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Donnerstag, 23. November 2017 10° 3

Musik

La Fuente fasziniert mit Bizet und Tango

Das Quartett gastierte auf Einladung des Kulturförderkreises Laaber in der Schule und begeisterte das Publikum.

Das Quartett „La Fuente“ begeisterte in Laaber das Publikum. Foto: las

Laaber.Wer leicht zugängliche Fremdheit erleben wollte, aber keine Lust hatte, zu reisen, der war gut beraten, in Laaber zu bleiben. In der Aula der Schule war auf Einladung des Kulturförderkreises das Quartett „La Fuente“ zu Gast, zu Deutsch „die Quelle“. Aus dieser sprudelte ein begeisternder musikalischer Fluss.

Zum einen stammten die Musiker selbst aus vier verschiedenen Nationen, aus Österreich, Ungarn, Kroatien und Bayern. Auf die Vielfalt ihrer Herkunft setzten sie musikalische Impressionen, die den Globus umspannten.

Mit Georges Bizets eingängiger „Carmen-Suite 2“ begann der Vortrag, also mit den Vorstellungen, die ein Franzose im 19. Jahrhundert von Spanien hatte. Das zweite Set rückte Argentinien mit vier Tangos in den Fokus.

Bertram Weihs ließ dabei zur Illustration des Schicksals eines Huhns die tiefen Saiten seiner Violine in witziger Weise gackern. Ein goldenes Herz, „corazon de oro“, schlug daraufhin, und beim „ultimo caffè“, kurz vor einem Abschied, sang Klarinettist Támás Puskás sich in die Herzen des Publikums.

Später griff er in der stark abgedunkelten Aula auch noch zum sinnlichen Tenorsaxophon. Der Tango-nuevo-Titelsong „Yo soy María“ aus Astor Piazzollas Erfolgsoper „María de Buenos Aires“ brachte die anhaltend klatschenden Zuhörer aber auch noch nicht zum Tanzen. Moderator Heinz Lichtmannegger tat das stellvertretend für sie in kontrollierten Bewegungen mit seinem Kontrabass, der ein sicheres rhythmisches Fundament lieferte. Bojana Simic begleitete einfühlsam am Flügel.

Hohe Professionalität bewiesen die vier Musiker auch bei rumänisch inspirierter Salonmusik mit ihren zündenden Rhythmen und Accelerandi, oder bei Filmmusik. Weiter ging es unter anderem zu einem Arrangement des Bassisten, der sich ein ursprünglich für Tommy Reillys Mundharmonika und Orchester geschriebenes Werk von James Moody vorgenommen hatte, „Bolero“.

Nach der Pause nochmals Astor Piazzolla, dessen Engel-Trilogie, dann wieder Balkanisches und einen Hüpfer in die Jazz-Musik der Vereinigten Staaten, Duke Ellingtons Standard „Caravan“.

Die diesjährige Veranstaltungsreihe des Kulturförderkreises begann vielversprechend. Am 13. Mai liest Gerda Stauner im Roloff-Stadel aus ihrem Roman „Grasmond“, begleitet von Steffi Polster & Friends. (las)

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