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Samstag, 19. August 2017 22° 6

Sicherheit

Aurelium: Feuerwehr löschte „Brand“

54 Einsatzkräfte aus Lappersdorf, Kareth und Oppersdorf rückten bei der Übung aus. Sie „retteten“ elf verletzte Personen.
Von Josef Dummer, MZ

  • Bei der Aktionswoche hatten sich die drei Ortsfeuerwehren als Übungsobjekt das Aurelium vorgenommen. Sie befreiten mit Hilfe der Drehleiter Personen aus dem zweiten Obergeschoss. Foto: Dummer
  • Die Feuerwehrler befreiten mit Hilfe der Drehleiter zwei Personen aus dem zweiten Obergeschoss. Foto: Dummer
  • Mit der Drehleiter „retteten“ die Einsatzkräfte zwei Personen aus dem Obergeschoss. Foto: Dummer
  • Bei der Aktionswoche hatten sich die drei Ortsfeuerwehren als Übungsobjekt das Aurelium vorgenommen. Sie befreiten mit Hilfe der Drehleiter Personen aus dem zweiten Obergeschoss. Foto: Dummer
  • Mit der Drehleiter befreiten die Feuerwehrler Personen aus dem zweiten Obergeschoss. Foto: Dummer
  • Bei der Aktionswoche hatten sich die drei Ortsfeuerwehren als Übungsobjekt das Aurelium vorgenommen. Sie befreiten mit Hilfe der Drehleiter Personen aus dem zweiten Obergeschoss. Foto: Dummer

Lappersdorf. Mit großer Sorge beobachteten viele Lappersdorfer am Montagabend, als mehrere Feuerwehrzüge mit Blaulicht und Martinshorn durch die Ortsdurchfahrt in Richtung Aurelium rasten.

Doch schnell stellte sich heraus: Die Sorge war unbegründet, denn es handelte sich nur um eine Feuerwehrübung anlässlich der Feuerwehraktionswoche.

Zusammenspiel der Ortsgruppen

Der Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Lappersdorf, Alexander Diem, hatte sich mit seinem Team als Übungsobjekt erstmals das neue Aurelium ausgesucht, denn, wie er bei der „Manöverkritik“ am Schluss bemerkte: „Zweck einer solchen Übung ist nicht nur, nach Fehlern zu suchen, nein, wir wollen immer besser werden“. Angenommen wurde ein Brand im Kellerbereich des Aureliums mit elf verletzten und vermissten Personen. Keine leichte Aufgabe für die Feuerwehren aus Lappersdorf, Kareth und Oppersdorf. Die Feuerwehr Hainsacker konnte aus Termingründen nicht an der Übung teilnehmen. Zusätzlich mussten zwei Personen aus dem zweiten Obergeschoss mit der Drehleiter befreit werden.

Während der Löschangriff mit Atemschutztrupps durch die Feuerwehren Lappersdorf und Kareth von Süden her erfolgte, starteten die Feuerwehrleute aus Oppersdorf von Norden her einen Innenangriff auf der Suche nach den vermissten Personen. Schon bald waren die teilweise erschreckend lebensecht mit Schminke entstellten „Opfer“ gefunden und zwei auch mit der Drehleiter gerettet. Einsatzleiter Diem stellte allen 54 beteiligten Feuerwehrleuten ein gutes Zeugnis aus und bedankte sich für ihre Bereitschaft, solche wichtigen Übungen mitzumachen.

Sein Dank richtete sich ebenso an die Johanniter-Unfallhilfe, die mit fünf Kräften und ihrem Schminkteam vor Ort war, und ebenso an die verletzten Statisten für die Mithilfe. Zum Ablauf der Übung fand der Einsatzleiter kaum Kritikpunkte. Bürgermeister Christian Hauner zeigte sich beeindruckt von dieser „imposanten Übung“ und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass so etwas nie im Ernstfall am Aurelium passieren wird. Er lobte das perfekte Zusammenwirken der drei Ortsfeuerwehren aus Lappersdorf, Oppersdorf und Kareth und meinte: „Der Markt Lappersdorf kann stolz auf seine Feuerwehren sein“.

Für Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer sind Übungen an so großen Objekten wie dem Aurelium besonders wichtig, um die Örtlichkeit für die Feuerwehrkräfte kennenzulernen und im Ernstfall dann besser vorbereitet zu sein.

Neue Mitglieder werden gesucht

Objektkunde sei deshalb Voraussetzung für die Feuerwehr, ganz nach dem Motto der diesjährigen Aktionswoche: „Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit – Komm hilf mit!“. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Helfen gelernt sein muss, aber auch, dass die Feuerwehr stets auf neue Mitglieder angewiesen ist.

Der Kreisbrandrat erhofft sich bei der Mitgliedersuche besonders auch die Unterstützung der Kommunen. Als Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz gab es für die Übungsteilnehmer zum Abschluss eine bescheidene Brotzeit in Form von Wurstsemmeln sowie Spezi und Limo.

Die Helfer und das Szenarium

  • Von der Feuerwehr Lappersdorf waren 28 Einsatzkräfte im Einsatz, aus Oppersdorf zehn und aus Kareth 16 Feuerwehrleute. Ebenso beteiligten sich fünf Kräfte von der Johanniter-Unfallhilfe an der Übung.

  • Übungsort:

    Angenommen wurde ein Brand im Kellerbereich des Aureliums nach einer Verpuffung bei Wartungsarbeiten an der Heizung. Durch das verrauchte Treppenhaus gab es kein Entkommen mehr für elf im Gebäude befindliche Personen. Mit Atemschutztrupps und der Drehleiter wurden die „Vermissten“ gerettet. (ldk)

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