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Spatenstich

Sportheim: Engagement als Grundstein

Der TSV Bernhardswald baut ein neues Haus. Das alte ist schon abgerissen Im neuen Haus wird der Jugendtreff integriert.
Von Ralf Strasser, MZ

  • Das alte Sportheim ist abgebrochen. Jetzt erfolgte bereits der inoffizielle Spatenstich für das neue. Fotos: Strasser
  • Matthias Märtz und Thomas Straub (Sparkasse), Johann Jemetz, Alfons Ebneth, Bürgermeister Werner Fischer, Architekt Franz Hof, Rainer-Michael Rößler und Johannes Promesberger (von links) trafen sich zum Spatenstich.

Bernhardswald.Die Grundstimmung passt. „Es wird“, sagt Alfons Ebneth. Der Vorsitzende des TSV Bernhardswald steht vor einer großen Baugrube, dort wo 50 Jahre lang das Sportheim seinen Platz hatte. Jetzt ist das alte Haus geschreddert, liegt 100 Meter weiter auf dem Parkplatz und wartet auf seinen Abtransport. Es war in die Jahre gekommen, war nicht mehr zeitgemäß. Duschen fehlten, es gab keine Wärmedämmung, die Heizanlage war veraltet und das Eternitdach undicht. „Für die stärkere Nutzung durch Fußball, Skaterhockey oder Orientierungslauf nicht mehr ausreichend“, befanden die Abteilungen über ihr altes Sportheim.

Die Hürden waren hoch

2011 reift daher die Idee für ein neues Heim, einschließlich für das Vorhaben, dort auch den Jugendtreff der Gemeinde Bernhardswald zu integrieren. Das Problem bei der Planung: Der Verein verfügte lediglich über ein Startkapital von exakt 516 Euro, da zuvor schon das Stockschützenhaus und ein Kleinfeld für den Nachwuchs realisiert worden waren. Auch das Grundstück, auf dem das gebäude entstehen sollte, gehört nicht dem TSV. Doch der Vereinsvorsitzende ist bekannt dafür, dass er sich von diesen „Kleinigkeiten“ nicht abschrecken lässt.

Die Hürden waren jedoch immens hoch und türmten sich im Laufe der Zeit noch höher. Die Zuschussregelungen für den Jugendtreff ändern sich, die Gemeinde musste mit ins Boot geholt, Geldgeber gefunden, Kredite beantragt und eine Erbpachtregelungen gefunden werden. Das größte Problem war die Finanzierung, aber Not macht erfinderisch. Sponsoren wurden gesucht und gefunden, zahlreiche Aktionen gestartet. „Wir haben zweimal die Deutsche Turngruppenmeisterschaft organisiert und damit Geld sammeln können“, erinnert sich Ebneth, den zwischenzeitlich eine schwere Krankheit durch einen Zeckenbiss außer Gefecht setzt.

Abriss schon Mitte Juni

Doch Ebneth hat ein gutes Vorstandsteam, allen voran Sepp Gietl, von dem der dritte Vorsitzende Johann Jemetz, sagt, er sei die gute Seele im Verein und überall zu finden, wo Arbeit Helfer sucht.

Letztendlich nimmt das neue Sportheim die Formen an, für die der Architekt Franz Hof verantwortlich zeichnet. Nach vielen Terminen bei Ämtern, Sparkasse, Notar, Firmen und Gemeinde war es heuer Mitte Juni soweit: Die Mitglieder des TSV Bernhardswald legten Hand an, rissen das alte Gebäude ab und hoben die Baugrube aus. Neben Alfons Ebneth stand jetzt beim Ortstermin mit der MZ auch Johannes Promesberger an der Baustelle. Der Bauunternehmer ist guter Dinge was Baubeginn und Fertigstellung betrifft. „Wir wollen noch in diesem Jahr mit dem Rohbau fertig sein, Ende Oktober sollte der Dachstuhl stehen.“

Einweihung im Herbst 2016

  • Kosten 600 000 Euro

  • Finanzierung: Geschnürt wurde ein Gesamtpaket von 600 000 Euro, das auch eine Flutlichtanlage für den Sportplatz mit einschließt. Darin ist ein erheblicher Teil als Eigenleistung des Vereins enthalten. Dazu kommen eine Beteiligung der Gemeinde, die auch den Grund zur Verfügung stellt, Spenden und Zuschüsse von BLSV und dem Bayerischen Jugendring. Die Sparkasse Regensburg stellt den Kredit.

  • Rohbau im Oktober fertig

  • Bauplanung: Ende Oktober soll der Rohbau fertig sein, danach erfolgt der Innenausbau. Ebenso wird ein neuer Weg zum Sportheim geschaffen. Die Einweihung des Hauses mit integriertem Jugendheim erfolgt im Herbst 2016

  • Verein braucht Spenden

  • Spenden: Der Verein ist nach wie vor auf Spenden angewiesen. Ansprechpartner ist der Vorsitzende, Alfons Ebneth, Tel. (09408) 869559 oder alfons.ebneth@t-online.de

Danach beginnt bereits der Innenausbau und wieder werden die Mitglieder mit dem Thema Eigenleistung konfrontiert. „Vieles haben wir bereits mit viel Engagement und Power geschaffen und das werden wir beim Ausbau des Sportheims auch so machen“, betont Ebneth. Dass hier ein Schmuckstück entstehen wird, davon ist auch der zweite Vorsitzende, Rainer-Michael Rößler, überzeugt.

Platz für den Jugendtreff

Ein 27 Meter langer Bau mit Balkon in Richtung Waldstadion und Kleinfeld, darunter fünf Umkleidekabinen, vier Duschen, zwei Schiedsrichterkabinen und Toiletten. Integriert werden Büro, die Gastronomie, ein Gymnastikraum und vor allem der Jugendtreff mit 34 Quadratmeter Fläche, um dessen Ausstattung sich der Kinder- und Jugendförderverein „JuKi“ kümmert.

„Selbstverständlich wird mit den neuesten Materialien gebaut, auf hohe Wärmedämmung wird Wert gelegt. Der BLSV hat einen Energienachweis gefordert, dem sind wir gerne nachgekommen“, sagt Ebneth. Ein Nachweis, der allein 120 Seiten füllt.

Zum inoffiziellen Spatenstich kam auch Bürgermeister Werner Fischer , der die Initiative des Vereins und den Willen des Vorsitzenden lobte „Was Alfons Ebneth und sein Team auf die Beine gestellt haben, ist schon grandios. Heute haben wir ein erstes Pflänzlein gesetzt, nächstes Jahr können wir ein sportliches Erntedankfest feiern.“

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