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Sonntag, 19. November 2017 7

Feuerwerk

Walhalla: FFW sorgte für Sicherheit

Während Tausende die bunten Farben in Donaustauf bewunderten, waren 140 Ehrenamtliche der örtlichen Feuerwehren im Einsatz.
Von Petra Schmid, MZ

13 Passagierschiffe brachten sich in Stellung. Auf die Walhalla durfte keiner außer Feuerwehr und Sicherheitskräften. Fotos: Feuerwehr Donaustauf

Donaustauf.Das Feuerwerk zum 175. Walhalljubiläum faszinierte zehntausende Menschen. Während viele Passagiere der Schiffe und noch mehr Zuschauer auf dem Trockenen das Spektakel am Himmel verfolgten und der abgestimmten Musik ergriffen lauschten, waren andere im Einsatz, damit alles glatt lief.

Denn für so ein gigantisches Event müssen viele Dinge im Hintergrund geschehen, über welche sich die meisten Besucher des Feuerwerks wohl gar keine Gedanken machen.

Denn die Sicherheit spielt neben dem aufwendigen Feuerwerk eine große Rolle. Rund 140 Feuerwehrler waren neben Polizei und Security-Kräften im Einsatz, um das Walhalla-Jubiläum zu ermöglichen.

Nicht nur eine halbe Stunde

Während das Feuerwerk nur eine halbe Stunde dauerte, waren die Kräfte schon in den Stunden davor und danach noch bis kurz vor Mitternacht auf beiden Seiten der Donau gefordert. „Um solch ein Feuerwerk mit vielen tausenden Besuchern an Land und auf Wasser stattfinden lassen zu können, benötigt es eine enorme Sicherheitsstruktur“, sagt Christopher Möck, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Donaustauf, der die Feuerwehrler auf der Donaustaufer Seite koordinierte.

Alle Artikel unserer Serie „175 Jahre Walhalla“ finden Sie hier.

Weiter erklärt er: Diese Sicherheitsstruktur umfasse viele verschiedene Behörden und Organisationen. Gefordert seien hier Gewerbeaufsichtsamt, Polizei, Security, aber auch die Feuerwehr. Auf der Donaustaufer Uferseite, seien rund 70 Feuerwehrdienstleistende, in verschiedenen Abschnitten und Schichten eingeteilt gewesen und auf der Sarchinger Uferseite waren ebenso viele Aktive im Einsatz.

Was die vielen Besucher des Spektakels vielleicht wahrnahmen, waren die Feuerwehrkollegen, die für die Verkehrsabsicherung zuständig waren und eventuell die Einfahrt zu einem geplanten Parkplatz verwehren mussten oder bei der Umleitung behilflich waren.

Wer das Feuerwerk verpasst hat, kann es hier im Video bewundern.

Das Feuerwerk im Video.

Für die Autofahrer gab es von den Einsatzkräften ein Rundum-Lob. Der Informationsfluss habe sehr gut geklappt, es seien viele mit den Shuttlebussen angereist. Der Rest brachte das notwendige Verständnis dafür auf, dass man unter Umständen in letzter Sekunde keinen Parkplatz in direkter Nähe finden konnte.

Mit den Parkplätzen gab es beim Festakt Probleme. Warum die Ehrengäste zur Kasse gebeten wurden, erfahren Sie hier.

Woran wohl niemand dachte, der sich das musikalische Feuerwerk ansah, ist , dass die Walhalla bei so einem Event auch vor Bränden geschützt werden muss. Ein Feuerwerk birgt immer auch Gefahr durch Funkenflug oder glimmende Raketenrückstände. Bereits im Vorfeld habe er mit seinen Leuten eine entsprechende Übung abgehalten.

Auch die MZ-Leser haben einige sehenswerte Aufnahmen vom Feuerwerk gemacht. Senden Sie uns gerne auch Ihre zu.

Leserfotos vom Walhalla-Feuerwerk

„Nach dem Feuerwerk musste das Dach der Walhalla nach Rückständen oder Glut vom Feuerwerk abgesucht werden“, verdeutlichte Möck. Dies sei eine der Vorgaben vom Ministerium gewesen. Das notwendige „Personal“ dafür müsse auch bereitgestellt werden. Da dies nicht nur von der Donaustaufer und Sarchinger Feuerwehr allein zu bewältigen war, habe man die umliegenden Feuerwehren frühzeitig informiert und miteinbezogen.

Zum Jubiläum brachte Franz Kastenmeier ein vergessenes Strauss-Stück ans Tageslicht. Alles zum Walhalla-Walzer finden Sie hier.

Fabian Kaptein, zweiter Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Barbing, war neben Ernst Heller von der Wehr Sarching, Ansprechpartner auf Sarchinger Donauseite. Hier sei die Hauptaufgabe das Absperren der zahlreichen Flurwege in der Nähe des Hochwasserdamms, wo viele das Feuerwerk verfolgten, gewesen.

Fürs leibliche Wohl gesorgt

Außerdem wurde der Großparkplatz am Sarchinger Weiher von der Feuerwehr betreut. Erfreulich sei gewesen, dass von Anfang klar gewesen sei, dass die Feuerwehren Verpflegungsstände betreiben durften. So habe man ein wenig Geld in die Vereinskasse bekommen und könne wieder Anschaffungen oder Projekte für die Jugend finanzieren, sagt der Sarchinger Kommandant.

In den Sperrbereich durften nur Feuerwehr und Wasserschutzpolizei.

Während die meisten Feuerwehrkräfte auf der südlichen Donauseite wenigstens das Feuerwerk verfolgen konnten, hatten die Donaustaufer Kollegen nicht immer so viel Glück. Möck bedankt sich besonders bei allen, die trotzdem Dienst taten, obwohl sie nicht einmal etwas vom Event mitbekamen. „Es gab keinerlei Zwischenfälle und die Kommunikation sowie die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten waren gigantisch“, lobt er.

Anerkennung gab es auch von Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer.

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Die Ortswehren seien für die Organisation selbst verantwortlich gewesen. Nur die Koordinierung der Sperrbereiche sei über das Landratsamt erfolgt, sagte er. „Die einzelnen Feuerwehren haben sich gut vorbereitet und abgesprochen“, hob Scheuerer hervor. So ein einmaliger Event könne von den Freiwilligen Feuerwehren gut organisiert werden, aber jährlich würde es die betroffenen Feuerwehren wohl doch vor Herausforderungen stellen.

Auch ohne das Feuerwerk gibt die Walhalla einen schönen Anblick ab. Eine Bilderreise zurück ins 19. Jahrhundert finden Sie hier.

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