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Hobby

Das Tanzen hat ein Feuer entzündet

Eigentlich wollte Monika Eichinger aus Lappersdorf Balletttänzerin werden. Dann machte sie einen Bauchtanzkurs.
Von Angelika Lukesch, MZ

  • Für den orientalischen Tanz werden solche Tücher um die Hüften geschlungen, erklärt Athiná. Fotos: Lukesch
  • Athinà kann sich beim orientalischen Tanz selbst ausdrücken.

Lappersdorf.Eigentlich wäre sie gerne Balletttänzerin geworden, sagt Athinà, die im wirklichen Leben Monika Eichinger heißt. Doch das Leben spielte anders. Zwar blieb sie stets dem Tanz verbunden, befasste sich auch viel mit Aerobic. Sie bekam eine Tochter und mit guten dreißig geschah es dann, die große Umwendung in ihrem Leben: „Wir waren eine Frauenclique und eine wollte einen Bauchtanzkurs machen“, erzählt die Tänzerin in ihrem Studio in Lappersdorf. Letztendlich sei sie dann die einzige gewesen, die den Kurs tatsächlich absolviert hätte.

„Es war ein Kurs mit Kinderbetreuung und ich hatte meine kleine Tochter dabei“, erzählt Athinà. Schon beim ersten Mal, als sie sich zu Musik bewegte und die klassischen Bewegungsabläufe durchlief, passierte es: „Ich fühlte mich sofort ganz toll!“

„Ich fühlte mich berufen

Orientalischer Tanz ist Athinàs Leidenschaft. Video: Lukesch

Getanzt habe sie ohnehin schon immer gern, aber der orientalische Tanz hätte in ihr ein Feuer entzündet. „Ich fühlte mich berufen und ich lernte in vielen Kursen mehrere Jahre lang. Schließlich kamen Anfragen und kleine Auftritte. Ich bildete mich immer weiter fort, auch um andere zu unterrichten“, erzählt die blondhaarige, zierliche Tänzerin. Im Jahr 2001 hat sie mit 30 Schülern begonnen, selbst „oriental dance art“ zu vermitteln. Gleichzeitig hat Athinà ihre eigene Tanzkarriere vorangetrieben, hatte Erfolge auf Festivals und Tanzsessions.

In der eigenen Stadt, Regensburg, jedoch bildet sie mit ihren Künsten eine Randgruppe. Die Frauen, die in ihre Kurse kommen, sind zum großen Teil Stammkundschaft. Wie Athinà selbst fühlen sich diese Frauen zum orientalischen Tanz hingezogen.

Sehr weibliche Bewegungen

Der Begriff Bauchtanz sei übrigens ein laienhafter Begriff, sagt Athinà. Der Fachbegriff lautet „Raqs Sharqi“. Athinà fühlt sich den weichen, ineinander übergehenden Bewegungen des orientalischen Tanzes, den sie auch als sehr weiblich empfindet, sehr verbunden.

„Zu Tanzen ist für mich eine sehr spirituelle Sache. Ich kann meine Gefühle austanzen und mich selber ausdrücken. Das klassische Ballett, das ich auch sehr liebe, ist im Gegensatz dazu ziemlich angespannt“, erklärt Athinà.

Außerdem biete der „Raqs Sharqi“ ein großes Spektrum an Bewegungsfreiheit– ebenfalls eine Seite des orientalischen Tanzes, die Athinà mit ihrem offenen, verbindlichen und emotionalen Wesen sehr entgegenkommt. Ein Leben ohne orientalischen Tanz ist für Athinà nicht denkbar. Sie hat hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden.

Anders als beim klassischen Ballett übrigens, sticht beim orientalischen Tanz der sogenannte Isolationstanz hervor, erklärt Athinà. Das bedeutet, dass nur einzelne Körperteile unabhängig von allen anderen bewegt werden. So bewegen und wiegen sich beim orientalischen Tanz oft die Hüften ganz allein zur Musik, während der Oberkörper völlig ruhig bleibt. Athinà führt es der MZ vor und auch ohne Musik wird der Zauber des Orients sofort spürbar.

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