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Sonntag, 24. September 2017 20° 3

Genuss

Schmankerl aus drei Zentnern „Agria“

Zum Kartoffelfest des OGV kamen mehr als 500 Gäste nach Gebelkofen. Es gab Erdäpfel-Spezialitäten nach alten Rezepten.
Von Karl Matok, MZ

  • Das OGV-Verpflegungsteam um Wirtin Gerlinde Löffler (vorne) hatte beim Kartoffelfest in Gebelkofen alle Hände voll zu tun. Foto: Matok
  • Ein Renner beim Kartoffelfest in Gebelkofen war der Bröselschmarrn mit Wammerl und Kraut neben Reiberdatschi mit Apfelkompott. Foto: Matok

Obertraubling.So einen gewaltigen Ansturm von Besuchern aus nah und fern wie am Festtag „Mariä Himmelfahrt“ hat der Ortsverschönerungs- und Gartenbauverein (OGV) Gebelkofen zu seinem 13. Kartoffelfest „Wie zu Omas Zeiten“ noch nicht erlebt. Dem 90-jährigen OGV-Chef Willi Kellner, der vor 13 Jahren die Idee zu diesem Fest hatte, standen die Schweißperlen auf der Stirn, ob der langen Warteschlange vor der Essensausgabe. „Für 400 Besucher haben wir im Hofraum des Landgasthofs Löffler Tische und Bänke aufgestellt und bestuhlt“, sagte Willi Kellner. Aber weit über 500 kamen, um sich die Erdäpfel-Spezialitäten schmecken zu lassen.

Einige zogen angesichts der langen Warteschlange von dannen, um später nach dem großen Ansturm das Mittagessen einzunehmen. „Mit solchen Menschenmassen schon weit vor dem offiziellen Beginn des Essens haben wir nicht gerechtet“, meinte Kassier Markus Kellner und strahlte trotz der Hektik über das ganze Gesicht.

Wartezeit gerne in Kauf genommen

Obertraublings Gemeinde-Geschäftsstellenleiter Reinhard Kilian nahm die Wartezeit gerne in Kauf, kommt er doch schon seit Beginn mit Frau und Bruder nach Gebelkofen, „denn wir lieben diese Speisen“. „Früher war dies ein Arme-Leute-Essen. Heutzutage aber sind diese Spezialitäten geworden, die nicht mehr jede junge Hausfrau machen kann“, meinte Renate Treitinger und genoss mit Mann Sebastian das verspätete Mittagessen. Jung und Alt ließen sich in fröhlicher Gemeinschaft kulinarisch von Kartoffelspezialitäten verwöhnen und vom Duo „Mamma Mia“ mit Erwin Schaller und Waltraud Müller musikalisch unterhalten. Angetan vom bürgerlichen Essen waren auch Bürgermeister Rudi Graß mit Gattin Christl, viele Gemeinderäte, stellvertretender OGV-Kreisvorsitzender Harald Bauer aus Köfering, Dekan Pfarrer Anton Schober aus Thalmassing und Vertreter von Vereinen. Die Ehrengäste lobten das traditionelle Fest und hoben die Bedeutung der Veranstaltung für die Dorfgemeinschaft hervor. Sie alle hatten Appetit auf die leckeren Kartoffelgerichte.

Thematisch im Mittelpunkt stand der „Apfel der Erde“, der viele Beinamen aufweisen kann. Willi Kellner besorgte auch heuer die mehlige Sorte „Agria“, als die „Königin der Knolle“, die sich zu liebevollen leckeren Kartoffelgerichten, wie Reiberdatschi oder Kartoffelsuppe verarbeiten lasse.

Eine 30-köpfige Arbeitsgruppe

Viel Vorbereitungsarbeit war für diesen Tag geleistet worden. Die fleißige 30-köpfige Arbeitsgruppe um Wirtin Gerlinde Löffler, alle in grünen Vereinsschürzen gekleidet, wurde durch die Familie Josef Kellner, 2. OGV-Vorsitzender, bei der Herstellung der Kartoffelspezialitäten in der Küche und an den Bratöfen unterstützt.

Fast drei Zentner der braunen Feldfrucht aus Alteglofsheim hatte das eingespielte Team bereits ab sechs Uhr früh gekocht, gestampft und gerieben, um daraus Schmackhaftes für die Gäste zu zaubern. Absoluter Knüller war die deftige Variante zum Schmankerlteller mit Bröselschmarrn, Kraut, Wammerl oder Pfälzer.

Ein vielfältiges Angebot

  • Gäste:

    Dass die „Gebelkofener Erdäpfelschmankerl“ bestens munden, hat sich schon weit herumgesprochen. So kamen Liebhaber altbayerischer Schmankerl aus der ganzen Umgebung, wie Alteglofsheim, Bad Abbach, Hagelstadt, Köfering, Neutraubling, Obertraubling, Thalmassing, Regensburg und auch behinderte Mitbürger aus dem Gebelkofener Lebenshilfezentrum.

  • Nachspeise:

    Wer nach dem üppigen Mahl noch Appetit auf Kaffee und Kuchen hatte, der konnte am großen Kuchenbüfett unter 30 selbstgebackenen Kuchen und Torten wählen, die die vereinseigene OGV-Jugendgruppe „Biberbande“ mit Leiter Andreas Ehmann anbot. Um die ganz kleinen „Biberkinder“ kümmerte sich Ehmann am Nachmittag mit Spielen. (lok)

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