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Freitag, 15. Dezember 2017 3

Politk

Tribüne: Lärmschutz ist nötig

Das Projekt des SV Donaustauf rückt wieder in die Ferne. Ein Gutachter rechnet mit Kosten von mehr als 100 000 Euro.
Von Petra Schmid, MZ

Die Einzelteile der ehemaligen Jahntribüne lagern neben dem Donaustaufer Fußballplatz. Archivfoto: Lex

Donaustauf.Im April hatte es noch so ausgesehen, als ob der Traum der Fußballer des SV Donaustauf schon in greifbare Nähe gerückt sei, nun ist die Angelegenheit wieder ins Stocken geraten. Als der Marktrat mit einer knappen Mehrheit von 9:7 Stimmen vor gut einem Jahr dem Antrag auf Errichtung einer Zuschauertribüne zustimmte, dachte wohl niemand, dass sich die Angelegenheit so verzögern werde.

Zwischenzeitlich gab es seit der Bearbeitung des Antrags im Landratsamt diverse Gespräche zwischen den Vereinsverantwortlichen und der Fachstelle. Unterlagen und Gutachten hatte der SVD nachzureichen. Unter anderem forderte das Landratsamt auch ein Schallschutzgutachten. Da dieses Gutachten erneut zu dem Ergebnis kommt, dass die bereits bei der Aufstellung des Bebauungsplans „West II/Sportanlagen“ im Jahr 1983 zur Auflage gemachte Schallschutzmaßnahme in Richtung Arnulfstraße/Tassilostraße notwendig sei, beschloss der Marktrat einstimmig, dass am Sportplatz in Richtung Arnulfstraße/Tassilostraße eine Schallschutzwand nach den Vorlagen des Schallschutzgutachtens errichtet wird. Der Schallschutz ist bis dato nicht umgesetzt worden.

Planung sah Gabionenwand vor

In der April-Sitzung hatte Verwaltungsleiter Stefan Unertl die Maßnahme vorgestellt und die Kosten auf rund 50 000 Euro geschätzt. Die Planung sah vor, aus Zeitgründen auf dem bereits bestehenden Wall eine Gabionenwand zu errichten. So seien eine zeitnahe Umsetzung, eine angemessene Gestaltung und Begrünung möglich, erklärte Unertl damals. Laut Gutachten sei eine Höhe von drei Metern nötig und ausgehendend vom bestehenden Wall eine 2,5 Meter hohe Gabionenwand auf einer Länge von etwa 90 Metern.

Zwischenzeitlich wurde ein Planungsbüro beauftragt. Die Ergebnisse der Besichtigung, Auswertung der Schürfgruben und die zusätzlich notwendigen Maßnahmen wurden nun vorgestellt. Der Experte teilte mit, dass der vorhandene Erdwall zum einen nicht tragfähig sei und zum anderen Bauschutt enthalte. Er gehe jedoch davon aus, dass zumindest ein Großteil des Materials wieder verwendet werden könne. Er zeigte die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten auf: Neben einem hohen Erdwall könne man auch eine Gabionen- oder Holzwand oder eine sogenannte begrünte Wand errichten. Die Kosten bezifferte der Fachmann auf rund 100 000 Euro. Hinzu käme die Entsorgung des vorhandenen Walls mit bis zu 35 000 Euro.

Hildebrand warnt vor Kosten

Bürgermeister Jürgen Sommer erklärte, er habe zum SVD gesagt, dass die Tribüne kommen könne, wenn alle Hausaufgaben gemacht seien. Der Marktrat und die Verwaltung würden so schnell als möglich arbeiten. In Hinblick auf die verdoppelten Kosten im Vergleich zu den Angaben im April mahnte Ursula Hildebrand, auf das Geld zu achten. Es müsse bei allen Wünschen überlegt werden, was die Marktgemeinde auch wirklich brauche. Eine Urnenwand sei notwendig, aber brauche man unbedingt eine neue Schallschutzwand wegen der Tribüne, fragte sie sich. Sie könne den SVD verstehen, aber man müsse auf das Geld aufpassen. Der Planer wurde beauftragt, die Möglichkeit zu prüfen, ob eine Holzwand als Schallschutzmaßnahme von einem örtlichen Schreiner angefertigt werden kann, um lange Lieferzeiten zu vermeiden.

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