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Polizei

Jetzt Pielmühle: Wieder Hund vergiftet

Nach dem Biss in einen präparierten Döner kämpfte ein Jack Russel Terrier in einer Regensburger Tierklinik um sein Leben.
Von Helmut Wanner, MZ

  • Ein Zettel warnt vor Giftködern. Als Maßnahme gegen ausgelegte Tierköder und andere Attacken auf Hunde fordert die Tierrechtsorganisation Peta ein zentrales Melderegister. Foto: dpa
  • Ein Jack Russel Terrier bei der Behandlung: Diese Hunderasse wurde jetzt Opfer einer Giftattacke. Foto: dpa

Lappersdorf.Ein Hundehasser legte im Waldgebiet zwischen dem Nobelviertel Eichelberg und Lorenzen mehrere vergiftete, in Alufolie gewickelte Fladenbrote auf einem Baumstumpf ab. Sie waren nach Polizeiangaben mit einer Substanz getränkt. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte am Montagnachmittag der Jack Russel Terrier einer Pielmühlerin beim Spaziergang die Witterung des Köders aufgenommen.

„Hundebesitzer sollen beim Gassigehen ein besonderes Augenmerk darauflegen, was ihre Vierbeiner so ins Maul nehmen.“

Polizei Regenstauf

Er lief in den Wald und fraß einen ausgelegten Köder. Danach zeigte das Tier massive Vergiftungssymptome. Es wurde in die Regensburger Tierklinik gebracht. Nach Auskunft von Dr. Uwe Romberger befand sich das Tier in einem sehr schlechten Allgemeinzustand. „Es zeigte blutiges Erbrechen und blutigen Durchfall sowie einen sehr schwachen Kreislauf.“ Die Blutgerinnungsparameter seien bereits so kurze Zeit nach der Giftaufnahme deutlich erhöht, also die Blutgerinnung deutlich verzögert gewesen. Der Hund habe intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Am Dienstagabend konnte er nach Angaben Dr. Rombergers „wieder in die Obhut seiner glücklichen Besitzer entlassen werden, muss aber weiter Medikamente bekommen und die Blutgerinnung muss kontrolliert werden, bis die Blutgerinnungsparameter wieder im Normalbereich sind“.

Es ist nicht die erste Giftattacke dieser Art in jüngster Zeit. In Rohrdorf bei Pielenhofen hatte Anfang Dezember ein unbekannter Täter gleich zweimal zugeschlagen (die MZ berichtete). Das Opfer: ein Beagle. Er hatte erst Rattengift und dann Schneckenkorn gefressen. Der behandelnde Arzt, Dr. Marius Ramneantu, Hainsacker, hatte von insgesamt fünf vergifteten Haustieren in seiner Praxis gesprochen. Ein Regenstaufer Polizeisprecher gab am Mittwoch diese Empfehlung heraus: „Hundebesitzer sollen beim Gassigehen ein besonderes Augenmerk darauflegen, was ihre Vierbeiner so ins Maul nehmen.“

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