abgeliefert hat. „Ich schreibe ja schon an meinem neunten Werk“, sagt der unermüdliche Erzähler, der es liebt, die Ideen für seine Geschichten fast rund um die Uhr zu sammeln.

Rolf Peter Sloets neuestes Buch

  • Geschichte:

    „Tödliche Diamanten“ dreht sich um eine 14-Jährige, die entführt wird. Oberkommissar Igor Reisch übernimmt die Ermittlungen und schafft es, den Entführer, der sich im Umfeld des Mädchens gut auskennt, zu schnappen. Als er den Mann, der das Versteck der 14-Jährigen nicht nennt, schlägt, muss er seinen Dienst quittieren. Ingo Reisch sattelt um und arbeitet als Fahrer für eine Firma, die wertvolle Diamanten quer durch Europa transportiert. Er fährt einen Wagen der Luxusklasse.

  • Verräter:

    Im Wagen von Ingo Reisch ist ein Safe eingebaut, in dem Hochkaräter im Wert von 90 Millionen Euro liegen. Das Gefährt wird elektronisch überwacht, aber dennoch gelingt es einer internationalen Terroristengruppe, des Wagen des Fahrers zu kidnappen und ihn spurlos verschwinden zu lassen. Ingo Reisch weiß nun, dass es einen Verräter in der Firma gibt. Er weiß auch, dass sein Leben keinen Pfifferling mehr wert ist und hofft aber dennoch auf einen Erfolg der Polizei.

  • Chance:

    Die Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamts und der Regensburger Kripo laufen ins Leere und auch die Polizeibeamten wissen nicht, wem sie trauen sollen und wem nicht. Die Verbrecher zeigen dann ihr wahres Gesicht und schrecken auch vor einem Mord an Unschuldigen nicht zurück. Sie wollen mit aller Gewalt ihre Ziele erreichen. Den Tod vor Augen erkennt Igor Reisch, dass er nur eine einzige Chance hat, sein Leben zu retten. Er setzt alles auf eine Karte...

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