mz_logo

Gemeinden
Montag, 20. November 2017 7

Bilanz

Volksfest: 238 Hektoliter ausgeschenkt

Die Besucher der Veranstaltung in Hemau waren durstig. Sie tranken zwar weniger Bier, aber immer mehr alkoholfreie Getränke.
Von Bernhard Seiberl, MZ

Ein Prosit der Gemütlichkeit – ein bisserl Feiern im Festzelt geht immer. Foto: Archiv/Seiberl

Hemau. Das Volksfest in Hemau im September gehört zu den gesellschaftlichen Höhepunkten in der Region. Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch – und so zog Bürgermeister Hans Pollinger bei der jüngsten Sitzung Bilanz.

Der Rathauschef zeigte sich hoch erfreut, dass auch an den Nachmittagen das Festzelt mit seinen Attraktionen viele Gäste anlockte. Der Tangrintelnachmittag, die Fernsehstars von „Dahoam is Dahoam“, der Kindernachmittag mit dem Marionettenspiel und die Modenschau sorgten an allen Tagen für einen sehr guten Besuch.

Mittagessen nach Festmesse ist in

Der Sonntagvormittag mit dem Zeltgottesdienst wurde auch „sehr gut angenommen“. Viele Gottesdienstbesucher blieben anschließend noch zum Mittagessen. Der Speisenverkauf am Sonntag dürfte so rekordverdächtig gewesen sein. Eines betonte der Bürgermeister besonders: Es sei auf dem Volksfest friedlich geblieben - und das sei wichtig. Auch Volksfestreferent Franz Hofmeister ließ die fünf Tage vor dem Finanzausschuss nochmals Revue passieren. Er sprach Dr. Frieder Roßkopf seinen Dank aus. Diesem sei es wieder gelungen, mit Künstlern aus Hemau und Umgebung ein anspruchsvolles und kurzweiliges Programm am Tangrintelnachmittag zu präsentieren.

Am Volksfestauszug beteiligten sich 52 Vereine mit etwa 700 Teilnehmern. Den Volksfestbus nützten 848 Personen, 58 weniger als im Vorjahr, der Zuschuss der Stadt belief sich auf 1334 Euro. Der Busbetrieb werde bis auf Weiteres so beibehalten, bestätigt Hofmeister. Pollinger verwies auf die Buslinie 28. Auch sie werde von Volksfestbesuchern gut genutzt.

Gegenüber dem Vorjahr wurden insgesamt 5,11 Hektoliter Getränke mehr verkauft, aber beim Festbier, Weizen und alkoholfreiem Bier kam es zu einem Minus von 1,64 Hektolitern. Bei den anderen alkoholfreien Getränken kam es zu einem Plus von 6,75 Hektolitern.

Ein Reizthema sind die Platzreservierungen und in diesem Zusammenhang der Vorverkauf. Mehrfach Kritik gab es deshalb zu den Öffnungszeiten des Festbüros. Hofmeister dazu: Wenn trotz angekündigter Zeit – 14 Uhr – bereits vormittags Plätze verkauft würden, sei das nicht in Ordnung, sagte der Referent und kündigte an, hier Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen. Den Gedanken gar keine Reservierungen mehr zuzulassen, wurde dennoch im Gremium verworfen. Da ja in diesem Jahr nur maximal die Hälfte der Plätze reserviert werden durfte, sollen erst einmal Erfahrungswerte gesammelt werden.

Mag sein, dass das kühle Wetter schuld war, dass an den Abenden das Festzelt nicht immer gerade zum Bersten voll war, es könnte aber auch an der einen oder anderen Showband gelegen haben, so der Tenor im Stadtrat.

Klaus Schmidmeister etwa wünscht sich für den Volksfestauftakt am Freitag einen „Knaller“. Alfred Paulus merkte indes an: „Wäre das Wetter besser gewesen, hätte der Freisitz nicht ausgereicht.“ Petra Lutz sah das Volksfest als „insgesamt gelungen“ an. Als Seniorenbeauftragte freue sie sich über den guten Zuspruch der Senioren am Samstagnachmittag. Kritisch sah Lutz die Kabelverlegung von der Bühne zum Mischpult und sprach von einer „reinen Stolperfalle“. Dies dürfe nicht mehr passieren. Und: Der Vorplatz vor den Toiletten sei zu schwach beleuchtet gewesen und die Reinigung der Damentoilette habe zu wünschen übriggelassen. „Mit Spinnweben an den Fenstern und an der Decke wirft es kein gutes Bild auf uns“, so ihre kritische Bemerkung. Hofmeister versprach, den Mängeln so weit wie möglich nachzugehen.

Musikangebot in der Diskussion

Eine Zelterweiterung wird vorerst nicht mehr geplant. Hier gelte es die Entwicklung abzuwarten. Der Freisitz sei bei gutem Wetter eine Entlastung, so Hofmeister. Für die Musik im nächsten Jahr gibt es verschiedene Vorschläge des Festwirts. Außer der Band „Donnerweda“, die für den Samstag gesetzt ist, sei noch vieles diskussionswürdig, so der Referent. Das Budget müsse natürlich auch beachtet werden. Die Verwaltung wird hierzu Vorschläge ausarbeiten. Die Verträge mit den verschiedenen Schaustellern würden bis Ende des Jahres abgeschlossen. Festwirt Greiner ist vertraglich bis 2020 gebunden, so Hofmeister.

Statistik

  • Getränkeumsatz:

    238,14 Hektoliter – das ist ein Plus von 5,11 Hektoliter gegenüber 2016.

  • Tendenz:

    Alkoholfreie Getränke sind weiter auf dem Vormarsch – von 64,5 im Jahr 2016 auf> 71,25 Hektoliter 2017. Das ist ein Plus von 6,75 Hektoliter.

  • Tangrintelnachmittag:

    927 von 1138 Senioren folgten der Einladung der Stadt.

  • Volksfestbus:

    Er fährt auch 2018 wieder. Die Abfahrszeiten sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden. Die Stadt bezuschusst regelmäßig den Fahrbetrieb, 2017 waren es 1334 Euro, 2474 Euro erbrachte der Ticketverkauf.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht