mz_logo

Gemeinden
Samstag, 23. September 2017 21° 3

Gaudiwurm

41 Gruppen ziehen durch die Straßen

In Beratzhausen werden am Faschingssamstag rund 1100 Aktive beim Umzug erwartet. Zehn große Motivwagen sind dazu angekündigt.
Von Ingrid Kroboth, MZ

  • Ob Lokomotive Emma, Piraten oder lebende Puppen – beim Faschingszug in Beratzhausen wird es viel zu sehen geben. Fotos: Kroboth
  • Ein Blumenhut — das macht Spaß Fotos: Kroboth
  • Bunte Narren Fotos: Kroboth
  • Hexen sind unterwegs Fotos: Kroboth

Beratzhausen.Im ganzen Gemeindegebiet wird seit Wochen fantasievoll gewerkelt – gesägt, gehämmert und dekoriert. Der Faschingssamstag rückt näher – und damit der dritte Gaudiwurm, der sich seit seiner Reanimierung durch die Straßen der Marktgemeinde schlängeln wird. Die Fieberkurve steigt, das Narrenvolk ist in erwartungsvoller Hochspannung.

Bisher haben sich 41 Gruppen mit rund 1100 Aktiven angemeldet, viele aus dem Zentralort. „Aber auch die Ortsteile sind wieder stark vertreten“, freut sich Gardepräsident Christian Eglmeier über das Engagement aus Pfraundorf, Mausheim und Schwarzenthonhausen. Sogar aus Breitenbrunn will eine Fußgruppe kommen. Erstmals dabei ist auch die Wasserwacht Hemau.

Bisher sind etwa zehn große Motivwagen gemeldet, dazu nochmal rund zehn kleinere Aufbauten und etliche Fußgruppen. Diesmal begleiten gleich vier Musikkapellen den Narrenzug: die Blaskapellen Beratzhausen und Oberpfraundorf, der Kolping-Spielmannszug und die Bergkapelle Otterzhofen. Fünf Faschingsgesellschaften werden dabei sein. Selbstverständlich ist das die heimische Prinzengarde mit ihrem gesamten Hofstaat. Aus der Nachbargemeinde Hemau hat sich das Herrscherpaar samt Gefolge angemeldet, ebenso aus Hohenfels, Teugn und – noch mit kleinem Fragezeichen – auch Diesenbach.

Besonderer Zug zum Jubiläum

Nach gut 40 Jahren Faschingszug-Abstinenz sind die Beratzhausener begeistert, motiviert und erleichtert, dass diese alte Gaudi-Tradition endlich wieder zum Jahresprogramm gehört – ganz besonders heuer, zum Jubiläum „1150 Jahre Markt Beratzhausen“. Da schwingt freilich auch ein gewisser Ehrgeiz mit, die Saison mit einem närrischen Höhepunkt zu den Jubelfeierlichkeiten abzuschließen.

Immerhin ist Beratzhausen in den letzten Jahren „zur Faschings-Hochburg herangewachsen“, freut sich Gardepräsident Christian Eglmeier nicht nur über das Lob aus der Narrengilde, sondern auch über die Unterstützung aus dem heimischen Lager.

In Pfraundorf haben sich die Vereine als Dorfgemeinschaft ans Werk gemacht und arbeiten an zwei Wagen zum Thema Wiendlgelände und Supermarkt-Ansiedlung. „Mit großen Aufbauten und viel Fußvolk“ werden die Pfraundorfer, Rechberger, Schrotzhofener, Oberwaberger ihre Meinung zu dem Thema durch die Straßen tragen. Wie von Gerhard Gleixner zu erfahren war, teilen sich die mitwirkenden Vereine die Kosten für Wagengestaltung und Kostüme. Der Sportverein macht selber was.

Ein Partywagen mit Tanzbühne

Die Schwarzenthonhausener kommen heuer ganz unpolitisch „handsam“ nach Beratzhausen. Wie Alois Hierl ankündigte, schickt der Ortsteil einen Partywagen mit Musik und Tanzbühne auf die Straße. Doch bevor sich die Zugnummer auf den Weg vom Berg runter in den Hauptort macht, treffen sich die rund 30 Akteure beim Wirt zu einer stärkenden Brotzeit.

Mit dabei sind auch die „Vogelscheuchen“ vom Bund Naturschutz Beratzhausen, die sich auf die Jagd nach Gemüsedieben und Pleitegeiern machen. Und mit großem Aufwand arbeitet der Mittwoch-Stammtisch an seinem „letzten Engl-Bräu-Kasten“, der am Faschings-Samstag schon früh morgens zum Weckruf durch Pfraundorf und Beratzhausen rollt.

Der Umzug

  • „Treff & Party“

    ist am Samstag, 7. Februar zum Faschingszug-Auftakt ab 13 Uhr am Volksfestplatz angesagt.

  • Um 14 Uhr

    startet der Faschingszug vom Volksfestplatz über die Laaberer-straße durch den Markt zur Bahnhofstraße, wo sich der Zug an der Zufahrt zur Schule auflöst.

  • Anschließend

    sind alle Akteure und Zuschauer zur Faschingsparty an und in der Schule eingeladen. Ab 16 Uhr spielt dort die Showband „Donnaweda“.

  • Die Ortsdurchfahrt

    ist am Samstag für eineinhalb Stunden gesperrt. Sobald die letzte Zugnummer die Laberbrücke passiert hat, kann die Umleitung über die Bischof-Weig- und Falkenstraße befahren werden. (lik)

Christian Eglmeier ist „überwältigt und begeistert“ von dem Zuspruch, wo er doch diesmal „mit 30 Gruppen schon zufrieden“ gewesen wäre. Dass auch heuer wieder über 40 Zugnummern dabei sind, macht ihn sehr stolz. „Und wenn das Wetter mitspielt kommen bestimmt auch wieder tausende Zuschauer“, ist der Präsident sicher.

Entsprechend gut organisiert ist die Verpflegung in der Marktstraße, wo an mehreren Ständen Getränke angeboten werden. Von einem geräumigen Hänger aus im Bereich des Pfarrhofes wird „Ehrenhofident“ Herbert Gabriel zusammen mit Präsident Christian Eglmeier den Zug moderieren und kommentieren.

Wenn der letzte Gaudiwagen durch die Marktstraße gefahren ist, sind Zuschauer und Akteure zur großen Faschingsparty vor und in der Schule eingeladen – bei Gulaschsuppe, Grillwürstl, Steaks, Kartoffelsuppe und heuer erstmals auch Kaffee und Kuchen. Die Bar ist geöffnet, mehrere Stände mit harten und weichen, warmen und kalten Getränken – und dazu gibt es Musik, Musik, Musik. Die Beratzhausener Garde samt Hofstaat wird am Schuleingang ein Spalier bilden und nochmal alle Teilnehmern am Faschingszug vorstellen.

Weitere Nachrichten zum Faschingstreiben in der Region

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht