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Samstag, 16. Dezember 2017 6

Tradition

Ein Fest der Bayerischen Kunst

Gerhard Holz sorgte beim Adventssingen des OGV Neutraubling für Unterhaltung. Auch Musiker und Sänger traten auf.
Von Petra Schmid

Beim traditionellen Adventsingen des Obst- und Gartenvereins Neutraubling war in der Stadthalle einiges geboten.

Neutraubling.Das Adventssingen des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Neutraubling ist aus der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Es gehört für viele Neutraublinger ebenso zur Vorweihnachtszeit, wie durch den Christkindlmarkt zu schlendern oder Süßigkeiten vom Nikolaus zu erhalten.

Die Neutraublinger Gartenfreunde können dabei auf eine lange Tradition zurückblicken, denn die vorweihnachtliche Feierstunde gibt es schon seit mehr als 40 Jahren. Bevor es die Stadthalle gab, in der das Adventssingen nun stattfindet, lud der OGV ins Hotel Groitl.

Die Verantwortlichen hielten sich auch in diesem Jahr genauso an das bewährte Konzept wie es in den vergangenen vier Jahrzehnten zum Erfolgsmodell wurde – eine besinnliche, ruhige musikalische Einstimmung auf das nahende Weihnachtsfest. Im Wechsel erklingen vorweihnachtliche Musik und Lieder und ein Sprecher, Heuer war es Gerhard Holz, der Ehrenvorsitzende des Fördervereins der Bairischen Sprache. Er trug besinnliche oder heitere Texte vor.

Mit heimatlichen Klängen unterhielten die Musiker der „Regensburger Stubenmusi“ das Publikum. Fotos: Schmid

Auch beim „Bühnenbild“ setzt das Gestaltungsteam des OGV um Gartlerchef Richard Irro auf Bewährtes: Schlichte Tannenbäume ohne jeglichen Glitzertand, nur im grünen Naturkleid, boten die Kulisse für die einzelnen Musikgruppen. In der linken Hälfte der Bühne nahm neben den Musikanten und Sängern Gerhard Holz Platz. In Passagen aufgeteilt, beschäftige er sich mit der Weihnachtsgeschichte. Er habe auf wunderbare Weise den Besuchern den eigentlichen Sinn der Weihnachtsgeschichte nähergebracht und eingestimmt auf das Fest, lobte OGV-Vorsitzender Irro am Schluss der Veranstaltung.

Posaunenchor musste umziehen

Zuvor hatte jedoch, anders als sonst, der evangelische Posaunenchor nicht von der Galerie aus das Adventssingen eröffnet. Denn die Galerie darf derzeit aus technischen Gründen nicht genutzt werden. Die Musiker hatten am hinteren Ende der Halle Platz genommen, um den Effekt der sonst „fernen, herabperlenden“ Töne zu erreichen. Der Begeisterung des Publikums tat die „Verlegung“ der Musiker keinen Abbruch. Freilich wurde nicht nach jedem Auftritt geklatscht, sondern wie es beim Adventssingen Brauch ist, gab es erst ganz am Ende tosenden Applaus, um die Stimmung nicht zu stören.

Interview

Halte immer Ausschau

Wir haben mit Rupert Preissl, dem Planer des

Ganz still war es in der Halle während des Adventskonzerts, gespannt lauschten die Gäste den Klängen. Die Pauliner Sängerinnen beeindruckten ebenso wie die Pauliner Stubenmusi. Die Regensburger Stubenmusi rührte die Herzen der Besucher mit ihren heimatlichen Klängen.

Heuer organisierte Rupert Preißl das Adventssingen. Er ist der Nachfolger von Neutraublings zu früh verstorbenen Kulturreferenten Heribert Ackermann. Preißl konnte neben Holz, einem Verfechter der bayerischen Sprache, mit Katja Koller an der Harfe eine weitere Attraktion verpflichten. Eine Harfe höre man nicht jeden Tag, sagten die Besucher.

Von Bürgermeister Heinz Kiechle gab es sowohl für die Künstler als auch für das Publikum Lob. Die einen hätten wieder einmal enormes künstlerisches Niveau bewiesen und auch die Gäste müsse er loben: Es sei so leise gewesen, das schaffe nicht einmal der Pfarrer in der Kirche, sagte er augenzwinkernd.

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