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Samstag, 16. Dezember 2017 5

Kultur

„Wuffi“ Kamm holt Kabarett-Preis

Sein Stück „Di kennt ja koana!“ darf der Komiker umbenennen. Als Preisträger, von Otti Fischer geadelt, kennt man ihn nun.
Von Ingrid Kroboth, MZ

Preisträger „Kamerad Kamm“, mit der „Läuferin“ geadelt, inmitten seiner prominenten Kabarett-Kollegen. Foto: Kroboth

Hemau.„Die Läuferin“ hat im Haus von Wolfgang „Wuffi“ Kamm in Hohenschambach einen Ehrenplatz bekommen. Der bekannte Musiker und Komiker hat sich kürzlich den „Oberpfälzer Kabarettpreis“ geholt, die mit 3000 Euro dotierte „Läuferin“. Die Figur bezieht sich auf den Austragungsort des Wettbewerbs: Mühlhausen-Sulz. Dort hatte der Bildhauer Michael Königer vor sechs Jahren eine Brückenskulptur geschaffen, die im Miniaturformat heuer zum zweiten Mal als Trophäe der „Sulztaler Kabaretttage“ überreicht wurde.

Ottfried Fischer hielt die Laudatio

Der Sieger lebt in Hohenschambach, heißt Wolfgang „Wuffi“ Kamm, hat damit seinen ersten Kabarettpreis bekommen und dazu eine Laudatio von Kabarett-Urgestein Ottfried Fischer: „Kamerad Kamm, du neuer Mann aus der Oberpfalz. Da kommen die kleinen, großen Newcomer her – und jetzt g‘hörst auch du dazu.“ Aus der Reha in Oberbayern hielt Fischer „den Schirm über die Veranstaltung“ in Mühlhausen. Immerhin war er als Schirmherr angekündigt, dann aber krankheitsbedingt nur per Video zugeschaltet. „Kabarett ist immer Scherz“, gab er dem neuen Preisträger mit auf den Weg „zum prädestinierten Kanzler-Darsteller“.

Wolfgang Kamm war nur einer von rund 80 Bewerbern um die erst 2015 geschaffene Auszeichnung, auf die sich Kabarettisten aus ganz Deutschland bewerben können. Im Mai erfuhr der „grad noch“ 50-jährige Schamerer, dass er zu den fünf Finalisten gehöre, die im Juni um den Sieg scherzten, witzelten, sangen, musizierten – schlichtweg ihre Show abzogen. Als Kamm seine Mitkonkurrenten, „Das Eich“ aus Kulmbach und Kathi Wolf aus Ulm, erlebt hatte, war für ihn die Sache gelaufen: „Ja, schön, dass ich mal dabei war.“ An einen vorderen Platz wagte „Wuffi“ da schon nicht mehr zu glauben. Wohl auch nicht die weiteren Finalisten Helmut Steigerwald – „ein echter Emir“ – und Jürgen Fliegel aus Leipzig.

Wolfgang Kamm erinnert sich gut an die Reaktion der rund 250 Besucher im Bendersaal von Mühlhausen auf seinen 25-Minuten-Auftritt „mit’m Kraus-Sepp“, der ihm beim „Bierfilzl-Voting“ die meisten Stimmen eingebracht hatte. Danach ließ sich die Jury zwei Tage Zeit mit dem Ergebnis, erzählt Kamm im Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Preisträger

  • Ein Allround-Künstler

    Wolfgang „Wuffi“ Kamm ist ein vielseitig begabter und aktiver Künstler mit Schauspiel-Ausbildung – als Mitglied beim „Trio-Mischka“, als Schauspieler bei der Regensburger Theatergruppe „Die Ladenhüter“, beim „Tangrintler Volkstheater“ und im Aichkirchner Theaterverein, als Musiker, Liedschreiber und seit siebeneinhalb Jahren als Musik-Kabarettist.

  • Die nächsten Auftritte

    In Aktion ist Wuffi Kamm zu erleben am 18. August als „Pfarrer“ im Theaterstück „Bäcker braucht Frau“ im Zehentstadel in Hemau; am 29. und 30. August im Statt-Theater Regensburg mit seinem Soloprogramm „I mit’m Kraus-Sepp“, ergänzt mit Teilen aus seinem neuen Kabarett-Programm „Di kennt ja koana!“ (lik)

Nach der Preisverleihung betrat der Sieger noch mal die Bühne im Bendersaal. Diesmal für 30 Minuten mit Auszügen aus seinen Programmen „Die kleine Kammödie“ und „I mit‘m Kraus-Sepp“. Aber auch aus seinem gerade erst entstehenden Programm „Di kennt ja koana!“ durften die Gäste dieses Ehrenabends schon was erleben. Sein Bemühen um Auftritte bei Kleinkunstbühnen und Veranstaltern macht Wolfgang Kamm mit diesem Satz zum Programm: „Di kennt ja koana!“

Doch das sollte sich jetzt mit dem „Oberpfälzer Kabarettpreis“ in der Tasche schnell ändern. Immerhin hat Wolfgang Kamm im Wettbewerb so bekannte Größen wie seine Kabarett-Kollegen Lizzy Aumeier und Toni Lauerer kennengelernt.

Ottfried Fischer hat ihn in der kurzen Video-Einspielung „Kamerad Kamm“ genannt – fehlt nur noch der letzte Schubs, aus dem Verwaltungsangestellten der Uni-Klinik Regensburg mit Frau und Kind einen vollbeschäftigten Kabarettisten zu machen. Die Voraussetzungen hat er längst geschaffen.

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