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Freitag, 15. Dezember 2017 3

Kultur

Sommerevent mit bayerischem Flair

Besucher sagen: Tegernheim ohne Musikantenstad wäre wie ein Sommer ohne Sonne. Blaskapelle absolviert Feiermarathon.
Von Petra Schmid, MZ

Schmissig spielte die Blaskapelle zum Musikantenstadl beim Wolfenbauern auf. Fotos: Petra Schmid

Tegernheim. Heuer feiert die Blaskapelle Jubiläum: Zum 30. Geburtstag gibt es einen kleinen Veranstaltungsreigen. Nach dem Auftakt mit dem Neujahrsanspielen folgten das Frühjahrskonzert und nun der Musikantenstadl. Weitere Höhepunkte werden der Trachtenball am 30. September im Traditionswirtshaus Federl/Scheck und der Festakt am 8. Oktober ebenfalls im Dorfwirtshaus sein.

Aus dem Feiern kommen die Musiker und Freunde der Blasmusik gar nicht mehr heraus. Denn im vergangenen Jahr legten sie beim „Jubiläums-Stadl – 25 Jahre Musikantenstadl“ die Messlatte schon sehr hoch und trotzdem gelang es den „Machern“, heuer, zum 30. Gründungsjubiläum, noch eine Schippe darauf zu packen.

Bayerisches Flair

Für den Wolfenbauern Max Wolf und seine Gattin Traudl gab es ein Geschenk und einen Blumenstrauß.

Die Tegernheimer Musikfreunde sind weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt für ihren „Musikantenstadl“. Auch jetzt setzten sie beim volksmusikalischen Sommerevent auf bayerisches Flair. Beim Blick nach oben fühlten sich die Gäste wie im weiß-blauen Himmel. Große Regenschirme im Bayernmuster wurden an die Decke gehängt und die Leuchter im Stadl waren entsprechend aufgehübscht. Stadl ist wörtlich zu nehmen, die Gäste sitzen nämlich wirklich im ausgeräumten Stadl des Wolfenbauern. Einige Tage verbringen die Musiker und Freunde damit, den Stadl entsprechend für das Sommerfest herzurichten. Freilich reichen die Plätze in der urigen Atmosphäre nicht mehr aus und so ist der „Musikantenstadl“ im Laufe der Jahre Stück um Stück angewachsen. Zelte und Freisitze kamen dazu. Damit alle einmal in den Genuss kamen, die Musik nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, gaben die Musiker bei den Freisitzen ein kleines Standkonzert.

Freilich war für das Sommerfest auch die Musik entsprechend ausgewählt. Die Musikanten unterhielten bis in den späten Abend mit bayerisch/böhmischen Melodien. Gesungen wurde selbstverständlich auch wieder. Dies haben die Tegernheimer Musikfreunde nämlich schon seit einiger Zeit in ihr Programm aufgenommen. Volksmusik in der richtigen Lautstärke und dabei mit dem Nachbarn anstoßen und in Ruhe seine Bratwürstln essen, dies ist es, was den Leuten so gefällt.

Tradition am Ort

Die jungen Musikerinnen brachten die Lose für die Tombola rasch an den Mann und die Frau.

Michaela Saller, die die Theatergruppe des Männergesangvereins leitet, war begeistert. Der Musikantenstadl gehöre einfach zur Tradition und zum Brauchtum in Tegernheim. Wenn es sich einrichten lasse, sei sie immer da, versicherte sie. Bürgermeister Max Kollmannsberger, auch ein Fan der Veranstaltung, fasste zusammen: „Tegernheim ohne Blaskapelle und Musikantenstadl wäre wie ein Sommer ohne Sonne.“

Musikantenstadl Tegernheim

Musikerin Gabi Eschenbecher hatte ebenfalls einen Vergleich dafür parat. Für sie sei es, wie ein Himmel ohne Wolken, sagte sie lachend. Einen Wermutstropfen gab es allerdings, denn Georg Christ, Vorsitzender und vor allem „Herz und Seele“ der Blaskapelle konnte heuer nicht dabei sein. Der „Tausendsassa“ der nicht nur die Musiker mit Getränken versorgt, sondern auch sonst alles im Griff hat, war gesundheitlich verhindert. Er befindet sich bei einer Reha-Maßnahme.

Schmissige Musik

Die Völser Schmankerl sind immer sehr begehrt.

Neben der liebevoll ins Detail gehenden Dekoration begeisterte die Blaskapelle mit ihrer flotten und schmissigen Musik. Kapellleiter Dr. Hansbernd Kuhr, der seit Sommer vergangenen Jahres im Amt ist, legte großen Wert auf Schwung und Temperament. Gerade das flotte Tempo kam bei den Zuhörern des Stadlkonzerts sehr gut an, hier wurde noch kräftiger applaudiert als sonst. Für Hausherr Max Wolf und Gattin Traudl gab es einen großen Blumenstrauß und „Völser-Brettl“. Beim Musikantenstadl gibt es nämlich nicht nur die üblichen Grillschmankerl, sondern auch extra importierte Tiroler Spezialitäten und Wein. Marianne Rieger fuhr zwei Mal extra nach Völs im Dolomitengebiet und holte höchstpersönlich die Schmankerl nach Tegernheim. Diese sind längst kein Geheimtipp mehr, sondern werden von vielen Südtirol-Fans erwartet.

Lob gab es abschließend vom Kapellleiter für die Gäste und die Musiker. Er sei hochzufrieden, zum einen über den regen und ausdauernden Besuch der Gäste und zum anderen mit der Leistung der Musiker, sagte er.

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