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Samstag, 18. November 2017 5

Bühne

Zwei Wirte sorgen für Turbulenzen

Die Theatergruppe Thalmassing begeistert mit „Im weiß-blauen Schimmel“. Schon vor über 20 Jahren feierte sie damit Erfolge.
Von Theresia Luft, MZ

Nicht nur der Gemeindediener Zipfl (rechts) sorgt im Stück „Im weiß-blauen Schimmel“ für Lacher. Foto: Theresia Luft

Thalmassing.Was die Theaterabteilung des FC Thalmassing schon 1996 einmal auf die Bühne brachte, war auch bei der Wiederholung 2017 ein voller Erfolg. Mit dem bayerischen Schwank „Im weiß-blauen Schimmel“, aufgeführt auf der Bühne im Sportheim des FC Thalmassing, begeisterten die Schauspieler von der ersten Szene an ihr Publikum.

Es gab auch noch eine weitere „kleine“ Premiere zu feiern. Seit zehn Jahren spielt die Theatergruppe nun auf ihrer Bühne, die sie im Sportheim selbst gebaut haben. Zuvor hatten sie 24 Jahre lang im im Sperger-Saal gespielt. Bei acht Abendvorstellungen und einer Sonntag-Nachmittagsvorstellung, extra für Familien, gibt die Theatergruppe auch heuer wieder ihr Bestes. Ein soziales Engagement gibt es jedes Jahr zusätzlich: Für die Bewohner der Lebenshilfe wird in Gebelkofen eine Extra-Vorstellung gegeben.

Zwei zerstrittene Wirtsleute

Im Mittelpunkt stehen die Zwillingsbrüder Nepomuk „Muckl“ und Alois, die zerstritten sind und jeder ein Wirtshaus, einer den weißen Schimmel und der andere den blauen Schimmel, betreiben. Die Liebe und ein bisschen Hinterlist, zahlreiche Verwicklungen und Missverständnisse sorgen für eine turbulente Komödie.

Der Gemeindediener Zipfl, der dem Bier nicht abgeneigt ist, eine Professorin mit einem Experimentier-Stuhl und der abgefahrene Gepäckträger Charly, der übrigens das erste Mal in Thalmassing auf der Bühne steht und sich seine Rolle sozusagen auf den Leib schrieb, sorgen ebenso für Lacher wie die Magd Rosl und Girgl, der Hausl. Mit ihrer „besonderen“ Art begeisterten die beiden und strapazierten die Lachmuskeln der Zuschauer gewaltig. Wortwitz, passende Gestik und Mimik rundeten die schauspielerischen Leistungen ab.

Am Schluss, wie kann es anders sein, fanden alle, die zusammen gehörten, zusammen und für die Schauspieler gab es einen „Riesen-Applaus. Für die Liesl, die auf der Bühne einen Heiratsantrag von ihrem Alois mit Blumenstrauß und Zylinder bekommt, ist das Theaterstück sicher besonders lustig. Denn „Liesl“ und „Alois“ sind auch im wirklichen Leben ein Ehepaar – und wer kann schon von sich sagen, immer wieder einen Heiratsantrag zu bekommen. Die Gesangseinlagen mit Klavierbegleitung kamen ebenso sehr gut an. Am Schluss sangen alle gerne mit bei „Im weiß-blauen Schimmel“.

Glücks-Ravioli vor der Premiere

Klavierspielerin Romy Helgert erzählte der MZ, „meine Mama spielt schon lange Theater. Dazu gibt es in unserer Familie sogar ein kleines Ritual. Es war Tradition, dass es vor den Auftritten immer Ravioli zum Essen gab.“ Das gehörte einfach dazu, das waren „Glücks-Ravioli“. Dieses Mal spielt die Mama die etwas dusselige Magd Rosl. Sie geht ganz und gar in ihren Rollen auf und lebt diese. „Im Theaterspielen habe ich meine Erfüllung gefunden. Es mach mir einfach Spaß, das Publikum zu unterhalten und ein durchwegs positives Feedback zu bekommen“, so Irene Helgert, die begeistert ist, dass im Team Alte und Junge vertreten sind.

Vitus aus Wolkering war mit seinen Freunden gekommen. „Unser Freund spielt heute zum ersten Mal Theater, er ist der Gepäckträger. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir zuschauen. Wirklich super das Stück, die Premiere wollten wir uns nicht entgehen lassen.“ Aus den Reihen des Publikums war ein begeistertes „Schee ham’s wieder gespielt“ zu hören.

Abteilungsleiter Otto Fuß bedankte sich bei allen, die wieder zum Gelingen der Thalmassinger Theatersaison beitrugen, ob vor oder hinter der Kulisse. „Dadurch können wir unserem Publikum ein richtiges „Wohlfühl-Theater“ mit gepolsterten Stühlen und einen Rundum-Service bieten“, betonte Fuß. Außerdem sei es der Theatergruppe gelungen zwei neue Schauspieler in ihre Reihen aufzunehmen, freute sich der Abteilungsleiter.

Theater Thalmassing: Der weißblaue Schimmel

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