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Dienstag, 21. November 2017 5

Einsatz

Pentling: Feuerteufel zündelte wieder

Diesmal brannte ein Stapel mit Brennholz im Wald nahe der Hohengebrachinger Straße. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Von Josef Eder und Thomas Kreissl, MZ

  • Im Wald bei Pentling brannte erneut Holz. Foto: Eder
  • Die Einsatzkräfte konnten verhindern, dass sich das Feuer ausbreitet. Foto: Eder

Pentling.Der Feuerteufel scheint in Pentling jetzt wieder zugeschlagen zu haben. Am frühen Samstagmorgen wurde die Pentlinger Feuerwehr zu einem Brand im Wald nahe der Hohengebrachinger Straße gerufen. Ein rund zehn Meter langer zwei Meter hoher fein säuberlich aufgestapelter Holzstoß brannte lichterloh. Er wurde innerhalb kürzester Zeit mit dem eingesetzten Löschschaum abgelöscht. Die Polizeiinspektion Neutraubling geht von Brandstiftung aus. Vom Täter fehlt allerdings jede Spur.

Der rund zehn Kubikmeter Brennholz umfassende Stapel war einer von vielen, die dort direkt an einem Waldweg errichtet worden sind. Nach Einschätzung der Feuerwehr lag der Brandherd in der Mitte des Brennholzstapels. Diese Baumstämme waren bereits gespalten. Nach dem Ablöschen rissen die Einsatzkräfte den Stapel auseinander, um zu verhindern, dass sich noch vorhandene Glutnester bei den derzeit vorherrschenden hochsommerlichen Temperaturen erneut entzünden.

Weiteres Brennholz lagert bereits geschnitten in Gitterboxen in unmittelbarer Nähe zum Brandherd. Auch mehrere landwirtschaftliche Anhänger sind zwischen den mehr als 20 großen Stapeln abgestellt. Feuerwehr-Kommandant Hans Hopfensperger ordnete an, dass der Brandplatz im Tagesverlauf erneut kontrolliert wird.

Um 4.25 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden und schon kurz darauf an Ort und Stelle. Unter Einsatz von Wasser und Schaum gelang es, das hoch auflodernde Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen. Ein Polizeisprecher bezifferte den Schaden auf 300 bis 400 Euro. Seinen Angaben zufolge steht definitiv fest, dass es sich um eine Brandstiftung handelt. Möglicherweise gibt es auch einen Zusammenhang zu den Brandfällen, die vor rund drei Monaten Polizei und Feuerwehr in Pentling in Atem hielten.

Unweit des jetzigen Tatorts brannten am 17. April am Rande des Gewerbegebiets „Am Ammerholz“ schon einmal feinsäuberlich aufgeschichtete Holzbalken aus bisher ungeklärter Ursache. Wenige Tage brannte zunächst ein kleiner Strohhaufen bei Seedorf und dann eine rund 300 Quadratmeter große Fläche im gegenüberliegenden Waldstück neben der Gärtnerei Lehmann.

An Zufall glauben viele nicht mehr, nachdem zuvor eine Serie von Bränden im Bereich der Pentlinger Studentenstadt Feuerwehr und Polizei beschäftigt hatten. Die Pentlinger Aktiven hatten aufgeatmet, nachdem im Bereich der Studentenstadt die großen Müll- und Papiercontainer nicht mehr offen zugänglich waren. Dort war es seit 2013 immer wieder zu Bränden gekommen, zuletzt im Januar und Februar 2015.

Auch Pentlings Feuerwehrkommandant und Kreisbrandmeister Hans Hopfensperger befürchtet, dass wie beim Brand der Holzbalken an nahezu gleicher Stelle ein Brandstifter am Werk gewesen sein könnte. In diesem Fall sprechen die Einsatzkräfte nun von Glück im Unglück: Beim Brandort handelt es sich um einen Laubwald. Der Brand hatte das Anfangsstadium bereits überschritten. Es hätte schlimme Folgen gehabt, wenn er auf die angrenzenden Stapel übergegriffen hätte.

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