mz_logo

Gemeinden
Dienstag, 21. November 2017 7

Planung

Sporthalle mit Nebengebäude erweitern

Ein Mehrzweckgebäude neben der Sporthalle in Donaustauf soll gleich mehrere Probleme mit einem Streich lösen.
Von Petra Schmid, MZ

Die Vergrößerung der Donaustaufer Sporthalle nimmt Formen an. Foto: Archiv/Schmid

Donaustauf.Der langgehegte Traum des Sportvereins Donaustauf (SVD), die Sporthalle zu erweitern, nimmt Gestalt an. Seit vielen Jahren wollen die verantwortlichen Sportler durch die Schaffung einer zusätzlichen Sportfläche und der Entzerrung der Umkleidesituation und Duschmöglichkeiten eine Verbesserung für die Mitglieder erreichen. Nun soll endlich Abhilfe geschaffen werden.

Der SVD möchte hinter der Sporthalle ein Mehrzweckgebäude errichten. Dort sollen nicht nur Duschen, Umkleiden und Büros untergebracht werden, sondern auch ein Mehrzweckraum, den die Blaskapelle dauerhaft als Übungsraum nutzen könnte.

Mehrmals wurde das Thema bereits im Marktrat beraten und auch die SVD-Mitglieder wurden bereits bei der Jahresversammlung im vergangenen Jahr informiert. SVD-Chef Wolfgang Vogel wird den Mitgliedern am Freitagabend bei der Jahresversammlung in der Sporthalle über den neuesten Stand der Planungen berichten.

Bei der jüngsten Sitzung des Marktrats gab es grünes Licht zum Bauantrag für ein Mehrzweckgebäude nordwestlich der bestehenden Sporthalle. Lediglich zwei der Markträte stimmten gegen den Bauantrag.

Entgegen vorheriger Planungen wurde das geplante Gebäude nun beim Bauantrag an einer neuen Stelle platziert. Der Biergarten der Sportgaststätte, der zuvor zugunsten des Neubaus etwas verkleinert werden sollte, bleibt nun unberührt. Dafür werden ein Beach-Volleyballfeld und das marode sogenannte Haus der Fußballjugend geopfert, stellte Bauausschussvorsitzende Brigitte West im Marktrat die neueste Planung vor.

Das Mehrzweckgebäude schlage mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die Blaskapelle bekomme so einen Probenraum und dadurch sei auch den Schützen geholfen, die derzeit ihre Schießstände immer auf- und abbauen müssten, weil sie den Raum mit der Blaskapelle teilen. Außerdem werde die Umkleiden-Situation gerade im Bereich Fußball verbessert, warb West und fasste zusammen: „Das ist ein Lösungsansatz für mehrere Probleme.“

Auch Bürgermeister Jürgen Sommer bewertete das Gebäude als wohlgefällig und die neue Position des Baus als besser. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass die finanzielle Situation noch zu beleuchten sei. Andrea Kammermeier monierte, dass gefühlt quasi in jeder zweiten Sitzung der SVD auf der Agenda stehe, aber die Belange der Kinder und Senioren nicht vergessen werden dürfen. Es werde viel Geld für den SVD ausgegeben.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Weigert bestätigte, dass zwar viel ausgegeben werde, aber Fakt sei, dass die Umkleiden nicht ausreichen würden. Außerdem solle man die Eigenleistung, welcher der SVD einbringen wolle, und die Fördermittel nicht außer Acht lassen. Zudem übernehme der Sportverein den Unterhalt des neuen Gebäudes, hob Weigert hervor. Bürgermeister Sommer betonte, dass die Belange der Kinder und Senioren nicht untergingen und verwies auf die Blaskapelle.

Bernd Kellermann erkundigte sich nach den Kosten, da diese nicht genannt wurden. Sommer entgegnete, dass diese bereits bei früheren Sitzungen detailliert vorgestellt wurden und zählte auf: Auf den Markt würden rund 500 000 Euro entfallen und zusätzlich sei eine Bürgschaft in Höhe von etwa 200 000 Euro zu leisten. Insgesamt sei die Summe etwas niedriger, denn das Gebäude sei etwas „abgespeckt“ worden.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht